[PM] Salzburg: Verkehrsaktivisten fordern erneut U-Bahn

59 Beiträge · Seite 3 von 3
28.03.2008, 10:22#41
Zitat
Original von bahnfuchs
In Salzburg hat nun der letzte aller Politiker begriffen, dass es ohne die unterirdische Verlängerung der Lokalbahn unter der Innenstadt nicht mehr geht!

Das heißt, daß das Projekt Chancen auf Verwirklichung hat?

Zitat
Anbei ein Foto der 70 kg Gutachten mit mir vor einer Lokalbahngarnitur!

Hilfe, wer liest das alles? :D
28.03.2008, 16:43#42
Zitat
Original von Linie 41
Das heißt, daß das Projekt Chancen auf Verwirklichung hat?


Dazu ein Artikel aus den Salzburger Nachrichten vom 27.03.:

Salzburg ist seiner U-Bahn um einen winzigen Schritt näher

Verkehrsminister Werner Faymann (S) hat am Donnerstag bei einem Gespräch die Idee gutgeheißen und bekundet, an der Entwicklung des Projektes mitzuwirken. Hören Sie dazu Verkehrsreferent LH-Stv. Haslauer und Stadtrat Padutsch im Antenne Salzburg-Interview.

Salzburg (APA). Noch vor dem Sommer sollen auf politischer Ebene die nächsten Schritte gesetzt werden, hieß es am Nachmittag im Büro des Verkehrsreferenten LHStv. Wilfried Haslauer (V) auf Anfrage der APA.

Nun wird eine Arbeitsgruppe eingerichtet, an der Vertreter des Infrastruktur- und des Finanzministeriums sowie der Stadt und des Landes Salzburg mitwirken. Diese sollen die nächste Verhandlungsrunde auf politischer Ebene vorbereiten, die noch vor dem Sommer stattfinden soll. Damit sollen allfällige Planungskosten in den nächsten Budgets berücksichtigt werden können. Über eine Kostenaufteilung wurde heute aber nicht gesprochen. Faymann wird sich um eine Unterstützung des Projektes durch die Bundesregierung bemühen. Allen Gesprächsteilnehmern war klar, dass dieses Vorhaben als Sonderprojekt finanziert werden müsse und daher eine Zustimmung des Finanzministeriums notwendig ist.

Landeshauptfrau Gabi Burgstaller (S), die zum Gespräch geladen hatte, betonte, dass Stadt und Land anders als zu früheren Zeiten geschlossen hinter dem Projekt stünden.

Erste Ideen bereits in den 80ern
Die Verlängerung der Lokalbahn als Stadt-Regional-Bahn soll durch das Zentrum als U-Bahn erfolgen und südlich der Altstadt wieder an der Oberfläche bis in den Süden Salzburgs weitergeführt werden. Die Idee zu diesem Projekt tauchte bereits in den frühen 80er Jahren des vergangenen Jahrhunderts auf, seitens der Politik gab es mal mehr, mal weniger Zustimmung, aufgrund der hohen Kosten kam es aber nie auch nur zu einer Einreichplanung. Lediglich der Lokalbahnhof wurde Ende der 80er Jahre bereits unter die Erde verlegt, mit der ersten Haltestelle endet die „U-Bahn“ aber seither auch schon. Die jüngsten Schätzungen aus dem Jahr 2006 gehen inzwischen von Kosten in der Höhe von 344 Millionen Euro aus, wenn sämtliche drei Etappen (Bahnhof bis Salzach, Salzach bis Nonntal bzw. Nonntal bis Salzburg-Süd) verwirklicht werden.

© SN/SW

http://www.salzburg.com/nwas/index.php?article=DText/7js7s-j*c7fcgucrqswt4d$&img=&text=&mode=&section=&channel=salzburg&sort=

Edit: Datum hinzugefügt
Dieser Beitrag wurde 1-mal editiert, zuletzt von Floster (28.03.2008, 16:45)
28.03.2008, 20:06#43
Die jüngeren unter uns werden die Umsetzung dieses Projekts vielleicht noch erleben! 8-)
29.03.2008, 15:19#44
Also ich würde eher keine Wette darauf abschließen, dass ich bei diesem Tempo der Umsetzung die Eröffnung noch erleben darf . :(
31.03.2008, 10:00#45
Regionalstadtbahn wird kommen!
Nachdem ich versprochen habe, über den aktuellen Stand nach dem Ministergespräch am Donnerstag 27.März 2008 zu berichten, möchte ich das ganz neutral mit einer APA-Meldung und einem Kommentar aus Newstix und Drehscheibe online unkommentiert weitergeben, denn es kann sich nun jeder seine eigenen Gedanken dazu machen!

