Zukunftsvision Neue Liniendurchbindungen

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03.02.2009, 19:25#1
Nun, da der 3er und 4er offenbar Geschichte sind, bevor es sie überhaupt jemals gab, stellt sich die Frage, ob und welche anderen Linien man durchbinden sollte/könnte, um z.B. zwischen Schottentor und Oper das Intervall etwas zu verstärken oder Umsteigezwänge zu vermeiden.

Vielleicht kann ja in diesem Thread jeder Interessierte kurz zusammengefasst seine Ideen dazu vorstellen.
03.02.2009, 20:05#2
Eher utopisch:
3 (unter der Annahme, dass D nicht zu 3 wird): Neuwaldegg - Linie 43 - Südring - Stubentor - 74A bis St. Marx, während der HVZ vielleicht auch bis zum Enkplatz. Die Straßenbahn würde meiner Meinung nach sehr gut in die Landstraßer Hauptstraße passen. :)
03.02.2009, 20:20#3
Gut,dass der D-Wagen nicht zum 3er wird!!! :] =) :] =)
Möglich und hoffentlich auch sinnvoll wäre z.B.:
Linie 42 als 3 etc. : Antonigasse-Schottentor :ubahn:-westl. Ring-Schwarzenbergplatz- J.-Raab-Platz-Praterstern :sbahn: :ubahn:
Ob das eine gute Idee ist sollt bitte ihr entscheiden.......
03.02.2009, 21:43#4
Bleiben wir realistisch. Fakt ist, die Umbenennung des D-Wagen in 3 und die Verlängerung des 71er als Linie 4 bis zu Börse sind gerade an Lapalien gescheitert. Sollten die Wiener Linien also noch Versuche wagen das Ringkonzept zu vervollständigen, muß von zumindest folgenden Punkten ausgegangen werden:

1.) Eine weitere Ringlinie soll nach Möglichkeit das eher schwach ausgelastete Streckenstück zwischen Schottenring und Schwarzenbergplatz via Kai nicht benutzen.
2.) Umbauten an den Gleisanlagen dürfen sich maximal in der Größenordnung Bösendorferschleife befinden.
3.) Eine weitere Ringlinie soll den vollen Abschnitt zwischen Schottentor und Schwarzenbergplatz befahren.
4.) Änderungen an den Linien 1 und 2 werden nicht mehr durchgeführt.

Das schließt eine Reihe von Möglichkeiten von vorne herein aus, übrig bleiben ein paar wenige Optionen.

Reduzieren wir das auf folgende Fragestellungen:

a) Welche Linien im Westen können verlängert werden?
b) Welche Linien im Osten können verlängert werden?
c) Welche Linien eignen sich Intervallmäßig für eine Verknüpfung?

Eine Analyse der vorhandenen Gleisverbindungen führt zu folgenden Antworten:

Für eine Verlängerung kommen im Westen nur die Linien 31, 43 und 44 in Frage.
Für eine Übername des Streckenteils im Osten kommen nur die Linien 71 und eventuell der O-Wagen zwischen Matthäusschleife und Praterstern in Frage, sowie die Strecke 2 in der Lothringerstraße.
Betrachtet man noch die Intervalle, so könnte entweder jeder Zug der Linie 44 oder jeder zweite Zug der Linie 43 in den Ringverkehr eingebunden werden (in Folge Linie 4X genannt) alternativ auch jeder zweite Zug der Linie 31 (in Folge Linie 3X genannt).

Dies könnte folgende Konsequenzen haben:

Man führt die Linie 4X bis zur Bösendorferschleife
+ Wenig zusätzlicher Wagenaufwand für die Wiener Linien.
- Einbau einer Gleisverbindung am Schottentor notwendig.
- Der Abschnitt Oper–Schwarzenbergplatz wird nicht befahren.
- Der Abschnitt Börse–Schottentor wird nicht befahren.

Man führt die Linie 3X bis zur Bösendorferschleife
+ Wenig zusätzlicher Wagenaufwand für die Wiener Linien.
- Einbau einer Gleisverbindung am Schottenring notwendig.
- Der Abschnitt Oper–Schwarzenbergplatz wird nicht befahren.

Man führt die Linie 4X bis zur Schleife Karlsplatz
+ Der Abschnitt Oper–Schwarzenbergplatz wird befahren.
- Einbau einer Gleisverbindung am Schottentor notwendig.
- Der Abschnitt Börse–Schottentor wird nicht befahren.
- Die Lothringerstraße wird ohne jegliche Verkehrswert befahren.
- Größerer Wagenaufwand.

