"Wien ist nicht New-York - braucht Wien eine U-Bahn?"

58 Beiträge · Seite 2 von 3
07.02.2008, 08:06#21
Zitat
Original von ulf67
Das stimmt nicht! Nur London ist flächenmäßig größer als Wien, Paris ist wesentlich kleiner als Wien.


Sorry, aber in solchen Fällen musst du Verwaltungsgrenzen vergessen, da geht es um das durchgehend verbaute Gebiet und da ist Paris weeesentlich größer.

Ich weiß schon, gerade in Wien wird einem die Bedeutung der politischen Grenze ständig eingetrichtert aber ein funktionales städtisches System hält sich nicht an diese - und nach dem muss man das Verkehrsnetz ausrichten. Fortschrittliche Städte (z.B. Madrid) betreiben Stadt- und Verkehrsplanung für die ganze Agglomeration.

Übrigens: Istanbul ist noch größer als London und Paris und hat fast gar keine Metro... :)
07.02.2008, 08:24#22
RE: "Wien ist nicht New-York - braucht Wien eine U-Bahn?"
Zitat
Original von Clemens
Das Argument kann ich beim besten Willen nicht nachvollziehen. Gerade die Mariahilfer Straße ist breit genug, um einen Bereich zum Schlendern und einen Bereich für die Bim anzubieten.

Was in Summe sowieso egal ist, daß die Mariahilfer Straße auch jetzt keine Fußgängerzone ist, also hätte man die Straßenbahn sowieso belassen können.

Zitat
Original von schaffnerlos
Eine, wie man heute so schön sagt, ganzheitliche Betrachtungsweise war in den 60er gänzlich inexistent.

Naja die 60er sind meiner Meinung nach ja sowieso zum Vergessen. In der Zeit wurde eigentlich nur Blödsinn gemacht... Angefangen beim sozialen Wohnbau bis zur Verkehrspolitik.
Dieser Beitrag wurde 1-mal editiert, zuletzt von Linie 41 (07.02.2008, 08:26)
07.02.2008, 09:38#23
Zitat
Original von marsupialeater
Zitat
Original von ulf67
Das stimmt nicht! Nur London ist flächenmäßig größer als Wien, Paris ist wesentlich kleiner als Wien.


Sorry, aber in solchen Fällen musst du Verwaltungsgrenzen vergessen, da geht es um das durchgehend verbaute Gebiet und da ist Paris weeesentlich größer.

Ich weiß schon, gerade in Wien wird einem die Bedeutung der politischen Grenze ständig eingetrichtert aber ein funktionales städtisches System hält sich nicht an diese - und nach dem muss man das Verkehrsnetz ausrichten. Fortschrittliche Städte (z.B. Madrid) betreiben Stadt- und Verkehrsplanung für die ganze Agglomeration.

Übrigens: Istanbul ist noch größer als London und Paris und hat fast gar keine Metro... :)


madrid hat aber in den letzten 20 jahren sein metro-netz massiv ausgebaut - das passt aber nicht unter "fortschrittlich" für einige user hier :D

und dein letzter satz ist falsch: istanbul hat eine metro, sogar zwei systeme (wobei die ältere wohl eher nur ein scherz ist, aber egal)
07.02.2008, 10:22#24
Wien ist doch vor allem in Richtung Süden eh auch fast nur mehr ein Konglomerat Wienbrunnenzerslingdorf (Wien-Brunn-Maria Enzersdorf-Mödling-Vösendorf, letzteres nicht in der geographischen Lage gereiht, liegt ja eigentlich direkt neben Wien, nur nicht in gerader Linie mit den anderen Orten). Der ÖV ist trotzdem brav gesplittet in Wiener Stadtnetz, Mödlinger Stadtnetz, Postbus der in Liesing (ver-)endet und Schnellbahn. Einzig die WLB (die Brunn, Maria Enzersdorf und Mödling soweit ich das sehe nur am Rand touchiert) bildet eine gewisse Ausnahme. Da frage ich mich schon ob eine stärkere Vermaschung nicht sinnvoll wäre... denn schon Liesing ist zwar ein großer Umsteigeknoten, aber außer mit der Schnellbahn herzlich wenig mit der Innenstadt verbunden (und auch das nur mit Umsteigen oder Fußweg von Wien Mitte).

Eine U-Bahn nach Mödling halte ich trotzdem für den größten Holler aller Zeiten...