Zitat APA:
Salzburg kommt U-Bahn kleinen Schritt näher
Verkehrsminister Faymann unterstützt Projekt einer Stadtregionalbahn

Salzburg - Salzburg ist bei seinen Plänen nach einer unterirdischen Verlängerung der Lokalbahn durch die Landeshauptstadt einen winzigen Schritt weiter: Verkehrsminister Faymann hat am Donnerstag bei einem Gespräch in der Mozartstadt die Idee gutgeheißen und seine Absicht bekundet, an der Entwicklung des Projektes mitzuwirken. Noch vor dem Sommer sollen auf politischer Ebene die nächsten Schritte gesetzt werden.
Nun wird eine Arbeitsgruppe eingerichtet, an der Vertreter des Infrastruktur- und des Finanzministeriums sowie der Stadt und des Landes Salzburg mitwirken. Diese sollen die nächste Verhandlungsrunde auf politischer Ebene vorbereiten, die noch vor dem Sommer stattfinden soll. Damit sollen allfällige Planungskosten in den nächsten Budgets berücksichtigt werden können.
Vorhaben muss als Sonderprojekt finanziert werden
Über eine Kostenaufteilung wurde am Donnerstag aber noch nicht gesprochen. Faymann wird sich um eine Unterstützung des Projektes durch die Bundesregierung bemühen. Allen Gesprächsteilnehmern war klar, dass dieses Vorhaben als Sonderprojekt finanziert werden müsse und daher eine Zustimmung des Finanzministeriums notwendig ist. Landeshauptfrau Burgstaller, die zum Gespräch geladen hatte, betonte, dass Stadt und Land geschlossen hinter dem Projekt stünden.
Die Verlängerung der Lokalbahn als Stadt-Regional-Bahn soll durch das Zentrum als U-Bahn erfolgen und südlich der Altstadt wieder an der Oberfläche bis in den Süden Salzburgs weitergeführt werden. Die Idee zu diesem Projekt tauchte bereits in den frühen 1980er Jahren auf, seitens der Politik gab es mal mehr, mal weniger Zustimmung, aufgrund der hohen Kosten kam es aber nie auch nur zu einer Einreichplanung. Lediglich der Lokalbahnhof wurde unter die Erde verlegt, mit der ersten Haltestelle endet die "U-Bahn" aber seither auch schon.
Die jüngsten Schätzungen aus dem Jahr 2006 gehen inzwischen von Kosten in der Höhe von 344 Millionen Euro aus, wenn sämtliche drei Etappen (Bahnhof bis Salzach, Salzach bis Nonntal bzw. Nonntal bis Salzburg-Süd) verwirklicht werden. (APA)

Zitat Newstix:
Österreich: Faymann unterstützt Projekt einer Stadtregionalbahn in Salzburg
Der Bundesminister für Verkehr, Innovation und Technologie, Werner Faymann unterstützt das Salzburger Projekt der Errichtung einer Stadtregionalbahn. Dies ist das wichtigste Gesprächsergebnis einer Aussprache auf Einladung und unter Vorsitz von Landeshauptfrau Mag. Gabi Burgstaller am heutigen Donnerstag, 27. März, in Salzburg.

Faymann wird auch um eine Unterstützung des Projektes durch die Bundesregierung bemüht sein. Allen Gesprächsteilnehmern war klar, dass dieses Vorhaben als Sonderprojekt finanziert werden müsse und daher eine Zustimmung des Finanzministeriums notwendig ist.

Es soll daher möglichst noch vor dem Sommer ein Gespräch mit Finanzminister Mag. Wilhelm Molterer stattfinden. Zur Vorbereitung dieses Projektes wird eine kleine Arbeitsgruppe aus je einem Vertreter des Verkehrsministeriums und des Finanzministeriums und einen gemeinsam von Land und Stadt Salzburg gestellten Vertreter, Landesbaudirektor Dipl.-Ing. Christian Nagl eingesetzt. Salzburgs Zielsetzung ist es außerdem, so bald wie möglich einen Planungsvertrag abzuschließen und dafür eine Finanzierung aus dem Bundesbudget sicherzustellen.

