[PM] Einstellung von Nebenbahnen befürchtet
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26.09.2009, 12:47#21
ZitatOriginal von 5er-Franzi
ZitatOriginal von lachkater
Nördlich davon bis zum derzeitigen Ende der A5 bei Schrick wird es keine Bundestraße neben der A5 mehr geben..
Doch, es wird die B7 auch weiterhin durchgehend geben, nur schmäler.
Dort wo die A5 auf der Trasse der alten B7 gebaut wird, hat man neben der A5 eine neue, schmälere Trasse für die B7 errichtet.
Die derzeitige schmale Ersatzstraße mit einem Tempolimit von 70 km wird nach nach Eröffnung der A5 im Jänner 2010 gesperrt. Nördlich von Gaweinstal bis zum vorläufigen Ende der A5 fährt man jetzt schon einspurig mit Gegenverkehr auf dem Autobahnteilstück und die ehemalige Ersatzstrasse ist schon gesperrt..
(Ps.: Letzten Dienstag erstmals beobachtet, da ich Dienstags immer berufsbedingt nach Walterskirchen muß..)
26.09.2009, 12:50#22
ZitatOriginal von lachkater
Die derzeitige schmale Ersatzstraße mit einem Tempolimit von 70 km wird nach nach Eröffnung der A5 im Jänner 2010 gesperrt. Nördlich von Gaweinstal bis zum vorläufigen Ende der A5 fährt man jetzt schon einspurig mit Gegenverkehr auf dem Autobahnteilstück und die ehemalige Ersatzstrasse ist schon gesperrt..
(Ps.: Letzten Dienstag erstmals beobachtet, da ich Dienstags immer berufsbedingt nach Walterskirchen muß..)
Da hast du was missverstanden.

Auf der B7 wird derzeit ein neuer Asphalt aufgetragen und deshalb der Verkehr über die A5 umgeleitet. Von 14. bis heute zwischen Gaweinstal und Schrick, von 5. bis 17. Oktober zwischen Wolkersdorf und Hochleithen. (siehe: http://www.bonaventura.co.at/cgi-bin/TCgi.cgi?Target=home&P_Txt=66) Dann wird die B7 wieder eröffnet.
27.09.2009, 22:48#23
Das von dir kritisierte Stück ist schlicht immer noch nicht ganz fertig, es fehlen aber nur mehr ein paar Meter. Jetzt wechselt man ja von WIen kommend vor dem Stück auf der Autobahn auf einer extrem breiten Brücke über die A5 und dann im Niveau wieder zurück. Kommt man aber von Norden sieht man, daß diese B7-Trasse fast bis zum erwähnten ersten Schwenk führt.
Das einzige Stück wo die aktuelle Führung deutlich vom Endstadium abweicht ist die alte Umfahrung Wolkersdorf, dort soll die B7 offensichtlich wieder durch den Ort geführt werden.
OT: Die Streckenführung während der Bauarbeiten war schon teilweise heiter... jedesmal wenn ich dort gefahren bin eine neue Überraschung drin.
Das einzige Stück wo die aktuelle Führung deutlich vom Endstadium abweicht ist die alte Umfahrung Wolkersdorf, dort soll die B7 offensichtlich wieder durch den Ort geführt werden.
OT: Die Streckenführung während der Bauarbeiten war schon teilweise heiter... jedesmal wenn ich dort gefahren bin eine neue Überraschung drin.
27.09.2009, 23:43#24
ZitatOriginal von WeSt
Das von dir kritisierte Stück ist schlicht immer noch nicht ganz fertig, es fehlen aber nur mehr ein paar Meter. Jetzt wechselt man ja von WIen kommend vor dem Stück auf der Autobahn auf einer extrem breiten Brücke über die A5 und dann im Niveau wieder zurück. Kommt man aber von Norden sieht man, daß diese B7-Trasse fast bis zum erwähnten ersten Schwenk führt.
Tut mir leid aber da kann ich dir jetzt nicht folgen.

Zitat
Das einzige Stück wo die aktuelle Führung deutlich vom Endstadium abweicht ist die alte Umfahrung Wolkersdorf, dort soll die B7 offensichtlich wieder durch den Ort geführt werden.
OT: Die Streckenführung während der Bauarbeiten war schon teilweise heiter... jedesmal wenn ich dort gefahren bin eine neue Überraschung drin.
Ja die alte Umfahrung war im nördlichen Bereich zu eng/kurvig und daher muss die neue A5-Trasse weiter westlich geführt werden um die vorgeschriebenen Radien für Autobahnen einzuhalten. Das machte auch die komplizierte Streckenführung während der Bauarbeiten notwendig, zum Teil auf einem extra errichteten Provisorium von der neuen Trasse über eine künftige Grünbrücke hin zur alten Trasse, die jetzt gerade aberissen wird.
Nach Fertigstellung der A5 wird die B7 wieder durch Wolkersdorf führen. Eigentlich hätte man sich das abmontieren der blauen 7er damals nach Eröffnung der Umfahrung sparen können.

28.09.2009, 13:52#25
Meiner Erinnerung nach ist das erwähnte Stück bei dem man quer über die A5 fahren muß(te?) genau beim Rückschwenk von der alten Trasse. Du erwähnst eine (künftige) Grünbrücke, auf der man derzeit noch auf die alte Trasse schwenkt. Ich habe aber den Eindruck, daß es dort schlicht geradeaus weitergehen soll, denn wenn man von Norden kommt sieht man beim Schwenk quer über die A5 zur alten Trasse, daß die provisorische Trasse mehr oder weniger geradeaus weiterführt, bis eben fast zur Grünbrücke, dort ist allerdings noch ein Niveauunterschied von ein paar Metern 
Ich nehme an, daß die B7 dann bis zur Ausfahrt Ulrichskirchen parallel zur A5 führen soll und man dort wieder nach Wolkersdorf hineinfährt (von Norden kommend). Von Wien kommend wird es wohl gleich beim Kreisverkehr geradeaus gehen.

Ich nehme an, daß die B7 dann bis zur Ausfahrt Ulrichskirchen parallel zur A5 führen soll und man dort wieder nach Wolkersdorf hineinfährt (von Norden kommend). Von Wien kommend wird es wohl gleich beim Kreisverkehr geradeaus gehen.
28.09.2009, 15:28#26
ZitatOriginal von WeSt
Meiner Erinnerung nach ist das erwähnte Stück bei dem man quer über die A5 fahren muß(te?) genau beim Rückschwenk von der alten Trasse. Du erwähnst eine (künftige) Grünbrücke, auf der man derzeit noch auf die alte Trasse schwenkt. Ich habe aber den Eindruck, daß es dort schlicht geradeaus weitergehen soll, denn wenn man von Norden kommt sieht man beim Schwenk quer über die A5 zur alten Trasse, daß die provisorische Trasse mehr oder weniger geradeaus weiterführt, bis eben fast zur Grünbrücke, dort ist allerdings noch ein Niveauunterschied von ein paar Metern
Ich nehme an, daß die B7 dann bis zur Ausfahrt Ulrichskirchen parallel zur A5 führen soll und man dort wieder nach Wolkersdorf hineinfährt (von Norden kommend). Von Wien kommend wird es wohl gleich beim Kreisverkehr geradeaus gehen.
OK jetzt weißt ich was du meinst.

Diese Umleitungsstrecke zwischen HAS Ulrichskirchen und AS Wolkersdorf-Nord (über die Grünbrücke) ist bereits wieder Geschichte. Man fährt schon komplett auf der Autobahntrasse. Bei Wolkersdorf-Nord wechselt man dann auf die neue B7.
Was die neue Streckenführung der B7 im Bereich Wolkersdorf betrifft: Die Strecke die du vermutest wird mW nur als Feldweg ausgeführt bzw. war dort auch schon vorher ein Feldweg, wenn auch in etwas anderer Lage.
Die B7 wird künftig ganz normal durch Wolkersdorf Richtung Norden, dann weiter Richtung Riedenthal und nach der Brücke über die A5 nach Rechts/Norden abbiegen auf die Strecke die man derzeit schon befährt.
Hier sieht man übrigens relativ up to Date immmer die aktuelle Streckenführung.

29.09.2009, 12:57#27
Jetzt kenn ich mich aus... ich bin dort letztmals irgendwann um den 15.9. gefahren und da gab es diese Streckenführung noch wenn ich nicht komplett halluziniere.
Für einen Feldweg kam mir diese Strecke etwas breit vor, war genau gleich wie die diversen B7-Provisorien. Ich hatte angenommen, diese Stück würde geradeaus bis zur Brücke der L6 geführt und so mit Wolkersdorf und der alten B7 verbunden.
Für einen Feldweg kam mir diese Strecke etwas breit vor, war genau gleich wie die diversen B7-Provisorien. Ich hatte angenommen, diese Stück würde geradeaus bis zur Brücke der L6 geführt und so mit Wolkersdorf und der alten B7 verbunden.
29.09.2009, 13:27#28
ZitatOriginal von WeSt
Für einen Feldweg kam mir diese Strecke etwas breit vor, war genau gleich wie die diversen B7-Provisorien. Ich hatte angenommen, diese Stück würde geradeaus bis zur Brücke der L6 geführt und so mit Wolkersdorf und der alten B7 verbunden.
So eine Verbindung wäre aber eh durchaus sinnvoll. Die Halbanschlussstelle Ulrichskirchen kann man ja nur aus/in Richtung Wien befahren. Dh Richtung Brünn muss man durchs Wolkersdorfer Stadtgebiet fahren. Mit der von dir erwähnten Verbindung könnte man wenigstens außerort zur AS Wolkersdorf-Nord fahren.
Anbei ein Foto von dem ehemaligen Beginn der Umleitungsstrecke: Die Aufnahme ist vom 3. 9. Links ging es von der künftigen Autobahntrasse zum Provisorium. Heute ist auf dem "sandige" Bereich die Betonfahrbahn schon komplett fertig.
29.09.2009, 13:30#29
Nach dem Anstieg ging es über diese Grünbrücke (von links nach rechts) zum alten Ende der Umfahrung. Heute fährt man schon unter der Grünbrücke:
29.09.2009, 15:27#30
Die Diskussion über den aktuellen Bauzustand der A5 ist ja interessant, auch die Bilder. Interessiert mich selbst sehr. Nur was hat das mit der Einstellung von Nebenbahnen zu tun? Neue Autobus-Wiesel-Strecke, die der Eisenbahn Konkurrenz machen wird?
29.09.2009, 15:33#31
ZitatOriginal von Conducteur
Die Diskussion über den aktuellen Bauzustand der A5 ist ja interessant, auch die Bilder. Interessiert mich selbst sehr. Nur was hat das mit der Einstellung von Nebenbahnen zu tun? Neue Autobus-Wiesel-Strecke, die der Eisenbahn Konkurrenz machen wird?
Nichts. Es passiert halt immer wieder, dass man von einem Thema ins andere kommt. Und da mich das Thema Autobahn auch interessiert, bzw. ich in der Gegend wohne, war ich gleich mit dabei. Nun sollte ja alles geklärt sein.

Dieser Beitrag wurde 1-mal editiert, zuletzt von 5er-Franzi (29.09.2009, 15:33)
11.06.2011, 20:49#32
Stern & Hafferl würde einstellungsgefährdete ÖBB-Strecken betreiben
*ausgrab und auf den Ursprungsbeitrag zurückkomm*
ZitatQuelle: http://www.nachrichten.at/nachrichten/wirtsch…aumooe/art467,646203
Stern & Hafferl: „Machen es billiger als ÖBB“
GMUNDEN. Das Gmundner Verkehrsunternehmen Stern & Hafferl wäre bereit, drei der vier möglichen neuen Landesbahnlinien in Oberösterreich zu betreiben.
„Wenn das Land an einem dauerhaften Betrieb Interesse hat, kann man gerne darüber reden“, sagt Geschäftsführer Günter Neumann im Gespräch mit den OÖNachrichten.
Wie berichtet, möchte das Land Oberösterreich den ÖBB vier Bahnlinien abkaufen: die Mühlkreisbahn, die Almtalbahn von Wels nach Grünau, die Bahn von Attnang nach Schärding und die Strecke Wels-Eferding-Aschach. Während bei der Mühlkreisbahn wohl eine Kooperation mit der Linz AG naheliegt, die dann eine Bahn vom Mühlviertel zum Hauptbahnhof führen würde, zeigt sich Stern & Hafferl für die drei anderen gesprächsbereit.
Einige Erfahrung
„Wels-Aschach ist seit zehn Jahren im Gespräch“, sagt Neumann und verweist auf die Vorteile der privaten Gesellschaft im Vergleich zu den ÖBB: „Wir machen es billiger, weil die Leute eine umfassende Ausbildung haben. Wo die ÖBB drei Leute brauchen, kommen wir mit einem aus.“
Erfahrung hat Stern & Hafferl jedenfalls. Der Betrieb der Linzer Lokalbahn gehört ebenso zum Aufgabenbereich wie jener der Attergaubahn, der Traunseebahn oder der Gmundner Straßenbahn. Die Strecke Vorchdorf bis zum Hauptbahnhof Gmunden mit einer Straßenbahn zu befahren, hat Stern & Hafferl nach wie vor im Auge. 15 Millionen Euro würde dieses Projekt wohl kosten, schätzt Neumann.
Neben dem Bahnbetrieb hat Stern & Hafferl auch zehn Buslinien in Betrieb. Inklusive Reisebüro Win-tereder, das vor fünf Jahren übernommen wurde, zählt der Fuhrpark nun 80 Busse. Und schließlich gehören zu Stern & Hafferl die Atterseeschifffahrt und seit kurzem auch die Schifffahrt auf dem Altausseer See. Dort wird das erste Solarschiff betrieben.
Bereits siebte Generation
Neumann führt mit Doris Schreckeneder den Verkehrsbereich von Stern & Hafferl. Er ist Familienmitglied in fünfter Generation, sie in siebter.
Die gesamte Gruppe ist nach wie vor ein Familienbetrieb, der auf Josef Stern zurückgeht. Dieser gab seine Anteile an seine drei Nichten weiter, deren Nachfahren mit den Namen Neumann oder Schreckeneder und Döderlein heute das 1883 gegründete Unternehmen führen.
Die Stern & Hafferl-Gruppe beschäftigt insgesamt 700 Mitarbeiter und setzt 82 Millionen Euro um. Neben dem Verkehr zählen der Bereich Bau (Gmundner Fertigteile) und Energie zu den Geschäftsschwerpunkten. Der Bereich von Wolfgang Neumann, des Erfinders des Energy Globes, wurde in eine eigene Firma ausgegliedert und gehört nicht mehr zur Gruppe.
Dieser Beitrag wurde 1-mal editiert, zuletzt von umweltretter (11.06.2011, 20:51)
18.09.2011, 22:37#33
ZitatOriginal von http://www.nachrichten.at/oberoesterreich/innviertel/art70,704939
Hausruckbahn: Investitionsbedarf als Bahn-Killer?
RIED/SCHÄRDING/ATTNANG. Der 67 Kilometer langen Hausruckbahn droht angesichts hohen Investitionsbedarfs in absehbarer Zeit das Aus. Vor allem für die Schulstadt Ried wäre das ein beträchtlicher Schaden.
Das Land lässt derzeit Zustand und Investitionsbedarf an der Hausruckbahnstrecke erheben. Bild: sedi
Bereits „traditionelle“ Spekulationen könnten sich je nach Ausgang laufender Verhandlungen zum Nachteil des Innviertels bewahrheiten: Wie berichtet, wollen die ÖBB die Bahnstrecke Attnang–Ried–Schärding loswerden – die Verbindung sei sinngemäß ein Dauerverlustbringer, das Land solle die Strecke übernehmen.
Beim Land hält sich die Freude in Grenzen, da die Hausruckbahn offenbar stark sanierungsbedürftig ist. Es handelt sich vermutlich um Investitionen in einer Höhe, die für das Land ohne kräftige Zahlungen durch den Bund praktisch unleistbar seien, so ein Insider. Vom Bund gebe es aber negative Signale, so ein Insider.
Brisante Verhandlungen
Seitens des Landes heißt es, die Verhandlungen sollten im Lauf des nächsten Jahres abgeschlossen sein. Die Verträge mit den ÖBB laufen grundsätzlich bis 2017. Das Land werde jedenfalls vertragstreu bleiben. Im Gegenteil, es sei im Innviertel generell an eine Ausweitung des öffentlichen Netzes gedacht.
Kommt es jedoch zu keiner Einigung, dürfte das Ende der Hausruckbahn tatsächlich besiegelt sein. Im schlimmsten Fall droht ein Schienenersatzverkehr mit Bussen und langfristig großer Schaden vor allem für die Schulstadt Ried, die täglich von Dutzenden Jugendlichen via Bahn angesteuert wird. Werde die Anreise unattraktiver, drohe mittelfristig ein Rückgang an höheren Schülern, die andere Schulorte auswählen könnten.
Rund 700 Fahrgäste täglich an der Haltestelle Bad Ried beim Bundesschulzentrum zeigen die regionale Bedeutung der Strecke. Als ziemlich dürftig beschrieben werden hingegen die Fahrgastzahlen im Raum Schärding. Der Bund habe genügend Mittel für den öffentlichen Verkehr zur Verfügung, die allerdings zu großen Teilen in Wien eingesetzt werden, so der Insider.
„Einstellung wäre fatal“
Eine Schließung der Hausruckbahn wäre auch für Attnang fatal, so Attnangs Bürgermeister Peter Groiß Ende Juni zu den OÖN. Die Hausruckbahn sei ein wichtiger Zubringer für die Hauptverkehrsader Attnang. „Attraktivieren statt schließen“, so der Schärdinger Bundesrat Werner Stadler. „Im Raum Reichersberg/St. Martin zum Beispiel gibt es große Betriebe mit Hunderten Arbeitsplätzen – und bei entsprechendem Angebot Potenzial für den Umstieg vom Auto auf die Bahn.“
Falle die Hausruckbahn Einsparungen zum Opfer, sei damit auch langfristig die Strecke Neumarkt–Ried–Braunau gefährdet, so der Braunauer Grünen-Sprecher Manfred Hackl im Dezember in den OÖN.
Dass eine Umstellung auf Busse von Erfolg gekrönt sein könnte, ist zu bezweifeln. Mangels Andrang wurde das Innviertel im Vorjahr an Samstagen bereits weitgehend zur postbusfreien Zone gemacht.
ZitatOriginal von http://www.nachrichten.at/oberoesterreich/salzkammergut/art71,712853
SP setzt sich für Hausruckbahn ein
ATTNANG-PUCHHEIM. Eine SP-Delegation aus den Bezirken Vöcklabruck und Ried wurde am Dienstag im Verkehrsministerium vorstellig, um die befürchtete Einstellung der Nebenbahn von Attnang-Puchheim über Ried nach Schärding zu verhindern. Bei dieser Besprechung konnten sich die Abgeordneten und Bürgermeister der betroffenen Region vergewissern, dass die Verhandlungen mit dem Verkehrslandesrat Hermann Kepplinger und Landeshauptmann Josef Pühringer weit fortgeschritten seien. In den nächsten Wochen wird Einigung in der Form erwartet, dass das Land die Bahnstrecke übernimmt und damit der Fortbestand der Hausruckbahn garantiert sei.