Auf der anderen Seite würde sich z.B. eine Weiterführung der S40 als Straßenbahn ins Zentrum von Klosterneuburg anbieten, ansonsten ist dort die Anbindung nicht so schlecht (außer, daß man ab 23:30 zu Fuß gehen oder ein Taxi nehmen darf).

Nur im Gemeindegebiet von Wien sind wir aktuell derzeit viel besser bedient als sinnvoll wäre... nur eine Verstärkung des 43ers könnte man überlegen, aber _keine_ U-Bahn (auch wenn dieser Ast noch den meisten Sinn ergäbe).

Außerdem würde ich überlegen, ob man nicht bei der Wiedereinführung von Oberflächenlinien Stationen des Bestandsnetzes auflassen sollte (Beispiel Neubaugasse und Zieglergasse zu einer Station zusammenlegen wenn 52 und 58 wieder verlängert werden).
Damit könnte man das Bestandsnetz straffen und zu einem effektiven Schnellverkehrsmittel machen.

Eine Verknüpfung mit dem ÖBB-Netz wäre wohl nur unter weitgehendem Neubau der Tunnelstrecken möglich... auch wenn sich U3-S45, U1-Schnellbahn und U4-S40 absolut anbieten würden.
Wenn man vom Stephansplatz direkt nach Gänserndorf fahren könnte, (und nebenbei Aderklaaerstraße auflassen) wäre die U1 Nord vielleicht sogar stärker frequentiert...
07.02.2008, 12:25#25
Zitat
Original von WeSt
Eine Verknüpfung mit dem ÖBB-Netz wäre wohl nur unter weitgehendem Neubau der Tunnelstrecken möglich... auch wenn sich U3-S45, U1-Schnellbahn und U4-S40 absolut anbieten würden.

Beim Hauptzollamt gab es ja früher eine Verknüpfung Stadtbahn-Staatsbahn (war ja damals noch derselbe Betreiber.

Und die U3 tauchte in früheren Planungen auch schon als S-Bahn auf, die von der Westbahn abgezweigt wäre - als Durchmesserlinie (wo das andere Ende gewesen wäre, weiß ich nicht, aber die Strecke hätte jedenfalls den Stephansplatz gequert).
07.02.2008, 12:47#26
Zitat
Original von Zebrasignal
Und die U3 tauchte in früheren Planungen auch schon als S-Bahn auf, die von der Westbahn abgezweigt wäre - als Durchmesserlinie (wo das andere Ende gewesen wäre, weiß ich nicht, aber die Strecke hätte jedenfalls den Stephansplatz gequert).

Wäre in Summe auch intelligenter gewesen, aber ein Vollbahntunnel kostet halt um einiges mehr -- wobei meiner Meinung nach auch hier zwei Varianten möglich gewesen wären:

a) Investitionskosten für den Vollbahntunnel noch einmal aufstocken und zusätzlichen Fernverkehrsgleisen.
b) ähnliche Fahrzeuge zu beschaffen, wie es sie beispielsweise in Karlsruhe gibt, dann hätte die Ausführung als Straßenbahntunnel genügt und der Übergang auf die Vollbahn wäre kein Problem gewesen.
Dieser Beitrag wurde 1-mal editiert, zuletzt von Linie 41 (07.02.2008, 12:47)
07.02.2008, 13:18#27
Zitat
Original von Linie 41
Wäre in Summe auch intelligenter gewesen, aber ein Vollbahntunnel kostet halt um einiges mehr -- wobei meiner Meinung nach auch hier zwei Varianten möglich gewesen wären:

a) Investitionskosten für den Vollbahntunnel noch einmal aufstocken und zusätzlichen Fernverkehrsgleisen.
b) ähnliche Fahrzeuge zu beschaffen, wie es sie beispielsweise in Karlsruhe gibt, dann hätte die Ausführung als Straßenbahntunnel genügt und der Übergang auf die Vollbahn wäre kein Problem gewesen.