Landeshauptfrau Mag. Gabi Burgstaller schilderte eingangs die Entstehung des Projektes, das in Salzburg bereits seit rund zehn Jahren diskutiert werde. Das Projekt befinde sich aus Salzburger Sicht auf einem guten Fundament, da anders als früher nun Einigkeit zwischen Land und Stadt Salzburg bestehe. Über die zu realisierende Variante herrscht Einigkeit, die Trassenführung wurde bereits baulich freigehalten. Land und Stadt würden den seinerzeit in Verbindung mit dem Navis-Projekt diskutierten Finanzierungsschlüssel einer 80-prozentigen Bundesquote begrüßen. Man sei sich aber klar, dass dies heute schwer durchzusetzen sei.

Verkehrsreferent Landeshauptmann-Stellvertreter Dr. Wilfried Haslauer betonte, die Dringlich-keit des weiteren Ausbaus des Öffentlichen Verkehrs im Salzburger Zentralraum. Dabei sei die Stadtregionalbahn ein wesentlicher Teil. Wenn hier keine Maßnahmen gesetzt würden, stünde man am Rande des Verkehrsinfarktes. Haslauer betonte, dass zu einem Gesamtkonzept auch der weitere Schnellbahnausbau nach Nordosten gehöre, dessen Aufnahme in die Planungen des Bundes er neuerlich einforderte. Nach massiven Investitionen in den Öffentlichen Verkehr im Osten Österreichs müsse nun Salzburg zum Zug kommen.

Bundesminister Faymann bezeichnete Projekte des öffentlichen Nahverkehrs vor allem für die Ballungsräume als unbedingt notwendig und hervorragend in das Klimaschutzpaket der Bundesregierung passend. Die Salzburger Stadtregionalbahn sei jedoch bei den ÖBB-Streckenausbauplänen bis 2020 im Rahmenplan nicht vorgesehen sei; auch nach dem Privatbahnengesetz bestehe wenig Spielraum. Es könne somit nur eine Sonderfinanzierung geben, die mit dem Finanzministerium zu verhandeln sei. In allen städtischen Ballungsräumen gebe es Konzepte für den öffentlichen Nahverkehr. Er nehme aber den Wunsch Salzburgs zur vorrangigen Verwirklichung des Projektes gerne mit nach Wien.

Für die Vertreter der Stadt Salzburg, Bürgermeister Dr. Heinz Schaden, Stadtrat Johann Padutsch und auch Vizebürgermeister Dipl.-Ing. Harald Preuner ist die Stadtregionalbahn das zentrale verkehrspolitische Projekt des Zentralraums, für das, so Schaden, Konsens zwischen Politik und Vertretern der Bürgerinitiativen bestehe. Stadtrat Johann Padutsch betonte ebenfalls die Notwendigkeit des mit der Regionalbahn zu realisierenden Schienenprojektes Navis-Nordast.

Quelle: [http://www.newstix.de/index.php?site=&entmsg=true&ref=RNL&mid=6968]

Anmerkung Pasch Drehscheibe-Online:
"U-Bahn" trifft auf dieses Vorhaben noch weniger zu als im Fall von Linz. Die innerstädtische Tunnelstrecke ist in Salzburg schon wegen der baulichen Gegebenheiten nahezu unvermeidbar.
Bedeutungsvoller als der relativ kurze Tunnel (von dem ein Teil schon seit Jahren vorhanden ist und von der SLB genutzt wird) ist meiner Ansicht nach der beabsichtige Zweisystembetrieb mit dem u.U. einmal (wieder) das benachbarte Bayern erreicht werden könnte. Pasch

Quelle: http://drehscheibe-online.ist-im-web.de/forum…hp?5,3732436,3734190

Wir haben 27 Jahre gekämpft, nun wird's zum Selbstläufer - super!
31.03.2008, 13:16#46
Hätte man seinerzeit mit diesem Elan und diesem Tempo begonnen die Westbahn zu bauen, würde sie in optimistischen 10 oder 20 Jahren Innsbruck erreichen! :rolleyes:
31.03.2008, 13:39#47
Ja, warum verlängert man die U4 eigentlich nicht über Auhof hinaus bis Innsbruck - oder gleich bis Buchs SG? :D
31.03.2008, 14:06#48
Zitat
Original von 95B
Ja, warum verlängert man die U4 eigentlich nicht über Auhof hinaus bis Innsbruck - oder gleich bis Buchs SG? :D

