Zukunftsvision Ubahn in der Nacht!

90 Beiträge · Seite 4 von 5
25.09.2009, 18:53#61
Zitat
Original von Luki32
Und jetzt haben wir hier noch den blauen Wahlkampf. :daumenrunter:


Wie meinen? :rolleyes:
25.09.2009, 21:54#62
Nicht ungern entnehme ich ein Zitat aus dem Film "Indien" und passe es leicht an: 90% der von der "Heute" interviewten sind zu 100% Trotteln.
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ubahnwe.jpg
25.09.2009, 22:09#63
Zitat
Original von 13er
Nicht ungern entnehme ich ein Zitat aus dem Film "Indien" und passe es leicht an: 90% der von der "Heute" interviewten sind zu 100% Trotteln.


Und wieso ist man ein Trottel wenn man für eine U-Bahn in der Nacht ist ?(
Vor allem aus Fahrgastsicht ist das doch was positives. Wer würde da nicht ja sagen?
25.09.2009, 22:12#64
Zitat
Original von 5er-Franzi
Und wieso ist man ein ******* wenn man für eine U-Bahn in der Nacht ist ?(
Vor allem aus Fahrgastsicht ist das doch was positives. Wer würde da nicht ja sagen?

Derjenige, der auch nur eine Sekunde vorher nachdenkt, dass a) eine U-Bahn in der Nacht extrem viel Geld kosten würde (Steuerzahlergeld), b) eine wesentlich schlechtere Verbindung darstellt als die Nachtbusse, die oftmals Durchgangslinien sind und c) die Intervalle natürlich nicht den Tagesintervallen entsprechen würden.

Das erfordert wirklich kein Spezialwissen, dazu braucht man nur ein wenig Hirn und muss schon einmal Nachtbus gefahren sein.
25.09.2009, 22:18#65
Zitat
Original von 13er
Zitat
Original von 5er-Franzi
Und wieso ist man ein ******* wenn man für eine U-Bahn in der Nacht ist ?(
Vor allem aus Fahrgastsicht ist das doch was positives. Wer würde da nicht ja sagen?

Derjenige, der auch nur eine Sekunde vorher nachdenkt, dass a) eine U-Bahn in der Nacht extrem viel Geld kosten würde (Steuerzahlergeld), b) eine wesentlich schlechtere Verbindung darstellt als die Nachtbusse, die oftmals Durchgangslinien sind und c) die Intervalle natürlich nicht den Tagesintervallen entsprechen würden.

Das erfordert wirklich kein Spezialwissen, dazu braucht man nur ein wenig Hirn und muss schon einmal Nachtbus gefahren sein.


a) Es wird so viel Steuergeld unnötig ausgegeben, auf das kommt es wirklich nicht an
b) Das ist Unsinn. Mit der U-Bahn bin ich deutlich schneller unterwegs als mit dem Bus. Auch wenn man auf manchen Strecken umsteigen müsste (wie eben am Tag) wäre es doch eine deutliche Verbesserung.
c) das hat auch niemand behauptet.

Die Streckenführung der Nachtbusse ist, wie eh schon öfters erwähnt, teilweise ein Witz und Verspätungen sind sehr häufig.
25.09.2009, 22:35#66
Zitat
Original von 5er-Franzi
b) Das ist Unsinn. Mit der U-Bahn bin ich deutlich schneller unterwegs als mit dem Bus. Auch wenn man auf manchen Strecken umsteigen müsste (wie eben am Tag) wäre es doch eine deutliche Verbesserung.

Am Tag glaube ich dir das, aber in der Nacht braucht der N49 auch nicht viel länger für die Mariahilfer Straße als die U3 (8 Min. N49 Getreidemarkt - WBF, 4 Min. U3 VT - WBF). Dafür habe ich wesentlich mehr und bequemere Haltestellen und keine endlosen Zugangswege.
Zitat
Original von 5er-Franzi
c) das hat auch niemand behauptet.

Das liest du doch deutlich aus den Kommentaren heraus, dass die Menschen genau das glauben: Anstatt lange auf den Nachtbus zu warten werden sie halt lange auf die nächste U-Bahn warten.
Zitat
Original von 5er-Franzi
Die Streckenführung der Nachtbusse ist, wie eh schon öfters erwähnt, teilweise ein Witz und Verspätungen sind sehr häufig.

Ich kann nur für "meine" Linien sprechen und da bin ich äußerst zufrieden, dass diese annähernd dieselbe Linienführung wie die Tageslinien haben (N43, N46, N49). Der N49 ist ohnehin unschlagbar. In 10 Minuten von der Oper am Westbahnhof. Wie willst du das mit der U-Bahn schaffen? Allein die reine Fahrzeit von U4 - U6 ist 10 Minuten. Da ist das Hinuntergehen am Karlsplatz und das Hinauf- und Hinuntergehen bei der Längenfeldgasse noch gar nicht eingerechnet!
25.09.2009, 22:44#67
Kein Vorschlag kann so blöd sein, daß sich nicht noch Blödere finden, die ihn gutheißen! Die Nacht-U-Bahn ist der mit Abstand größte Schwachsinn der letzten Jahre. Kein Wunder, kommt er doch von den in Verkehrsfragen gleichermaßen inkompetenten "Schwarzen" und "Blauen". Hat schon einmal jemand darüber nachgedacht, wie sinnvoll es ist, abgesehen von allen anderen Kosten verursachenden Begleiterscheinungen, statt eines 150 Personen fassenden Gelenkbusses einen Vierwagen-U-Bahnzug mit nach gleichem Schlüssel wie der Bus berechneten Fassungsraum von rund 830 Personen auf die Strecke zu schicken? Wo bleibt da jeder Sinn für Realität? Kurz zusammengefaßt, der Nachtbus ist sicher in einigen Bereichen verbesserungsfähig und -würdig, aber eine Nacht-U-Bahn können nur Vollidioten fordern.
25.09.2009, 23:21#68
Zitat
Original von 13er
Am Tag glaube ich dir das, aber in der Nacht braucht der N49 auch nicht viel länger für die Mariahilfer Straße als die U3 (8 Min. N49 Getreidemarkt - WBF, 4 Min. U3 VT - WBF). Dafür habe ich wesentlich mehr und bequemere Haltestellen und keine endlosen Zugangswege.

Reumannplatz-Leooldau: U1: 26 Min / N67, N25: 1h 09 Min
Ottakring-Simmering: U3: 25 Min / N46, N71: 50 Min
Siebenhirten-Floridsdorf: U6: 31 Min / N64 / N31 1h 16 Min

Ich glaube ich brauche nichts weiter zu sagen. ;)

Zitat

Das liest du doch deutlich aus den Kommentaren heraus, dass die Menschen genau das glauben: Anstatt lange auf den Nachtbus zu warten werden sie halt lange auf die nächste U-Bahn warten.

Bei der "Lilla" ja, aber sonst eigentlich nicht.

Zitat

Ich kann nur für "meine" Linien sprechen und da bin ich äußerst zufrieden, dass diese annähernd dieselbe Linienführung wie die Tageslinien haben (N43, N46, N49). Der N49 ist ohnehin unschlagbar. In 10 Minuten von der Oper am Westbahnhof. Wie willst du das mit der U-Bahn schaffen? Allein die reine Fahrzeit von U4 - U6 ist 10 Minuten. Da ist das Hinuntergehen am Karlsplatz und das Hinauf- und Hinuntergehen bei der Längenfeldgasse noch gar nicht eingerechnet!

Natürlich gibt es für einige Relationen Nachteile. Dafür aber auf den "wichtigen" Verbindungen, siehe oben, deutlich kürzere Fahrzeiten.

Zitat
Original von Revisor
Kein Wunder, kommt er doch von den in Verkehrsfragen gleichermaßen inkompetenten "Schwarzen" und "Blauen".

... und Grünen :lampe:

Zitat

Hat schon einmal jemand darüber nachgedacht, wie sinnvoll es ist, abgesehen von allen anderen Kosten verursachenden Begleiterscheinungen, statt eines 150 Personen fassenden Gelenkbusses einen Vierwagen-U-Bahnzug mit nach gleichem Schlüssel wie der Bus berechneten Fassungsraum von rund 830 Personen auf die Strecke zu schicken? Wo bleibt da jeder Sinn für Realität?

Da stimme ich zu, vorausgesetzt die Kapazität der Busse reicht aus. Am N25 bekommt man zwischen Ring und Kagran oft keinen Sitzplatz. Wenn der Bedarf in den nächsten Jahren weiter steigt, kann man schon über eine U-Bahn nachdenken.

Zitat

eine Nacht-U-Bahn können nur Vollidioten fordern.

Dann sind also die Berliner Vollidioten. :rolleyes:

Versteht mich nicht falsch, ich fordere keine Nacht-U-Bahn, aber es ist überhaupt nicht verwunderlich wenn der Otto Normalfahrgast sich so etwas wünscht. Oder besser gesagt, "ja sagt" wenn er danach gefragt wird ob man so etwas einführen soll.
Wirtschaftlichkeit hin oder her, über sowas macht man sich als 0815-Fahrgast keine Gedanken. Für den zählt nur, wie komm ich möglichst schnell und einfach von A nach B. Und da schlägt die U-Bahn den Bus um Längen.
Abgesehen davon dass die U-Bahn ja "cool" usw. ist, im Gegensatz zum langweiligen Bus. :D
25.09.2009, 23:31#69
Zitat
Original von 5er-Franzi
Ottakring-Simmering: U3: 25 Min / N46, N71: 50 Min

Und was soll das bitte aussagen?! Die Anzahl der Menschen, die in Ottakring fortgehen und dann nach Simmering heim müssen, ist doch mehr als verschwindend gering. Die breite Masse geht irgendwo im 1. oder den anderen Innenbezirken (v.a. 7 bis 9 bzw. Gürtel) weg und will dann irgendwann nach Hause.
25.09.2009, 23:31#70
Zitat
Original von 5er-Franzi
Zitat
Original von 13er
Am Tag glaube ich dir das, aber in der Nacht braucht der N49 auch nicht viel länger für die Mariahilfer Straße als die U3 (8 Min. N49 Getreidemarkt - WBF, 4 Min. U3 VT - WBF). Dafür habe ich wesentlich mehr und bequemere Haltestellen und keine endlosen Zugangswege.

Reumannplatz-Leooldau: U1: 26 Min / N67, N25: 1h 09 Min
Ottakring-Simmering: U3: 25 Min / N46, N71: 50 Min
Siebenhirten-Floridsdorf: U6: 31 Min / N64 / N31 1h 16 Min

Ich glaube ich brauche nichts weiter zu sagen. ;)


So gut wie niemand will in der Nacht von der einen U-Bahn-Endstation zur anderen fahren. Fast alle Fahrgäste wollen aus dem Zentrum stadtauswärts. Deshalb hat es keinen Sinn diese Zeiten so zu vergleichen, auch deshalb weil dadurch am Ring einiges an Zeit verloren geht. Weiters erspart man sich mit dem Nachtbus oft lange Wege zu den Stationen und in den Stationen (Zugänge, etc.)
25.09.2009, 23:33#71
Zitat
Original von 5er-Franzi
Natürlich gibt es für einige Relationen Nachteile. Dafür aber auf den "wichtigen" Verbindungen, siehe oben, deutlich kürzere Fahrzeiten.


Genau. Weil Siebenhirten-Floridsdorf ja so eine wichtige Verbindung ist. :rolleyes:

Zitat

... und Grünen :lampe:


Die Grünen sind sicher die Partei mit den vernünftigsten Ansichten zum Thema Stadtverkehr und vor allem die einzige, die nicht den MIV als heiligen Gral ansehen.

Zitat

Da stimme ich zu, vorausgesetzt die Kapazität der Busse reicht aus. Am N25 bekommt man zwischen Ring und Kagran oft keinen Sitzplatz. Wenn der Bedarf in den nächsten Jahren weiter steigt, kann man schon über eine U-Bahn nachdenken.


Bekommt man einen Stehplatz, reicht die Kapazität aus.

Zitat

Dann sind also die Berliner Vollidioten. :rolleyes:


Ich habe gar nicht gewusst, dass Wien und Berlin ein und dieselbe Stadt sind.
25.09.2009, 23:45#72
Zitat
Original von 13er
Und was soll das bitte aussagen?! Die Anzahl der Menschen, die in Ottakring fortgehen und dann nach Simmering heim müssen, ist doch mehr als verschwindend gering. Die breite Masse geht irgendwo im 1. oder den anderen Innenbezirken (v.a. 7 bis 9 bzw. Gürtel) weg und will dann irgendwann nach Hause.


Zitat
Original von umweltretter
So gut wie niemand will in der Nacht von der einen U-Bahn-Endstation zur anderen fahren. Fast alle Fahrgäste wollen aus dem Zentrum stadtauswärts. Deshalb hat es keinen Sinn diese Zeiten so zu vergleichen, auch deshalb weil dadurch am Ring einiges an Zeit verloren geht. Weiters erspart man sich mit dem Nachtbus oft lange Wege zu den Stationen und in den Stationen (Zugänge, etc.)


Dann fahren wir halt vom Schwedenplatz nach Leopoldau. Mit der U1: 17 Min, mit dem N25: 44 Min. Immer noch deutlich länger!

Zitat
Original von Zug fährt ab!
Ich habe gar nicht gewusst, dass Wien und Berlin ein und dieselbe Stadt sind.

?(
In Berlin gibt's eine U-Bahn am Wochenende. Folglich Revisors Aussage müssten alle Berliner (und andere Städe mit Nacht-U-Bahn) Vollidioten sein.
26.09.2009, 10:48#73
Zitat
Original von 5er-Franzi
Dann fahren wir halt vom Schwedenplatz nach Leopoldau. Mit der U1: 17 Min, mit dem N25: 44 Min. Immer noch deutlich länger!

Dies trifft sicher auf einige Linien zu. Man kann immer etwas optimieren, gerade die transdanubische Linienführung scheint ja weniger gut gewählt zu sein. Andererseits soll man das Kind nicht mit dem Bade ausschütten: Man könnte eher schauen, ob man den N beschleunigen kann, bevor man gleich die U1 fahren lässt.
26.09.2009, 10:50#74
@5er-franzi
und wann sollen die ganzen revisionen, reinigungen etc. erfolgen??

wenn diese anfallen, dann gibts ja eh einen SEV . sinnvoll ?? 8-)

ich geb dir aber recht, lassen wir die nachtbusse auf, und betreiben NUR die u-bahn.

verreckst halt dann am simmeringer platz oder mitten am jonas platz usw. :] :] :]
26.09.2009, 10:58#75
Zitat
Original von 5er-Franzi
b) Das ist Unsinn. Mit der U-Bahn bin ich deutlich schneller unterwegs als mit dem Bus. Auch wenn man auf manchen Strecken umsteigen müsste (wie eben am Tag) wäre es doch eine deutliche Verbesserung.

Schwachsinn. Fahr mal um zwei in der Nacht von der Troststraße zum Schottentor, da bist um ganze 7 Minuten mit dem Bus schneller als tagsüber mit St. U-Bahn. Bei der Weiterfahrt nacht Gersthof wird dieser Vorteil dann leider wieder zu nichte gemacht, weil man 12 Minuten auf den N41 wartet und dieser dann bei der Volksoper noch mal 7 Minuten verblödelt. Rechnet man dann aber für theoretische HVZ nochmal 5-10 Minuten langsamere Fahrzeit dazu, wäre man mit den Linien 66 und E2 immer noch fast genau so schnell wie heute mit 67, U1, U2, 40 (und muß außerdem weniger umsteigen).
Dieser Beitrag wurde 1-mal editiert, zuletzt von Linie 41 (26.09.2009, 10:58)
26.09.2009, 11:15#76
RE: @5er-franzi
Zitat
Original von ustrab
und wann sollen die ganzen revisionen, reinigungen etc. erfolgen??

In den Nächten von So auf Mo, Mo auf Di, Di auf Mi, Mi auf Do und Do auf Fr :lampe: Sollte eigentlich ausreichend Zeit dafür sein.

Zitat

ich geb dir aber recht, lassen wir die nachtbusse auf, und betreiben NUR die u-bahn.

verreckst halt dann am simmeringer platz oder mitten am jonas platz usw. :] :] :]

Hat ja niemand gefordert die Busse aufzulassen und nur die U-Bahn zu betreiben.

Zitat
Original von Linie 41
Schwachsinn. Fahr mal um zwei in der Nacht von der Troststraße zum Schottentor, da bist um ganze 7 Minuten mit dem Bus schneller als tagsüber mit St. U-Bahn. Bei der Weiterfahrt nacht Gersthof wird dieser Vorteil dann leider wieder zu nichte gemacht, weil man 12 Minuten auf den N41 wartet und dieser dann bei der Volksoper noch mal 7 Minuten verblödelt. Rechnet man dann aber für theoretische HVZ nochmal 5-10 Minuten langsamere Fahrzeit dazu, wäre man mit den Linien 66 und E2 immer noch fast genau so schnell wie heute mit 67, U1, U2, 40 (und muß außerdem weniger umsteigen).

Wie gesagt, es wird immer Relationen geben die man mit der U-Bahn schneller ist und welche wo man langsamer wäre. Insgesamt würde die U-Bahn aber deutlich schneller sein, wie zB schon oben als Beispiel U1/N25 angegeben.
Dieser Beitrag wurde 1-mal editiert, zuletzt von 5er-Franzi (26.09.2009, 11:15)
26.09.2009, 11:20#77
RE: @5er-franzi
Zitat
Original von 5er-Franzi

Hat ja niemand gefordert die Busse aufzulassen und nur die U-Bahn zu betreiben.


wenn die u bahn fährt, dass braucht man keine busse mehr !

ps. und pass auf, dass du dir jetzt nicht widersprichst. 8-) 8-) 8-)
26.09.2009, 11:39#78
RE: @5er-franzi
Zitat
Original von ustrab
wenn die u bahn fährt, dass braucht man keine busse mehr !

ps. und pass auf, dass du dir jetzt nicht widersprichst. 8-) 8-) 8-)


Natürlich, auf jenen Relationen wo keine U-Bahn fährt. Man könnte auch Nacht-Straßenbahnen einführen, wie in Linz. 8-)
26.09.2009, 12:57#79
RE: @5er-franzi
Zitat
Original von 5er-Franzi
Man könnte auch Nacht-Straßenbahnen einführen . . . .

Der war gut! :D


Dann krieg mal die Gewerkschaft dazu, dem zuzustimmen!
26.09.2009, 20:53#80
RE: U-Bahn in der Nacht
Es soll einen gar nicht so kleinen Kreis an Personen geben, die ein (obwohl unberechtigterweise) negatives Vorurteil (unsicher, keine Streckenkenntnis über Linienführung, zu kompliziert, ...) bezüglich des Nachtbusses haben und diesen deswegen nicht in Anspruch nehmen.

Um mal eines klar zu stellen. Ein 24h-Netz existiert und funktioniert nicht nur in Berlin, sondern auch in einigen anderen Städten Europas (vorwiegend Deutschland). Dass Wien anders ist, ist uns allen bekannt! Aus diesem Grund akzeptiere ich, dass man den Fortschritt oder zumindest den Versuch bzw. die Erfahrung scheut, ein 24h-Netz einzuführen. Mit dem Bau von Straßenbahnneubaustrecken in naher Zukunft habe ich übrigens schon abgeschlossen. Ich betrachte dies jetzt auch nicht mit Wehmut - vielmehr besitze ich die nötige Realität und akzeptiere es einfach, dass man sich gegen (mögliche) Verbesserungen und Fortschritt mit allen Mitteln wehrt und konservativ bleibt.

Trotzdem nehme ich mir die Freiheit - als Anhang - ein mögliches 24h-Netz zu posten.
Bild


Ich habe den Namen "Metrobus" und "Metrotram" gewählt, weil es so für den durchschnittlichen Fahrgast am einfachsten und einprägsamsten ist, auf welche Linie er/sie sich nun auch am Wochenende in der Nacht verlassen kann und auf welche Linie er vergeblich nach 23:00h wartet.
Mit dem 24h-Netz wird gleichzeitig ein von mir schon oft beobachtetes Phänomen beseitigt. Ab ca. 23:00 beginnt in den Verkehrsmitteln der Tageslinien die "tote Zeit" - sie verkehren also mit einer nur sehr schlechten Auslastung. Dies ist aber nicht weiter verwunderlich, da man ab dieser Uhrzeit nicht wirklich mehr damit rechnen kann, jetzt spontan noch einen Anschluss zu erreichen oder nicht. Diese Unsicherheit trägt sicher maßgeblich zur schlechten Auslastung zwischen ~ 23:00 Uhr und ~01:00 Uhr bei. Ab 01:00 Uhr ist der Nachtverkehr voll hochgefahren und es kann wieder mit sicheren, jedoch eingeschränkten Verbindungen gerechnet werden.
Dank der durchgehenden Betriebszeiten der Metrolinien kann sich der Fahrgast sicher sein, seinen Anschluss auch in einer Zeit zwischen 23:00 Uhr und 05:00 Uhr zu erreichen. Durch das "M" vor der Liniennummer merkt auch der Fahrgast sofort im Tagesverkehr, dass diese Linie ebenfalls in der Nacht durchgängig verkehrt - dies bringt Sicherheit und eventuell auch mehr Fahrgäste. Nicht zuletzt erfährt die Linie eine zusätzliche Aufwertung.

Einige werden jetzt sicher mit den enormen Kosten argumentieren. Doch auch hier sollte man sich nicht scheuen, wenigstens zu versuchen (auf eine vorher vereinbarte begrenzte Zeitspanne), neue Lösungswege zu gehen. Hier hilft wieder einmal der Blick über den Tellerrand, den Personen mit Scheuklappen nur all zu gerne meiden, ja sogar fast aggresiv darauf reagieren.
Wenn wir nach Berlin schauen, dann sieht man, dass man hier das Problem mit den Kosten in den Griff bekommen hat, indem man das Nachtnetz (Samstag/Sonntag) einfach bis 07:00/08:00 Uhr betreibt. Und sind wir doch einmal ehrlich - habt ihr schon einmal einen vollen 33er oder 42er Samstag oder gar Sonntag Früh gesehen? Ich kann zumindest für die Linie D sprechen und da wird Sonntag vor 10:00 Uhr bis auf ganz, ganz wenig Einzelfälle Luft befördert.