Nein, ich finde es gut so, dass die Wiener Linien (sind ja bekanntlich auf Nahverkehr spezialisiert) die U-Bahnen bzw. die Tunnels nutzen. Die ÖBB wären nie im Stande bzw. es wäre gar nicht in deren Interesse einen Tunnel durch Wien mit ein paar S-Bahn Stationen zu betreiben. Schließlich macht man mit Nahverkehr nicht gerade das große Geld. Deswegen hätte man auch nur ein 10-Minuten S-Bahn-Intervall auf der heutigen U3 Strecke eingeführt ...
Weiters wissen die Wiener wo sie sind, wenn sie U-Bahn fahren. Bei der S-Bahn fährt (leider) immer ein gewisser Unmut mit: "Wohin fährt diese S-Bahn, zweigt sie wo vorher auf eine andere Strecke ab, fährt die in dichtem Intervall, braucht sie lange von A nach B, muss ich für die S-Bahn mehr bezahlen, ..."
Das alles kostet Fahrgäste. Deswegen bin ich auch dagegen, dass man eine U1, U3 oder U4 in eine S-Bahn Strecke umfunktionalisiert.
07.02.2008, 13:26#28
Zitat
Original von marsupialeater
Übrigens: Istanbul ist noch größer als London und Paris und hat fast gar keine Metro... :)

Weil dort 80% des Verkehrsaufkommens mit Auto, Moped und Taxi bewältigt wird.
07.02.2008, 13:30#29
Zitat
Original von D Wagen
Nein, ich finde es gut so, dass die Wiener Linien (sind ja bekanntlich auf Nahverkehr spezialisiert) die U-Bahnen bzw. die Tunnels nutzen. Die ÖBB wären nie im Stande bzw. es wäre gar nicht in deren Interesse einen Tunnel durch Wien mit ein paar S-Bahn Stationen zu betreiben. Schließlich macht man mit Nahverkehr nicht gerade das große Geld. Deswegen hätte man auch nur ein 10-Minuten S-Bahn-Intervall auf der heutigen U3 Strecke eingeführt ...
Weiters wissen die Wiener wo sie sind, wenn sie U-Bahn fahren. Bei der S-Bahn fährt (leider) immer ein gewisser Unmut mit: "Wohin fährt diese S-Bahn, zweigt sie wo vorher auf eine andere Strecke ab, fährt die in dichtem Intervall, braucht sie lange von A nach B, muss ich für die S-Bahn mehr bezahlen, ..."
Das alles kostet Fahrgäste. Deswegen bin ich auch dagegen, dass man eine U1, U3 oder U4 in eine S-Bahn Strecke umfunktionalisiert.

Alle die von Dir genannten Punkte sind keine prinzipiellen Probleme, sondern nur Zeichen der Unfähigkeit unserer Stadtregierung mit den ÖBB ordentlich zusammenzuarbeiten oder treffen auf Straßenbahnen und Autobusse genauso zu, wie auf die Londoner Underground oder den Pariser RER.
07.02.2008, 13:33#30
Zitat
Original von Clemens
Zitat
Original von marsupialeater
Übrigens: Istanbul ist noch größer als London und Paris und hat fast gar keine Metro... :)

Weil dort 80% des Verkehrsaufkommens mit Auto, Moped und Taxi bewältigt wird.


Ist an diesen beiden Bildern des Autobahnforums besonders schön zu sehen: ;)
www.autobahn-online.de/Bild1

www.autobahn-online.de/Bild2

Edit: Bilder sind leider zu groß geraten! :evil:
Dieser Beitrag wurde 2-mal editiert, zuletzt von D Wagen (07.02.2008, 22:30)
07.02.2008, 14:00#31
Na bumm. 8o Da steht ja wirklich alles. Sogar 4 bis mehrere Linienbusse hintereinader. Da übrlegt man es sich 2 Mal ob man so fährt oder nicht.

Aber sagt mal. Ist das am unteren Bild, links oben unter dem Wort "Vatan" ein GU230? Oder zumindest ein ähnliches Fahrzeug? Sieht nämlich fast so aus, wie einer unserer ehemaligen Gelenkbusse. Falls ja, wäre das ja das zweite Fahrzeug, dass einem wienerischen gleicht. Das andere wäre ein Straßenbahnzug, der unseren Silberpfeile ähnelt.

Schöne Grüße,
64/8
07.02.2008, 14:08#32
Die ÖBB und die WVB sind wie Hund und Katz...

So weit ich mich erinnere war es immer schon schwierig die Interessen der ÖBB, und der Wiener Linien unter einen Hut zu bekommen. Es könnte einem so vorkommen als würden sich beide Betreiber gegenseitig bei der Planung und sinnvollen Ergänzung ausschließen. Beide Systeme sollten besser aufeinander abgestimmt werden, damit hätte man schon viel erreicht.

Dass sogenannte Karlsruher Modell wäre in Wien durchaus Sinnvoll, da die Pendler rund um Wien schon vor Ort integriert werden könnten. In Karlsruhe wurden zuvor schwach frequentierte Eisenbahnlinien aufgelassen, doch dank der anschließenden sinnvollen Anbindung (und dichte Zugabfolge) an die Stadtbahn erhöhten sich die Fahrgastzahlen enorm. Und das hat seine guten Gründe, da DB und KVV schlicht und einfach dazu bereit waren, wovor sich die WVB und die ÖBB fürchten, Gleiskörper anzumieten/abzugeben, bzw eine Aufgabe zu teilen, welche gemeinsam besser gelöst werden könnte als an sich vorbeizufahren. Die "Nahverkehrs-Philosophie" der ÖBB und der WVB sind sehr weit voneinander entfernt, so das eine Annäherung von beiden Seiten doch nur Frustration auslösen kann. :)

Neue Lokalbahnen durch das Wiener Zentrum, in das Umland hinaus würde die Attraktivität des Wirtschaftsstandortes Wien zugute kommen, so wie es Karlsruhe erlebt hat. Die S-Bahn Wien fährt am Zentrum vorbei, einen Pendler aus dem Umland kann man nur beglückwünschen, wenn er keine weiteren Linien in Wien beanspruchen muß, um an seinen Arbeitsplatz zu finden, und somit nur einen Tarif beanspruchen muß. Genau das ist, so denke ich das Proplem der Wiener S-Bahn, die schwache Taktabfolge, die strikte tarifliche Trennung zu den WVB, zudem die ferne der Gleiskörper, bzw Stationen zu wichtigen Knotenpunkten.
In diesem Sinne hätte ich den Bau einer S-Bahn vom Westbahnhof aus durch die Innenstadt begrüßt, doch erst wenn eine sinnvolle Ergänzung zu den WLB hergestellt werden hätte können, indem die U-Bahn und die S-Bahn als ein städtisches Einheitssystem die volle Leistung eines Eisenbahnsystems in Anspruch hätte nehmen können.

Doch Glaube ich, ist und wird dass nie der Fall sein, anstatt Wien als einheitliches, vernetztes, durchstrukturiertes, und somit effektives Netz zum wohle der Einwohner selbst, und der Pendler zu gestalten, beharren beide Seiten auf ihrer starren Philosophie.

Zitat
Aber sagt mal. Ist das am unteren Bild, links oben unter dem Wort "Vatan" ein GU230? Oder zumindest ein ähnliches Fahrzeug? Sieht nämlich fast so aus, wie einer unserer ehemaligen Gelenkbusse. Falls ja, wäre das ja das zweite Fahrzeug, dass einem wienerischen gleicht. Das andere wäre ein Straßenbahnzug, der unseren Silberpfeile ähnelt.


Das selbe habe ich mich auch gerade gefragt :)

Edit: Auf neues Posting reagiert
Dieser Beitrag wurde 2-mal editiert, zuletzt von Hans Wurst (07.02.2008, 14:11)
07.02.2008, 14:11#33
Zitat
Original von 64/8
Sieht nämlich fast so aus, wie einer unserer ehemaligen Gelenkbusse. Falls ja, wäre das ja das zweite Fahrzeug, dass einem wienerischen gleicht. Das andere wäre ein Straßenbahnzug, der unseren Silberpfeile ähnelt.

Das sieht nach dem typischen Wagenkasten eines MAN SL 200 aus. Den gab's auch in Gelenkbusausführung.
Dieser Beitrag wurde 1-mal editiert, zuletzt von Clemens (07.02.2008, 14:13)
07.02.2008, 14:25#34
Zitat
Original von Clemens
Das sieht nach dem typischen Wagenkasten eines MAN SL 200 aus. Den gab's auch in Gelenkbusausführung.


Dazu auch:

http://de.wikipedia.org/wiki/VÖV-Bus

Das erklärt einigermaßen die Ähnlichkeit der verschiedenen Bustypen.
Dieser Beitrag wurde 1-mal editiert, zuletzt von Linie 41 (07.02.2008, 14:25)
07.02.2008, 15:49#35
Zitat
Die S-Bahn Wien fährt am Zentrum vorbei, einen Pendler aus dem Umland kann man nur beglückwünschen, wenn er keine weiteren Linien in Wien beanspruchen muß, um an seinen Arbeitsplatz zu finden, und somit nur einen Tarif beanspruchen muß.

*kopfkratz*
Wie erklärst du das?
Wir haben den VOR. Somit gilt auf Straßenbahn, U-Bahn, Bus und Schnellbahn ein einheitlicher Tarif. Beginnt der Pendler seinen Weg außerhalb von Wien (genauer der Kernzone) muß er ohnehin Außenzone(n) + Kernzone bezahlen, egal mit welchem Verkehrsmittel. Startet er innerhalb der Kernzone zahlt er sowieso nur für die Kernzone und kann auch fahren wo er will.

Also DAS Problem ist definitiv keines.

Umsteigezwänge machen den Weg unbequem und das Auto attraktiver, das sicher.
07.02.2008, 16:26#36
Zitat
Original von WeSt
Wir haben den VOR. Somit gilt auf Straßenbahn, U-Bahn, Bus und Schnellbahn ein einheitlicher Tarif. Beginnt der Pendler seinen Weg außerhalb von Wien (genauer der Kernzone) muß er ohnehin Außenzone(n) + Kernzone bezahlen, egal mit welchem Verkehrsmittel. Startet er innerhalb der Kernzone zahlt er sowieso nur für die Kernzone und kann auch fahren wo er will.

Wenn er nur die Bahn (ÖBB, Raaberbahn, WLB bis/ab Meidling) benutzt, dann reicht die Zone 111, die in Verbindung mit einer Außenzone tariflich einer Außenzone gleichgestellt ist. Der Preis für die Zone 111 alleine liegt zwischen jenem einer Außenzone und der Kernzone. Dazu kommen noch die Überlappungsbereiche einer Außenzone, welche in die Kernzone hineinreichen. Wer also nur Deutsch-Wagram - Floridsdorf mit dem Zug fährt, braucht keine Kernzone.
07.02.2008, 16:32#37
Zitat
Original von WeSt
Also DAS Problem ist definitiv keines.
Umsteigezwänge machen den Weg unbequem und das Auto attraktiver, das sicher.


Vielleicht ist das kein großes Problem, doch das kleine rote b in diesem Wort steht stellvertretend für den Pendler, der außerhalb dieser Kernzone einen Aufschlag zahlt und somit, wenn kein großes, ein kleines Problem hat. :)

Zumindest hatte ich dieses Problem (falls man es so bezeichnen möchte) mit der Linie S3, da ich eine Zeit lang in Hollabrunn einer Arbeit nachging, und somit für meine Heimreise nach Wien und zurück draufzahlen mußte. Spätestens seit dieser Erfahrung mit schwachen Intervallen, und zähen Reisegeschwindigkeiten wegen einer schlecht ausgebauter Strecke, habe ich mit dem Gedanken gespielt mir ein Auto zu kaufen.

Es ist nicht schön, eine Stunde auf den Zug zu warten während sich Fuchs und Hase am Bahndamm eine gute Nacht wünschen, um daraufhin nochmals eine Stunde nach Wien zu bummeln.

Edit: Hollabunn ist, bzw war damals eine vernachlässigte Region/Stadt, welcher es, durch einheitliche Preise, der angesprochenen Integration direkt vor Ort, wirtschaftlich sicherlich besser ergangen wäre. Der Infrastruktur hätte es auch nicht Schaden können. Schließlich wäre die Anbindung wesentlich besser, wenn man die Strecke für höhere Geschwindigkeiten ausbauen würde und mit dichten Intervallen betreiben würde. So wäre das der Ideale Ort für das eigene Haus mit Garten für den strapazierten Wiener geworden. :)
Dieser Beitrag wurde 7-mal editiert, zuletzt von Hans Wurst (07.02.2008, 16:53)
07.02.2008, 16:32#38
Zitat
Original von D Wagen
Edit: Bilder sind leider zu groß geraten! :evil:

Sind sie immer noch.
07.02.2008, 19:41#39
Zitat
Original von marsupialeater
Sorry, aber in solchen Fällen musst du Verwaltungsgrenzen vergessen, da geht es um das durchgehend verbaute Gebiet und da ist Paris weeesentlich größer.

Ich weiß schon, gerade in Wien wird einem die Bedeutung der politischen Grenze ständig eingetrichtert aber ein funktionales städtisches System hält sich nicht an diese - und nach dem muss man das Verkehrsnetz ausrichten.


Du hast natürlich Recht, aber gerade in Paris passiert das nicht, was du schreibst. Die Metro fährt fast nur innerhalb des Departements Paris. Die erreicht die Agglomeration fast gar nicht.

mfg ulf67
07.02.2008, 22:10#40
Bitte diese Riesen-Bilder rausnehmen :achtung: