ÖV Endausbau Erdberger Mais, Neue Buslinien 18A und 75A
114 Beiträge · Seite 4 von 6
12.04.2010, 07:59#61
ZitatOriginal von Ezekiel
Eine Stadtbahn vom Karlsplatz bis Simmering mit kurzen Tunnelstrecken an neuralgischen Staupunkten wäre für Simmering eine deutlich bessere Lösung gewesen als die gebaute U3 Verlängerung. Aufgrund des geographischen Umwegs den die U3 über Erdberg macht und der langen Zugangswege zu den U-Bahn Stationen könnte eine Stadtbahn problemlos die Fahrzeit der U3 erreichen. Ab dem Simmeringer Platz könnte man eine Stadtbahn auch problemlos in zwei Aussenäste spalten.
Statt der U3 hätte man sich seinerzeit auch überlegen können, den J von Erdberg zu verlängern, um das Stadterweiterungsgebiet und die Gasometer zu erschließen, und dann über den 106er nach Simmering zu führen (Träum).
Gleichzeitig auch wieder eine Linie 73 über die Kaiserebersdorfer Straße zu errichten (Doppelträum)
Und anstatt der U3 eine S-Bahn zu bauen, die die Westbahn und die S7 via Stadtzentrum verknüpft.
Was solls, wir sind ja nicht im Hättiwari-Forum.
Heute ist eine U-Bahn nach Kaiserebersdorf übertrieben. Eine Straßenbahn durch die Kaiserebersdorfer Straße zusätzlich zum 71er wäre nicht schlecht.
Wie man aber die U3 bauen wird (wie ich Wien kenne - ironisch betrachtet): Man baut die Strecke in einer Schlangenlinie, damit sie Kaiserebersdorfer und Simmeringer Hauptstraße gleichzeitig erschließt, dann haben alle gleich viel/wenig davon.
12.04.2010, 09:53#62
ZitatAufgrund des geographischen Umwegs den die U3 über Erdberg macht und der langen Zugangswege zu den U-Bahn Stationen könnte eine Stadtbahn problemlos die Fahrzeit der U3 erreichen.
Wobei man aber schon ehrlich sagen muss, dass der Ostast der U3 mit Ausnahme Ausgang Enkplatz vorbildlich sind, was Zugangswege betrifft! Oder alleine der direkte Lift S80 - U3 ist doch eine kleine Sensation für Wien?
ZitatMan baut die Strecke in einer Schlangenlinie, damit sie Kaiserebersdorfer und Simmeringer Hauptstraße gleichzeitig erschließt, dann haben alle gleich viel/wenig davon.
Man würde die Strecke vor allem derart in einer Schlangenlinie bauen, damit man ja alle Verlängerungen nach NÖ/Schwechat von Anfang an technisch verunmöglich, siehe U2 Aspern.
Dieser Beitrag wurde 2-mal editiert, zuletzt von marsupialeater (12.04.2010, 09:56)
12.04.2010, 09:55#63
ZitatOriginal von marsupialeater
Man würde die Strecke vor allem derart in einer Schlangenlinie bauen, damit man ja alle Verlängerungen nach NÖ/Schwechat von Anfang an technisch verunmöglich, siehe U2 Aspern.
Ich hätte mir das so vorgestellt, dass man eine Zweigstrecke nach Schwechat bauen könnte (des hamma no nia), oder einen Schutteldienst (als U30).
Ich will jetzt nicht off-topic werden, aber satirisch betrachtet stelle ich mir das so vor:
12.04.2010, 09:59#64
Ja, so ähnlich. Aber im Ernst, die Unmöglichkeit der Verlängerung nach NÖ spielt wirklich eine Rolle bei Trassenentscheidungen. Auch bei der Lage der Endstation Rothneusiedl hat das angeblich eine Rolle gespielt.
12.04.2010, 10:15#65
ZitatOriginal von marsupialeater
Ja, so ähnlich. Aber im Ernst, die Unmöglichkeit der Verlängerung nach NÖ spielt wirklich eine Rolle bei Trassenentscheidungen. Auch bei der Lage der Endstation Rothneusiedl hat das angeblich eine Rolle gespielt.
Wenn man wirklich wollte, ginge es schon.
Man hat ja auch in Kagran nach nur 20 Jahren die Abstellhalle geschlossen, um nach Leopoldau zu verlängern. Und beim Karlsplatz würde man auch sofort die erst 2003 eröffnete Wendeanlage komplett umbauen, um die U2-Süd bauen zu können.
Aber eben, weil man nicht will, schaut man drauf, dass es auch nicht geht - und zwar von beiden Seiten.
NÖ will ja partout nix für die U-Bahn zahlen, weil die U-Bahn auch gar nicht gewollt ist (bar jeder verkehrlichen Sinnhaftigkeit). Sonst hätte man ja einen Grund weniger, dass die NÖVP auf die Wiener SP hinhauen kann (Die Sozis bauen die U-Bahn nur für sich, die Bösen, und uns lassen sie im Stau stehen!)
12.04.2010, 13:20#66
ZitatOriginal von moszkva tér
Ich hätte mir das so vorgestellt, dass man eine Zweigstrecke nach Schwechat bauen könnte (des hamma no nia), oder einen Schutteldienst (als U30).
Ich will jetzt nicht off-topic werden, aber satirisch betrachtet stelle ich mir das so vor:
Oje, nur um wenige 100 Meter am Zentralfriedhof vorbei... ;(

12.04.2010, 13:37#67
ZitatOriginal von 43er
Oje, nur um wenige 100 Meter am Zentralfriedhof vorbei... ;(
Da wohnen zwar viele Leute, die fahren aber eh nirgendwo mehr hin

Ich geh' jetzt Winkerlstehen

12.04.2010, 16:29#68
ZitatOriginal von moszkva tér
ZitatOriginal von 43er
Oje, nur um wenige 100 Meter am Zentralfriedhof vorbei... ;(
Da wohnen zwar viele Leute, die fahren aber eh nirgendwo mehr hin![]()
Soll ja auch den Leuten zugute kommen, die jene, die nirgendwo mehr hinfahren, besuchen.

Erinnert mich an die U1, die knapp am Südbahnhof vorbeigebaut wurde.

12.04.2010, 19:57#69
ZitatOriginal von marsupialeater
Ja, so ähnlich. Aber im Ernst, die Unmöglichkeit der Verlängerung nach NÖ spielt wirklich eine Rolle bei Trassenentscheidungen. Auch bei der Lage der Endstation Rothneusiedl hat das angeblich eine Rolle gespielt.
Inwiefern wird in Rothneusiedl eine Verlängerung unmöglich gemacht?
12.04.2010, 20:59#70
ZitatOriginal von umweltretter
ZitatOriginal von marsupialeater
Ja, so ähnlich. Aber im Ernst, die Unmöglichkeit der Verlängerung nach NÖ spielt wirklich eine Rolle bei Trassenentscheidungen. Auch bei der Lage der Endstation Rothneusiedl hat das angeblich eine Rolle gespielt.
Inwiefern wird in Rothneusiedl eine Verlängerung unmöglich gemacht?
Das würde ich auch gerne wissen. Wenn man das hätte machen wollen, hätte man nach Oberlaa weiterbauen müssen, dann müsste den 67er Rothneusiedl - Kurzentrum Oberlaa auch kein Bus ersetzen. (Weiterbetrieb auf dieser Strecke mit Verlängerung nach Inzersdorf und Mitnutzung der WLB-Strecke bis Meidling NOW!)
12.04.2010, 21:48#71
ZitatOriginal von 43er
ZitatOriginal von moszkva tér
ZitatOriginal von 43er
Oje, nur um wenige 100 Meter am Zentralfriedhof vorbei... ;(
Da wohnen zwar viele Leute, die fahren aber eh nirgendwo mehr hin![]()
Soll ja auch den Leuten zugute kommen, die jene, die nirgendwo mehr hinfahren, besuchen.
Erinnert mich an die U1, die knapp am Südbahnhof vorbeigebaut wurde.
Dafür wird der Südbahnhof jetzt zur U1 verschoben

12.04.2010, 22:59#72
ZitatOriginal von darkweasel
(Weiterbetrieb auf dieser Strecke mit Verlängerung nach Inzersdorf und Mitnutzung der WLB-Strecke bis Meidling NOW!)
Es hätte in Wien+Umgebung sowieso mehr "WLB"-Strecken geben können. Diese wären sogar nützlicher, als Geisterzüge am Stadtrand mit 80 km/h durchbrausen zu lassen.
13.04.2010, 12:17#73
ZitatOriginal von umweltretter
ZitatOriginal von marsupialeater
Ja, so ähnlich. Aber im Ernst, die Unmöglichkeit der Verlängerung nach NÖ spielt wirklich eine Rolle bei Trassenentscheidungen. Auch bei der Lage der Endstation Rothneusiedl hat das angeblich eine Rolle gespielt.
Inwiefern wird in Rothneusiedl eine Verlängerung unmöglich gemacht?
OK, verunmöglicht wird es nicht, aber der Knick vor der Endstation rückt die Trasse ein Stück weit von der möglichen Richtung nach Leopoldsdorf/Himberg ab.
13.04.2010, 14:07#74
ZitatOriginal von marsupialeater
. . . . von der möglichen Richtung nach Leopoldsdorf/Himberg ab.
Wenn die Verlängerung der U1 schon an sich sinnlos ist, die Führung in die Pampa von Rothneusiedl aberwitzig, was bleibt dann für ein Adjektiv über, für eine weitere Verlängerung um ein paar leere (aber sauteure!) Kilometer?

Schade, dass man sinnlos nicht steigern kann. Sinnlos -> sinnloser -> am sinnlosesten, hier würde es passen!

13.04.2010, 14:31#75
ZitatOriginal von hema
Schade, dass man sinnlos nicht steigern kann.
Doch, man kann:
Sinnlos -> Sichtung -> Nicht-Sichtung

(SCNR)
15.04.2010, 06:35#76
ZitatOriginal von 8er
Ist auf diesen Wänden auch vermerkt, wo die spätere Schleife der Laaerberg-Bim wäre?
(Monte Laa, bei Bitterlichstraße oder WIG.....)
Entschuldigt dass ich erst heute auf dieses Posting antworte.. War jetzt einige Tage abwesend und anscheinend hat kein anderer User das Donauzentrum besucht.. Genaueres war auf dem Plan nicht ersichtlich, doch nach der graphischen Darstellung und meinen Wien-Kenntnissen zur Folge dürfte die Trasse folgende Linienführung haben:
Absberggasse - neben A23 zum alten Landgut - Ludwig van Höhnel Gasse - Endlichergasse - Holzknechtstraße - Laaer Berg Straße.. Wo genau dann eine Schleife sein soll war nicht ersichtlich, denn die Linie endetet apruppt ohne genaueren Hinweis..
Zum Bus Oberlaa U1 - Kurzentrum der denn 67er ersetzten soll wär zu sagen dass er ohnehin nicht gebraucht wird.. Es gibt ja den 19A bei der zukünftigen Station Stockholmer Platz der dann eben zum Kurzentrum verlängert wird.. Kann mir ebenso vorstellen dass die Linien 270 und 271 etwas verdichtet und vom Reumannplatz zum Stockholmer Platz gekürzt werden.
15.04.2010, 07:04#77
Eines verstehe ich überhaupt nicht, wieso zum Teufel lässt die U1 mitten im nirgendwo (Rothneusiedel) enden anstatt diese gleich bis zum Kurzentrum Oberlaa fahren zu lassen. Bitte wo ist da die logik?
15.04.2010, 07:13#78
ZitatOriginal von Paul Posch
Eines verstehe ich überhaupt nicht, wieso zum Teufel lässt die U1 mitten im nirgendwo (Rothneusiedel) enden anstatt diese gleich bis zum Kurzentrum Oberlaa fahren zu lassen. Bitte wo ist da die logik?
Am Stadtrand in Rothneusiedl soll irgendein großes Stadtentwicklungsgebiet (sprich: Hochhauspark) entstehen, dem man eben einen total hochwertigen U-Bahn-Anschluss geben will. Wiener Stadtplanung eben. U-Bahnen werden nie dorthin gebaut, wo schon etwas ist, sondern dorthin, wo später mal was sein wird - siehe U2, die statt in den Ortskern von Aspern zur derzeit meist sogar vom 26A/84A durchfahrenen Hst. Leutholdgasse geplant wurde.
15.04.2010, 08:42#79
ZitatOriginal von darkweasel
U-Bahnen werden nie dorthin gebaut, wo schon etwas ist, sondern dorthin, wo später mal was sein wird - siehe U2, die statt in den Ortskern von Aspern zur derzeit meist sogar vom 26A/84A durchfahrenen Hst. Leutholdgasse geplant wurde.
Wieso hast du dich noch gar nciht darüber mokiert, dass die U2-Endstation nicht "Leutholdgasse" heißt?

15.04.2010, 08:59#80
ZitatOriginal von 95B
ZitatOriginal von darkweasel
U-Bahnen werden nie dorthin gebaut, wo schon etwas ist, sondern dorthin, wo später mal was sein wird - siehe U2, die statt in den Ortskern von Aspern zur derzeit meist sogar vom 26A/84A durchfahrenen Hst. Leutholdgasse geplant wurde.
Wieso hast du dich noch gar nciht darüber mokiert, dass die U2-Endstation nicht "Leutholdgasse" heißt?
Sehr konstruktiv, 95B

Nachdem ich etwas Einblick in die offizielle Stadtentwicklungsplanung habe, versuche ich eine Antwort zu geben:
U-Bahnen werden als Entwicklungsimpuls für Stadterweiterungsgebiete gesehen. Daher steht und fällt der Erfolg der Seestadt auch mit einer vernünftigen U-Bahn-Erschließung.
In Gegenden wie Hernals, die bereits fertig entwickelt sind und keinen Impuls mehr brauchen, sieht man eher wenig Notwendigkeit, am Verkehr noch was zu verändern.
Zwischen den Zeilen zu lesen:
Wo man mit Immobilienspekulation noch was verdienen kann, baut man U-Bahn hin.
Bauen muss man was, sonst sind die Baufirmen böse.
Preisgünstigere Alternativen werden nur ungern in Betracht gezogen.
Und derzeit sind halt die wichtigsten Stadterweiterungsgebiete, die erschlossen werden müssen:
Seestadt Aspern (U2)
Aspangbahnhof/Arsenal (U2)
Südbahnhof (U2)
Rothneusiedl (U1)
Was auch absurd ist:
In anderen Städten sind U-Bahnen auch wirklich unterirdisch (sonst könnte man ja gleich eine Straßenbahn bauen / lassen)
In anderen Städten sind U-Bahn-Stationen hochrangige ÖV-Knoten. So Zustände, dass man bei einer U-Bahn-Station nicht in den untergeordneten Verkehr umsteigen kann (Zieglergasse, Taubstummengasse, auch Nestroyplatz) sollte es eigentlich nicht geben. Das liegt daran, dass in Wien die U-Bahn als Ersatz und nicht als Ergänzung des Oberflächenverkehrs gedacht ist.