Die heilige U-Bahn darf doch niemals die Wiener Stadtgrenze überragen ;)

Deswegen muß ja die Badnerbahn in die U6 eingebunden werden und nicht die U6 zur SCS verlängert.
20.04.2008, 14:36#49
Realisierungstempo
Zitat
Original von hema
Hätte man seinerzeit mit diesem Elan und diesem Tempo begonnen die Westbahn zu bauen, würde sie in optimistischen 10 oder 20 Jahren Innsbruck erreichen! :rolleyes:


Die Vorlaufzeiten für Westbahn und Co. waren um einiges länger ...

edit: tippfehler
Dieser Beitrag wurde 1-mal editiert, zuletzt von railnail (20.04.2008, 14:37)
27.06.2008, 01:12#50
19.03.2013, 12:07#51
*Thread ausgrab*

ÖVP-Programm: Schuldenabbau, Nahverkehr

Mit Themen wie Schuldenabbau, aber auch einem „Masterplan Energie“ und einem Ausbau des Nahverkehrs inklusive unterirdischer Regional-Stadtbahn zieht Landes-ÖVP-Chef Wilfried Haslauer in die Wahl am 5. Mai. Er will mit den Bürgern einen „Vertrag für Salzburg“ abschließen.


Salzburg werde finanzielle Klarheit brauchen, bevor man über neue Projekte reden könne. Das muss auch ÖVP-Chef Haslauer zugeben. Er rechnet letztlich mit Zusatzschulden bis zu 200 Millionen Euro durch das bisherige Finanzmanagement. Dennoch müssten auch Investitionen in Fahrt kommen - zum Beispiel die unterirdische Verlängerung der Lokalbahn bis zum Mirabellplatz. Zu mehr als einem symbolischen Tunnelanstich vor neun Jahren reichte es dort bisher aber nicht. Geschätzte 120 Millionen Euro würde allein der erste Abschnitt kosten.

Warum soll der Wähler darauf vertrauen, dass solche altbekannte Projekte jetzt - nach neun Jahren Wilfried Haslauer in der Landesregierung - doch realisiert werden? Auf diese Frage holt der ÖVP-Chef aus: „Wir haben zehn konkrete Vorhaben für Salzburg formuliert. Ich glaube, das ist eine ganz klare Ansage für die Wählerinnen und Wähler, was wir in den nächsten fünf Jahren vorhaben. Ich will auch eine neue Form des Regierens haben. Diese Koalitionsübereinkommen als kleinster gemeinsamer Nenner, wie es bisher war - damit muss Schluss sein. Es muss ein Koalitionsübereinkommen ein Vertrag für Salzburg sein, was das Beste für unser Land ist.“

„Kassasturz“ soll zeigen, woher Geld kommen soll
Wo das Geld für Projekt wie eine unterirdische Bahn herkommen soll, das werde ein „Kassasturz“ nach der Wahl zeigen, betont Haslauer: „Damit wir wirklich wissen, wo wir stehen. Das Zweite ist, dass wir eine umfassende Strukturreform brauchen. Wir haben im Zuge der Finanzaffäre festgestellt, dass unsere Systeme vor 30, 40 Jahren stehengeblieben sind. Und das Dritte ist: Wien hat uns im Grunde genommen links liegen gelassen. Es geht darum, dass wir in Wien stärker präsent sind. Und da kommt natürlich dem Landeshauptmann oder der Landeshauptfrau eine ganz überragende Rolle zu - im Vergleich zu allen anderen Regierungsmitgliedern.“

Über die Fortschritte politischer Projekte solle die Regierung künftig auch im Internet berichten. Darauf habe der Bürger als Vertragspartner ein Recht.

Beste Grüße
VT
19.03.2013, 16:44#52
Wo das Geld für Projekt wie eine unterirdische Bahn herkommen soll, das werde ein „Kassasturz“ nach der Wahl zeigen, betont Haslauer
No na! Da sich dann (nach der Wahl) herausstellen wird, dass das Geld nicht vorhanden ist, braucht Herr Haslauer dann seine vollmundigen Wahlversprechen natürlich nicht einzulösen. Der hält wohl Gott und die Welt für deppert.
19.03.2013, 18:30#53
No na! Da sich dann (nach der Wahl) herausstellen wird, dass das Geld nicht vorhanden ist, braucht Herr Haslauer dann seine vollmundigen Wahlversprechen natürlich nicht einzulösen. Der hält wohl Gott und die Welt für deppert.
Das wird er nicht ohnehin müssen, da ich davon ausgehe, dass er nach der Wahl weg ist. Wahrscheinlich wusste er nicht, dass er seit 9 Jahren Verkehrslandesrat ist :D
19.03.2013, 19:22#54
Das wird er nicht ohnehin müssen, da ich davon ausgehe, dass er nach der Wahl weg ist. Wahrscheinlich wusste er nicht, dass er seit 9 Jahren Verkehrslandesrat ist
War der nicht auch schon mal Landeshauptmann oder erinnere ich mich da falsch? Dann wäre ja seine Amtszeit in die von ihm beklagten 30/40 Jahre gefallen, in denen es "Stillstand " gab. :D
19.03.2013, 20:16#55