Man führt die Linie 3X bis zur Schleife Karlsplatz
+ Der Abschnitt Oper–Schwarzenbergplatz wird befahren.
+ Der Abschnitt Börse–Schottentor wird befahren.
- Einbau einer Gleisverbindung am Schottenring notwendig.
- Die Lothringerstraße wird ohne jegliche Verkehrswert befahren.
- Größerer Wagenaufwand.

Man führt die Linie 4X bis zum Praterstern über Urania–Radetzkyplatz und führt die Linie O bis zum Praterstern über Urania–Schwedenplatz–Heinestraße
+ Der Abschnitt Oper–Schwarzenbergplatz wird befahren.
+ Es werden zusätzliche umsteigefreie Verbindungen geschaffen.
- Der Abschnitt Börse–Schottentor wird nicht befahren.
- Einbau einer Gleisverbindung am Schottentor notwendig.
- Die Fahrzeit der Linie O zwischen Matthäusschleife und Praterstern erhöht sich geringfügig.
- Großer Wagenaufwand.
- Der Ostring wird trotz schwacher Auslastung befahren.

Man führt die Linie 3X bis zum Praterstern über Urania–Radetzkyplatz und führt die Linie O bis zum Praterstern über Urania–Schwedenplatz–Heinestraße
+ Der Abschnitt Oper–Schwarzenbergplatz wird befahren.
+ Der Abschnitt Börse–Schottentor wird befahren.
+ Es werden zusätzliche umsteigefreie Verbindungen geschaffen.
- Einbau einer Gleisverbindung am Schottenring notwendig.
- Die Fahrzeit der Linie O zwischen Matthäusschleife und Praterstern erhöht sich geringfügig.
- Großer Wagenaufwand.
- Der Ostring wird trotz schwacher Auslastung befahren.

Man führt die Linie 4X bis zur Leberschleife
+ Der Abschnitt Oper–Schwarzenbergplatz wird befahren.
+ Es werden zusätzliche umsteigefreie Verbindungen geschaffen.
- Einbau einer Gleisverbindung am Schottentor notwendig.
- Der Abschnitt Börse–Schottentor wird nicht befahren.
- Großer Wagenaufwand.
- Die Frage mit einer Intervallausdünnung am inneren 71er bleibt bestehen. Widerstand von Simmering.

Man führt die Linie 3X bis zur Leberschleife
+ Der Abschnitt Oper–Schwarzenbergplatz wird befahren.
+ Der Abschnitt Börse–Schottentor wird befahren.
+ Es werden zusätzliche umsteigefreie Verbindungen geschaffen.
- Einbau einer Gleisverbindung am Schottenring notwendig.
- Großer Wagenaufwand.
- Die Frage mit einer Intervallausdünnung am inneren 71er bleibt bestehen. Widerstand von Simmering.

Man führt nur einen Verstärker Lothringerstraße–Börse
+ Der Abschnitt Oper–Schwarzenbergplatz wird befahren.
+ Der Abschnitt Börse–Schottentor wird befahren.
o Mittlerer Wagenaufwand.
- Die Lothringerstraße wird ohne verkehrswert befahren.

Man führt nur einen Verstärker Bösendorferschleife–Börse
+ Der Abschnitt Börse–Schottentor wird befahren.
+ Geringer Wagenaufwand.
- Der Abschnitt Oper–Schwarzenbergplatz wird nicht befahren.

Man führt eine Linie Praterstern–Börse via Radetzkyplatz–Urania–Schwarzenbergplatz und führt die Linie O bis zum Praterstern über Urania–Schwedenplatz–Heinestraße
+ Der Abschnitt Oper–Schwarzenbergplatz wird befahren.
+ Der Abschnitt Börse–Schottentor wird befahren.
+ Es werden zusätzliche umsteigefreie Verbindungen geschaffen.
- Die Fahrzeit der Linie O zwischen Matthäusschleife und Praterstern erhöht sich geringfügig.
- Großer Wagenaufwand.
- Der Ostring wird trotz schwacher Auslastung befahren.

Man führt eine Verstärkerlinie Leberschleife–Börse
+ Der Abschnitt Oper–Schwarzenbergplatz wird befahren.
+ Der Abschnitt Börse–Schottentor wird befahren.
+ Es werden zusätzliche umsteigefreie Verbindungen geschaffen.
- Großer Wagenaufwand.
- Die Frage mit einer Intervallausdünnung am inneren 71er bleibt bestehen. Widerstand von Simmering.

Fazit: Wenn niemand mehr irgendwelche positiven Argumente findet, so hat jede dieser Optionen maximal gleich viele positive wie negative Punkte. Die Verlängerung der Linie 71 stünde definitiv besser da:
+ Der Abschnitt Oper–Schwarzenbergplatz wird befahren.
+ Der Abschnitt Börse–Schottentor wird befahren.
+ Es werden zusätzliche umsteigefreie Verbindungen geschaffen.
+ Geringer Wagenaufwand.
- Widerstand von Simmering.

Ich hoffe, ich habe mit bei der Kombinatorik nicht vertan. :D :D :D
Dieser Beitrag wurde 5-mal editiert, zuletzt von Linie 41 (06.02.2009, 10:34)
03.02.2009, 21:59#5
Zitat
Original von Linie 41
Man führt die Linie 3X bis zur Schleife Karlsplatz [...]
+ Der Abschnitt Börse–Schottentor wird nicht befahren.

Da ist ein "nicht" zuviel drin, oder? :-)

Zitat
- Einbau einer Gleisverbindung am Schottenring notwendig.

- Die Station "Schottenring U" wird dann aber wohl nicht mehr angefahren werden.

Beste Grüße
VT

EDIT: Quoting repariert
Dieser Beitrag wurde 1-mal editiert, zuletzt von VT 5081 (03.02.2009, 22:01)
03.02.2009, 22:47#6
Zitat
Original von VT 5081
Die Station "Schottenring U" wird dann aber wohl nicht mehr angefahren werden.

Wieso? Die Tramhaltestelle ist halt auf der anderen Seite der Ringstraße. Außerdem ohnehin nur jeder zweite Zug.
04.02.2009, 00:00#7
Die Teilung des 71ers in eine Linie 4 und eine HVZ-Linie 71 kommt sicher. Die Frage ist nur wann - oder anders gesagt, sobald man sich "traut", die lächerlichen Einwände der SPÖ-Simmering zu ignorieren! Schließlich brächte es für die Fahrgäste (das "Volk") nur Vorteile und dass sich immer ein paar Pufferküsser über alles aufregen, sogar über objektive Verbesserungen, wissen wir wohl zur Genüge! :rolleyes:
04.02.2009, 01:01#8
Zitat
Original von hema
Die Teilung des 71ers in eine Linie 4 und eine HVZ-Linie 71 kommt sicher.

Was macht Dich da so sicher?
04.02.2009, 08:34#9
Zitat
Original von Linie 41
Zitat
Original von hema
Die Teilung des 71ers in eine Linie 4 und eine HVZ-Linie 71 kommt sicher.

Was macht Dich da so sicher?

Das frag ich mich auch. Ich glaube an keine Verbesserungen bei der Wiener Tramway, bevor ich sie nicht mit eigenen Augen gesehen habe.
04.02.2009, 10:17#10
Meiner Meinung nach wäre eine Linie zwischen Praterstern und Karlsplatz (Praterstern - Taborstraße - Schwedenplatz - Schottenring - Schottentor - Dr.-Karl-Renner-Ring - Oper - Schwarzenbergplatz - Karlsplatz) ideal.
Diese Linie würde nicht nur die Linie 2 im Bereich Taborstraße entlasten und eine direkte Straßenbahnverbindung zwischen Schwedenplatz und Praterstern wiederherstellen, sondern auch die Funktion des geplanten 4ers übernehmen. Außerdem könnte man dann auch den 2er wieder mit A(1) betreiben.
Man bräuchte nur paar Meter zusätzliches Gleis im Bereich Schwedenplatz bauen, aber das ist ja in Wien bekanntlich immer sehr problematisch.
04.02.2009, 14:17#11
RE: Neue Liniendurchbindungen
Zitat
Original von 13er
Nun, da der 3er und 4er offenbar Geschichte sind, bevor es sie überhaupt jemals gab, stellt sich die Frage, ob und welche anderen Linien man durchbinden sollte/könnte, um z.B. zwischen Schottentor und Oper das Intervall etwas zu verstärken oder Umsteigezwänge zu vermeiden.

Vielleicht kann ja in diesem Thread jeder Interessierte kurz zusammengefasst seine Ideen dazu vorstellen.
Sorry, hab ich da etwas verschlafen? Woher stammt die Info, dass das Konzept nicht durchgezogen wird? Im Forum habe ich dazu nichts gefunden, und auch sonst bin ich noch auf keine diesbezügliche Info gestoßen.
04.02.2009, 14:27#12
RE: Neue Liniendurchbindungen
Zitat
Original von ziptul
Vielleicht kann ja in diesem Thread jeder Interessierte kurz zusammengefasst seine Ideen dazu vorstellen.
Sorry, hab ich da etwas verschlafen? Woher stammt die Info, dass das Konzept nicht durchgezogen wird? Im Forum habe ich dazu nichts gefunden, und auch sonst bin ich noch auf keine diesbezügliche Info gestoßen.[/quote]
Zumindest auf der Stadtverkehrsliste wurde dementsprechendes von Bezirkspolitikern zitiert. Und wann haben sich die WL schon gegen diese durchgesetzt?
04.02.2009, 14:38#13
Ich glaube nicht, daß eine (reguläre) Straßenbahnlinie aus Simmering jemals den Ring befahren wird ...
05.02.2009, 22:26#14
Zitat
Original von Linie 41
Man führt nur einen Verstärker Bösendorferschleife–Börse
...
- Die Lothringerstraße wird ohne verkehrswert befahren.
- Der Abschnitt Oper–Schwarzenbergplatz wird nicht befahren.


Das schließt sich irgendwie aus.

Fakt ist, das beste wäre ein langer 71er/4er - was aber auch sinnvoll wäre, wäre die Umstellung des 74A auf Straßenbahnbetrieb mit Einbindung in den Ring (eventuell bis Praterstern?). Aber das wäre ja wieder viel zu utopisch.

EDIT: [ vergessen
Dieser Beitrag wurde 1-mal editiert, zuletzt von 4010-fan (05.02.2009, 22:27)
06.02.2009, 16:29#15
RE: Neue Liniendurchbindungen
Zitat
Original von 13er
Und wann haben sich die WL schon gegen diese durchgesetzt?

8,21,25,31/5?
06.02.2009, 17:43#16
RE: Neue Liniendurchbindungen
Zitat
Original von ziptul
Zitat
Original von 13er
Und wann haben sich die WL schon gegen diese durchgesetzt?

8,21,25,31/5?

Und wo waren da die (entscheidenden, weil roten) Bezirkspolitiker dagegen?!
07.02.2009, 20:30#17
RE: Neue Liniendurchbindungen
Zitat
Original von 13er
die (entscheidenden, weil roten)
OK, klarer Punkt für dich.
Trotzdem ist das Ganze ein bisschen verwunderlich:
Ersatzlose Linieneinstellungen anlässlich von U-Bahn-Eröffnungen sind offensichtlich kein Problem, die Änderung und Zusammenlegung von J, N und 65 zu 1 und 2 war offensichtlich auch kein Problem, aber eine schnöde Umbenennung von 71 in 4 und D in 3 soll auf einmal ein Problem sein?
  • Ich würde mal sagen, dass der J für Ottakring und vor allem die Josefstadtvon der ideellen Bedeutung her nicht mehr oder weniger ist als der D für Alsergrund und Döbling.
  • Der N war eine vergleichsweise junge Linie, die außerdem ein bisserl Zick-Zack über den Donaukanal fuhr und so auffällig wie beim N am Schwedenplatz der meist 100%ige Fahrgastwechsel war, kann man auch gegen die Teilung kaum etwas sagen. Von da her ist dieser Punkt erklärbar.
  • Mit welchem Recht hat man den 65er aber einfach umbenannt. Ich sehe nicht, warum 65 weniger toll klingen sollte als 71.

Die Änderungen, die in Simmering möglicherweise bevorstehen, sind eigentlich eine völlig andere Sache. Bisher war von offizieller Seite immer nur zu hören, dass 71 zur Börse verlängert wird und 4 heißen soll. Alle Meldungen in puncto Verschlechterung für Simmering sind dementsprechend reine Phantasie.
Dass man da draußen natürlich etwas machen könnte, das ist schon klar. Ob die sinnvollen Maßnahmen allerdings durchsetzbar (umsetzbar sind sie alle mal, wenn man will) sind, ist eine andere Frage. Das würde nämlich heißen, dass ein 71er zwischen Kaiserebersdorf und Grillgasse pendelt, der 4er zum Zentralfriedhof (und da nur mit viel Glück weiter als bis zur ersten Schleife) fährt und der 6er zwischen Fickeystraße und der nächsten Wendemöglichkeit nach dem Matzleinsdorfer Platz (Murlingengasse?) verkehrt. Daneben werden dann (wenn sie Glück haben) ein paar Buslinien verlängert. Dann würde das Verkehrskonzept da draußen sinnvoll sein, ob das aber populär wäre, ist eine andere Frage. Ich würde ja den 71er über die Strecke 72 zur Schlachthausgasse verlängern (und als ausgleichende Demütigung gegenüber den Bezirksvertretern in 11 umbenennen).
07.02.2009, 21:04#18
RE: Neue Liniendurchbindungen
Zitat
Original von ziptul
Zitat
Original von 13er
Ersatzlose Linieneinstellungen anlässlich von U-Bahn-Eröffnungen sind offensichtlich kein Problem, die Änderung und Zusammenlegung von J, N und 65 zu 1 und 2 war offensichtlich auch kein Problem, aber eine schnöde Umbenennung von 71 in 4 und D in 3 soll auf einmal ein Problem sein?

Ich war zu Beginn auch ein wenig verwundert, warum von Ottakringer und Josefstädter Seite nicht mehr Einspruch kam. Aber das kann man erklären:
- Der 2er hat wesentlich längere Betriebszeiten als die alte Linie J (Beispiel: Wenn ich bei der 10er Marie war, dann brauchte ich gar nicht zu hoffen, noch mit dem J-Wagen heimfahren zu können, sondern habe gleich den 46er oder die U3 genommen). Da waren sie halt mal vernünftig genug, Betriebsverbesserungen nicht vom Namen abhängig zu machen.
- Der 2er ist eine viel wichtigere Linie als der J-Wagen und damit ist die Einstellungsgefahr oder Umwandlungsgefahr in einen Bus viel geringer (da es keine Schleife durch die Reichsratsstraße gibt, war die Gefahr immer da, den J-Wagen bis zum Gürtel zurückzuziehen und die Josefstädter Straße von einem Bus bedienen zu lassen oder gleich die ganze Strecke in einen 45A umzuwandeln).
- Die Josefstadt ist grün und ich tät mal sagen, die Grünen sind da eher pragmatisch als besonders "heimatverbunden".
- Und schlußendlich wurden wohl alle ein wenig überrascht, dass man Anfang Juli eine Änderung bekanntgibt, mit der wohl niemand so gerechnet hat, da es für die Straßenbahn in den letzten Jahrzehnten praktisch nur mehr Verschlechterungen gab, die dann schon Ende Oktober im Linienbetrieb umgesetzt wird.

In Simmering sitzt der Hatzl und wenn ich was über den gehört habe (von Freunden aus der Partei), dann war das nie etwas Gutes, so viel kann man sagen. Und für Simmering ist der 4er tatsächlich kein Vorteil: Durch die Ringrunde wird das Intervall sicher nicht stabiler als jetzt sein und die meisten Simmeringer benutzen den 71er eh nur als Zubringer zu U-Bahn und S-Bahn. Für die Landstraßer hätte es schon viel eher einen Sinn.

Die Umbenennung des D-Wagens ohne irgendeine Linienänderung ist vollkommener Unsinn und eine reine Geldverschwendung (und damit in der Direktion wohl umso beliebter). Würde den WL wirklich etwas an einem durchdachten Linienbezeichnungssystem liegen, dann gäbe es auch keinen O-Wagen, man hätte 40 und 41 schon längst umgedreht, den 67er geteilt usw., und man hätte die neuen Linien mit Buchstaben bezeichnet. Besonders jetzt, wo der D-Wagen bleibt wie er ist, war die ganze Aktion mit 1er und 2er total für die Fisch, man hätte genauso gut N und J oder andere Buchstaben nehmen können. Damit hätte man nach oben hin noch enorm viel Platz und müsste nicht erklären, warum 1-4 am Ring fahren und 5, 6, 9 und 10 weit weg davon...
09.02.2009, 12:28#19
RE: Neue Liniendurchbindungen
Zitat
Original von ziptul
Mit welchem Recht hat man den 65er aber einfach umbenannt. Ich sehe nicht, warum 65 weniger toll klingen sollte als 71.

"Er hat den 71er genommen" := "Er ist gestorben", da man mit dem 71er schon seit Ewigkeiten zum Zentral fährt und früher auch Leichentransporte über die Strecke 71 zum Zentral durchgeführt worden sind.
Ich kenne keine ähnliche Assoziation zu 65er.
09.02.2009, 12:51#20
Aber Grund für ein Umbenennungsverbot ist das auch keiner.