18.09.2011, 23:40#34
Zum Glück ist das ja nicht Niederösterreich, wo die Übernahme durch das Land in einer Katastrophe ausartet . . . oder doch? 

19.09.2011, 18:35#35
Wenn eine Sanierung der Strecke notwendig, muss eben die Investitionen getätigt werden, so einfach ist das. Wenn man bei jeder Strecke so vorgeht, haben wie bald kein Sekndärnetz mehr und wirds auch nichts helfen, wenn der Züge auf der Westbahn dann mit 350 vorbeirauschen würden.
Leider wird der Straße nach wie vor Vorrang eingeräumt. Man stelle sich mal vor, die ASFINAG würde eine Straße würde für immer sperren, weil sie die Kosten für die Sanierung als zu teuer empfindet. Auf den Aufruhr könnte man gespannt sein.
Leider wird der Straße nach wie vor Vorrang eingeräumt. Man stelle sich mal vor, die ASFINAG würde eine Straße würde für immer sperren, weil sie die Kosten für die Sanierung als zu teuer empfindet. Auf den Aufruhr könnte man gespannt sein.
20.09.2011, 10:07#36
ZitatOriginal von matboy
Wenn eine Sanierung der Strecke notwendig, muss eben die Investitionen getätigt werden, so einfach ist das.
Der Witz ist ja: es werden wohl Investitionen getätigt! Das hindert aber überhaupt niemanden daran, die Strecken Monate später doch zu kübeln, das Ziel (Auftragszuschanzung an die Bauwirtschaft) wurde ja erreicht!
Vergleiche zB Schrambach - Markt St. Aegyd; Friedberg - Oberwart (ja, auf beiden Strecken gibts Güterverkehr, aber wer weiß, wie lange noch)
20.09.2011, 12:32#37
Und nicht zu vergessen: Weißenbach - Hainfeld. Ein halbes Jahr vor der Einstellung wurde ein neues Gleis verlegt.
20.09.2011, 22:33#38
Passen zum Thema "Einstellung von Nebenbahnen" das gestern präsentierte Zielnetz 2025+ der ÖBB:
http://www.oebb.at/zukunftbahn
http://www.oebb.at/zukunftbahn
26.09.2011, 21:41#39
ZitatOriginal von http://www.nachrichten.at/nachrichten/wirtsch…aumooe/art467,717346
Regionalbahnen fahren frühestens 2014 unter Kommando des Landes
LINZ. Die Verhandlungen des Landes Oberösterreich mit den ÖBB und dem Infrastrukturministerium über die Übernahme der Nebenbahnen in unserem Bundesland gehen Ende September richtig los.
Verkehrslandesrat Hermann Kepplinger hat vor wenigen Tagen die Studie eines Grazer Verkehrsplanungsbüros erhalten. Dieses hatte den Zustand der gesamten Hausruckbahn, der Almtalbahn und der Aschacherbahn analysiert. Für die Mühlkreisbahn plant das Land eine Schmalspur-Variante.
„Wir haben ein sehr klares Bild darüber, in welchem Zustand die Bahnstrecken Meter für Meter sind“, sagt Kepplinger. Aus Insiderkreisen heißt es, zur Sanierung der Strecken seien Investitionen von 200 Millionen Euro notwendig. Allein zehn Millionen würde die Renovierung des Hausruckbahntunnels bei Eberschwang kosten.
Kepplinger nennt keine Zahlen. Er bestätigt, dass es vor allem bei der Zug-Leittechnik einen Investitionsrückstau gebe. Auch der Zustand der gesamten Infrastruktur wie der Bahnhöfe, der Bahnsteige oder des Oberbaus sei höchst unterschiedlich. „Manches ist in Ordnung, manches überhaupt nicht.“
Sein Zugang ist: Entweder die Bahn bringt die Strecken auf den Stand der Technik oder das Land erhält eine Kompensation für die Investitionen, die es später selbst beauftragen muss. Auch das Fahrgastpotenzial hat das Land inzwischen untersucht. Studien hätten gezeigt, sowohl die Hausruckbahn als auch die Almtalbahn rechtfertigen einen Bahnbetrieb. Das Land wolle nur übernehmen, um die Schienen weiter zu nutzen, Stilllegungen wie in Niederösterreich seien keine Option, sagt Kepplinger.
Er betont, dass die Verhandlungen „ergebnisoffen“ geführt würden. Bis zum Jahresende soll Klarheit bestehen, ob eine Übertragung komme. Die Detailverhandlungen veranschlagt der SP-Verkehrspolitiker für ein halbes Jahr. Ein Bahnbetrieb durch einen vom Land bestimmten Betreiber sei „theoretisch“ 2014 vorstellbar.
Die ÖBB wollen diese Strecken so rasch wie möglich los werden. Angeblich wird bahnintern evaluiert, wie schnell man aus den bestehenden Leistungsverträgen mit dem Land herauskäme. Selbst eine Reduktion des Angebots zum Fahrplanwechsel im Dezember werde geprüft.
ZitatOriginal von http://www.nachrichten.at/oberoesterreich/innviertel/art70,717826
Zukunft der Hausruckbahn soll sich noch heuer entscheiden
RIED/SCHÄRDING/ATTNANG. Die ÖBB wollen die Hausruckbahn an das Land abgeben und drängen offenbar auf eine Grundsatzentscheidung, die noch heuer fallen soll. Laut einer Studie lasse sich die Strecke mittelfristig rentabel betreiben. Allerdings seien große Investitionen nötig. Geld, ohne das die Hausruckbahn auf das Abstellgleis rollen würde.
Im ÖBB-Strategiepapier „Zielnetz 2025+“ ist die Bahnstrecke Attnang-Ried-Schärding zwar als Linie eingezeichnet. Allerdings als Linie mit der Zuordnung „Kein Personenverkehr“. Wie berichtet, wollen die ÖBB die Hausruckbahn und zwei weitere Nebenbahnen an das Land abtreten. Letzteres hat eine Studie in Auftrag gegeben, die den Zustand und die Zukunftsaussichten der Strecken beurteilen soll. Offenbar wären insgesamt rund 200 Millionen Euro nötig, um die Infrastruktur auf Vordermann zu bringen. Alleine beim Hausrucktunnel bei Eberschwang sei laut Insidern von rund zehn Millionen Euro die Rede.
Potenzial vorhanden
Die Zukunft der Hausruckbahn werde am Ende an der Höhe jener Mittel hängen, die der Bund für eine Übernahme durch das Land zuschießt. Laut Analyse sei das Potenzial für einen mittelfristig rentablen Betrieb der Strecke vorhanden – auch der derzeit schwach frequentierte Abschnitt Ried-Schärding: Wenn entsprechende Investitionen getätigt und Fahrplantakt sowie Geschwindigkeit verbessert würden.
Die ÖBB drängen offenbar auf eine Grundsatzentscheidung, die noch heuer fallen soll. Die Verträge zum Betrieb laufen zwar noch bis 2017, allerdings seien darin Ausstiegsszenarien enthalten. Das laut Insidern schlimmste Szenario wäre eine Angebotsreduktion bereits zum Fahrplanwechsel im Dezember.
Nach einem Besuch einer SP-Delegation der Bezirke Ried und Vöcklabruck im Verkehrsministerium wurde via SP-Bezirks-Internethomepage verlautbart, dass es „bereits in den nächsten Wochen voraussichtlich zu einer positiven Einigung betreffend Übernahme dieser Bahnstrecke durch das Land“ kommen werde.
Eine optimistische Einschätzung, die Eberschwangs Bürgermeister Josef Bleckenwegner auf OÖN-Anfrage relativiert. Konkretes sei in Wien nicht serviert worden. „Ich meine, es ist zu bald, zu sagen, das ist eine gemähte Wiese. Verhandlungen können so und so ausgehen. Was ist, wenn sich das Land am Ende finanziell nicht in der Lage sieht, die Hausruckbahn zu betreiben?“ Die Region werde für die Hausruckbahn kämpfen, so Bleckenwegner.
Kampfmaßnahmen im Raum
„Uns wäre es am liebsten, wenn die ÖBB die Strecke weiterbetreiben. Letztlich geht es aber um den Erhalt der Bahn. Ansonsten würden wir Kampfmaßnahmen setzen, die das herkömmliche Maß deutlich übersteigen“, sagt SP-Landtagsabgeordneter Christian Makor auf OÖN-Anfrage.
Und der Rieder SP-Vizebürgermeister Michael Steffan warnte bereits vor Wochen vor negativen Auswirkungen auf die Schulstadt Ried, die von Hunderten Schülern via Bahn besucht wird.
28.09.2011, 20:07#40
Kritik vom Verein Fahrgast am ÖBB Zielnetz 2025
ZitatOriginal von http://www.nachrichten.at/nachrichten/wirtsch…aumooe/art467,722429
Neue ÖBB-Pläne lassen ländlichen Raum auf das Abstellgleis rollen
LINZ. Vergangene Woche haben die ÖBB ihren Zielplan 2025 vorgestellt. Der Verein Fahrgast kritisiert die Herangehensweise: Der öffentliche Verkehr im ländlichen Raum werde unattraktiv gemacht, um Zugsstreichungen rechtfertigen zu können.
Heinrich Höbarth vom Verein Fahrgast sagt, die ÖBB steuere auf eine Zwei-Klassen-Bahn zu: In der Nähe von Ballungsräumen und entlang der Westbahn sei es einfach, ein gutes Angebot zu bieten und sich als Klimaschützer feiern zu lassen. Bahn-Chef Christian Kern hatte angekündigt, nur noch dort fahren zu wollen, wo es verantwortbar sei.
In Gebieten, die an Bahnlinien mit immer schlechteren Frequenzen liegen, bleibe einem nur das eigene Auto, sagt Höbarth. Hier verabschiede sich die Infrastruktur-Politik und damit die Bahn vom öffentlichen Verkehr. So werde die Pyhrnbahn – langfristig eine wichtige Nord-Süd-Achse – nicht adäquat ausgebaut.
„Es wird auf eine Höchstgeschwindigkeit von 120 km/h ausgebaut. Um gegen die Straße bestehen zu können, müsste man auf 160 km/h ausbauen.“ Dann sei eine Fahrzeit von Kremsmünster nach Selzthal von 30 Minuten möglich. Auf der parallelen Autobahn seien in diesem Bereich 10.000 Fahrzeuge pro Tag unterwegs. „Da soll keiner sagen, da gäbe es kein Verlagerungspotenzial“, sagt der Verfechter des öffentlichen Verkehrs.
Aktuell sei der Zwei-Stunden-Takt, wie er zwischen Kirchdorf und Spital angeboten werde, viel zu unattraktiv. „Es muss zumutbar sein, mit dem Zug zu fahren“, so Höbarth. Das treffe beispielsweise ab dem Winterfahrplan von Linz nach Graz nicht mehr zu. Aufgrund der Reduktion der Schnellverbindungen zwischen Salzburg und Graz verschlechtere sich auch das Angebot von Linz nach Graz, da die Zusteigemöglichkeiten in Selzthal fehlen würden. Höbarth rechnet vor, dass Reisende in St. Michael und Bruck/Mur zusätzlich umsteigen müssten. Die Fahrzeit verlängere sich von 3,5 auf 4,5 Stunden. Bei den ÖBB heißt es, an den Ersatz-Fahrplänen werde noch gearbeitet, die Fahrdauer stehe noch nicht fest. (sib)