War der nicht auch schon mal Landeshauptmann oder erinnere ich mich da falsch? Dann wäre ja seine Amtszeit in die von ihm beklagten 30/40 Jahre gefallen, in denen es "Stillstand " gab.

Dieser Wilfried Haslauer hier müßte seit 2004 Landeshauptmann-Stellvertreter sein. Sein Vater gleichen Namens war allerdings von 1977 bis 1989 Landeshauptmann. (vgl. hier und hier) :-)

Beste Grüße
VT
19.03.2013, 20:41#56
Das wird er nicht ohnehin müssen, da ich davon ausgehe, dass er nach der Wahl weg ist. Wahrscheinlich wusste er nicht, dass er seit 9 Jahren Verkehrslandesrat ist
War der nicht auch schon mal Landeshauptmann oder erinnere ich mich da falsch? Dann wäre ja seine Amtszeit in die von ihm beklagten 30/40 Jahre gefallen, in denen es "Stillstand " gab. :D
Nein, das war sein namensgleicher Vater. Haslauer Sen. trat 1989 nach dem Verlust der absoluten Mehrheit zurück.
12.12.2013, 09:43#57
Neue Verordnung Hindernis für Stadtregionalbahn

Eine neue Verordnung stellt für die Pläne einer Stadtregionalbahn in der Stadt Salzburg ein großes Hindernis dar: Alle Eisenbahnkreuzungen müssen demnach einen Schranken oder eine Ampel haben, was eine Bahnstrecke an der Alpenstraße schwierig macht.


Nach der neuen Eisenbahnkreuzungsverordnung müssen alle Kreuzungen zwischen Eisenbahnstrecken und Straßen entweder einen Schranken oder eine Ampel haben - ein Andreaskreuz als alleiniges Warnzeichen reicht nicht mehr aus.

Für die Pläne einer Bahnstrecke entlang der Alpenstraße vom Zentrum Richtung Süden bedeutet das einen herben Schlag, sagt Planungsstadtrat Johann Padutsch (Bürgerliste): Da die Alpenstraße zahlreiche Querstraßen und Einfahrten hat, die alle dann einen eigenen Schranken oder eine Ampelanlage bräuchten, wäre die Bahnstrecke nur noch am Mittelstreifen der Alpenstraße möglich.

Hitzige Debatte im Gemeinderat
Bekannt wurde die Neuregelung im Zuge einer hitzigen Debatte in der Stadtpolitik um ein Bauprojekt an der Alpenstraße: SPÖ, Bürgerliste und Freiheitliche beschlossen im Gemeinderat einen sechsstöckigen Neubau neben einem Wüstenrot-Haus. Satt der bisher reservierten acht Meter Abstand zur Alpenstraße wird der Neubau bis auf zwei Meter an die Alpenstraße heranragen.

Diesen Bebauungsplan wollte die Stadt-ÖVP verhindern - schließlich würde damit die Trasse für die Stadtregionalbahn blockiert kritisierte ÖVP-Klubobmann Christoph Fuchs: „Es steht mittlerweile außer Streit, dass eine Regional-Stadtbahn nur als Nebenbahn auf einem eigenen Gleiskörper geführt werden kann. Ich kann mich in diesem Bereich dann gar nicht mehr bewegen - das wird ein Flaschenhals der Sonderklasse.“

Padutsch: Bahntrasse hätte auch so Platz
Ausrichten konnte die ÖVP mit ihrer Kritik nichts - der Neubau wurde trotzdem genehmigt. Denn „mit 28 Metern Ausbaubreite der Alpenstraße ist die Stadtregionalbahn machbar und es bleiben trotzdem bis zu vier Fahrstreifen übrig“, betonte Planungsstadtrat Padutsch.

Link:
• Geplante Linienführung der Stadtregionalbahn

Beste Grüße
VT
20.03.2015, 17:22#58
Studie befürwortet regionale U-Bahn

Salzburg könnte bei der Lösung seines großen Nahverkehrsproblems einen Schritt weiter sein: Eine aktuelle Studie von Experten aus Karlsruhe beurteilt eine - teilweise unterirdische - Regionalbahn durch die Innenstadt als machbar und wirtschaftlich am zweckmäßigsten.

Verkehrs-Landesrat Hans Mayr (Team Stronach) will das Projekt nun rasch vorantreiben. Die gesamte Regionalpolitik stehe hinter dem Vorhaben.

[Video]

Alternative zu langsamen Obussen?

Seit Jahrzehnten geistert das Projekt „U-Bahn“ als vermeintliches Allheilmittel gegen den drohenden Verkehrsinfarkt durch Stadt- und Landespolitik. Immer wieder wurden aber auch alternative Vorschläge in die Diskussion eingeworfen, mit dem Effekt, dass Salzburg nie geschlossen auftrat und beim Bund kaum Gehör fand. Gleichzeitig ging der Anteil des öffentlichen Verkehrs am Gesamtverkehrsaufkommen in Salzburg stetig zurück.

Glaubt man Mayr, dann spricht Salzburg ab sofort nur noch mit einer Stimme: „Das ist mit allen abgesprochen, von der gesamten Landesregierung über Bürgermeister Heinz Schaden bis zur EuRegio und den betroffenen Gemeinden: Es gibt eine mit allen abgestimmte Meinung“, betont der Landesrat.

Kosten-Nutzen: Bahn bis Hallein

Die PTV Group aus Karlsruhe kam in ihrer gesamtwirtschaftlichen Bewertung zum Schluss, dass das Herzstück des Projektes mit mehreren Regionalbahnen aus Bayern und dem Salzburger Umland die Altstadtquerung ist. Von den drei möglichen Varianten liege das Nutzen-Kosten-Verhältnis bei der unterirdischen Lösung am höchsten, auch wenn diese die teuerste ist, was die Investitionskosten betrifft.

Lokalbahn bis Nonntal im Tunnel

Konkret sieht diese so aus, dass die beim Salzburger Hauptbahnhof bereits unter der Erde ankommende Salzburger Lokalbahn bis zur Akademiestraße im Süden der Stadt unterirdisch verlängert werden soll. Von dort soll sie oberirdisch am Rande der Alpenstraße bis zur Hellbrunner Brücke geführt werden. Geschätzte Kosten: rund eine halbe Milliarde Euro. Laut Studienautorin Petra Strauß sei allerdings die höchste Verkehrswirksamkeit gegeben, wenn die Bahn über Anif und Rif bis Hallein weitergeführt werde.

Wieder Regionalbahn bis Ischl?

Sämtliche anderen Regionalbahn-Projekte, die gemeinsam mit dem „Herzstück“ unter dem Namen „EuRegio-Bahnen“ laufen, sollen hinter diesem Vorhaben eingereiht werden, wobei die PTV-Priorisierung als nächstes eine Bahn über Thalgau nach Mondsee und danach eine Bahn über Berchtesgaden zum Königssee in Bayern vorsieht. Danach soll eine Regionalbahn nach Mattsee und schließlich eine zum Fuschlsee und in weiterer Folge bis Bad Ischl folgen.

Sehr lange Planungsphase

Ob Mayr überhaupt noch persönlich den symbolischen Spaten für den ersten Abschnitt in die Erde rammen darf, erscheint fraglich. Denn allein die Planungen für die Altstadtquerung sollen fünf bis sechs Jahre dauern. Für die anschließende Bauzeit wurde ungefähr derselbe Zeitraum genannt.

Noch ist es aber nicht soweit. Zunächst gilt es nämlich einmal, die Übernahme der Planungskosten von 30 bis 40 Millionen Euro auszuverhandeln und zu klären, wer die Planung koordiniert und durchführt. Und dann geht es erst ans Eingemachte: die Baukosten. Wobei sich der Landesrat - dank der nun angeblichen Geschlossenheit Salzburgs - zuversichtlich gibt: "Ich gehe davon aus, dass der Bund 50 Prozent übernimmt.

Publiziert am 16.03.2015
20.03.2015, 18:16#59
Klingt sehr gut, diese Idee! :daumenhoch: