Zukunftsvision U6-Verlängerung nach Stammersdorf
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21.11.2011, 19:30#1
Ich weiß nicht, wie weit die Planungen betreffend die U6-Verlängerung in Richtung Stammersdorf schon gediehen sind - aber nach einem Aufenthalt in Frankfurt könnte ich mir eine analoge Methode für diesen Abschnitt vorstellen: Die bestehende 31-er-Trasse einfach mit Zäunen sichern, an wichtigen Stellen niveaugleiche Kreuzungen mit Schrankensicherung (Rotlicht allein genügt erfahrungsgemäß bei manchen DAAFs nicht), Verlängerung und Anhebung der Bahnsteige auf T-Zug-Niveau. Vermutlich würde die U6 ja irgendwo im Bereich Brünner Straße
aus dem Untergrund auftauchen und der 31 fährt ja von dort sowieso schon auf einem eigenen Gleiskörper.
In Frankfurt funktioniert ja dieses U-Bahn-System auf einigen Außenstrecken jedenfalls ganz passabel - und ich denke, die Situation im Bereich Brünner Straße ist durchaus vergleichbar.
aus dem Untergrund auftauchen und der 31 fährt ja von dort sowieso schon auf einem eigenen Gleiskörper. In Frankfurt funktioniert ja dieses U-Bahn-System auf einigen Außenstrecken jedenfalls ganz passabel - und ich denke, die Situation im Bereich Brünner Straße ist durchaus vergleichbar.
21.11.2011, 20:22#2
Hauptproblem dieser Variante ist dass schon eine geringe Störung auf dem Außenast (wodurch auch immer) das gesamte Intervall der Linie zusammenbrechen lassen würde, das man ja in naher Zukunft gedenkt weiter zu kürzen um der extrem hohen Auslastung im Gürtelbereich Rechnung zu tragen. Selbst wenn man nur jeden zweiten Zug über Brünner Straße hinaus schicken würde (ergäbe einen Intervall von 4-5 Minuten zur HVZ am Außenast) wäre es äußerst schwierig wenn nicht gar umöglich angesichts der zahlreichen Kreuzungen eine intervallgemäße Wiedereinfädelung zu gewährleisten. Aus einem ähnlichen Grund hat man sich ja auch damals bei der Südverlängerung Richtung Siebenhirten für einen Neubau entschlossen statt die bereits für die U-Bahn ausgelegte Schnellstraßenbahnstrecke mit ihren Niveaugleichen Kreuzungen zu adaptieren. Dazu kommt noch dass gerade der unterirdische Abschnitt zwischen Floridsdorf und Brünner Straße sehr sehr teuer ist im Vergleich zu dem zu erwartenden Mehrnutzen gegenüber der aktuellen Situation.
Viel gescheiter (und billiger) wäre es auf der bestehenden Strecke die Straßenbahn konsequent zu beschleunigen, teilweise eventuell auch mit Unteführungen für den MIV. Diese von der Stadt Wien und den Grünen so genannte "Super Bim" wurde in einer Variantenstudie zum Thema U6 Rendezvousberg schonmal genauer untersucht, was dabei rauskam weiß ich allerdings nicht mehr (vermutlich ging das ganze zu Gunsten der aufgestelzten Monster-U-Bahn aus, von der der BV träumt..)
Daniel
Viel gescheiter (und billiger) wäre es auf der bestehenden Strecke die Straßenbahn konsequent zu beschleunigen, teilweise eventuell auch mit Unteführungen für den MIV. Diese von der Stadt Wien und den Grünen so genannte "Super Bim" wurde in einer Variantenstudie zum Thema U6 Rendezvousberg schonmal genauer untersucht, was dabei rauskam weiß ich allerdings nicht mehr (vermutlich ging das ganze zu Gunsten der aufgestelzten Monster-U-Bahn aus, von der der BV träumt..)
Daniel
22.11.2011, 20:52#3
Meine Antwort ist zwar subjektiv aber irgendwie von der Praxis geleitet. Ich möchte vorausschicken, dass ich das Frankfurter System nicht kenne. Ist das tatsächlich eine U-Bahn im "Wiener Sinn" oder das, was die Stuttgarter U-Bahn bezeichnen (und bei uns UStraB heißen würde). Du sagst, dass diese U-Bahn "irgendwo im Bereich Brünner Straße" auftauchen würde, wobei du das Schnellbahn Symbol verwendest. Ich weiß nicht, ob dir die Kreuzung Brünner Straße - Shuttleworthstraße - A22 bekannt ist, abe dort eine Schrankenanlage für den Gleiskörper zu errichten, kann ich nur dem Faschingsbeginn 11.11. zuschreiben. Ab dort gibt es ungefähr 8 Kreuzungen die nach deinem Vorschlag mit Schranken anlagen auszustatten wären. Und dann kommen wir nach Stammersdorf. Und was machen wir dort? Wo wenden wir da? Es tut mir leid, aber das ist für mich keine ernst zu nehmende Alternative.
Warum brauchen wir auch eine U6 nach Stammersdorf? Die Linien 30 und 31 verkehren im Bereich Brünner Strae derzeit zu 90 % auf eigenem Gleiskörper. Was wollen dir da noch beschleunigen? Der einzige Punkt wäre der Übergang vom mittleren aiuf den seitlichen Gleisköeper bei der Gerasdorfer Straße, aber das ist ein Problem der Ampelschaltung.
Warum brauchen wir auch eine U6 nach Stammersdorf? Die Linien 30 und 31 verkehren im Bereich Brünner Strae derzeit zu 90 % auf eigenem Gleiskörper. Was wollen dir da noch beschleunigen? Der einzige Punkt wäre der Übergang vom mittleren aiuf den seitlichen Gleisköeper bei der Gerasdorfer Straße, aber das ist ein Problem der Ampelschaltung.
22.11.2011, 21:18#4
Meine Antwort ist zwar subjektiv aber irgendwie von der Praxis geleitet. Ich möchte vorausschicken, dass ich das Frankfurter System nicht kenne. Ist das tatsächlich eine U-Bahn im "Wiener Sinn" oder das, was die Stuttgarter U-Bahn bezeichnen (und bei uns UStraB heißen würde). Du sagst, dass diese U-Bahn "irgendwo im Bereich Brünner Straße" auftauchen würde, wobei du das Schnellbahn Symbol verwendest. Ich weiß nicht, ob dir die Kreuzung Brünner Straße - Shuttleworthstraße - A22 bekannt ist, abe dort eine Schrankenanlage für den Gleiskörper zu errichten, kann ich nur dem Faschingsbeginn 11.11. zuschreiben. Ab dort gibt es ungefähr 8 Kreuzungen die nach deinem Vorschlag mit Schranken anlagen auszustatten wären. Und dann kommen wir nach Stammersdorf. Und was machen wir dort? Wo wenden wir da? Es tut mir leid, aber das ist für mich keine ernst zu nehmende Alternative.
Wo wenden wir in Stammersdorf? Na in der Schleife, wo denn sonst? (Die Lokalbahn hat bei der Oper ja auch keine Stockgleise!)
Bezüglich U-Bahn-Frankfurt: Ich würde die dortige U-Bahn eher mit unserer Lokalbahn vergleichen. Die WLB sind rechtlich zwar eine "Eisenbahn mit Straßenbahnbetrieb" oder so ähnlich, aber im Prinzip sind sie eine Stadtbahn nach deutschem Vorbild, teils Straßenbahn teils Eisenbahn.
23.11.2011, 14:46#5
Zu p16
Genau das meine ich ja! Diese deutschen Systeme sind unserer WLB weit ähnlicher als einer unserer U-Bahnen. Da wenden wir dann eine der jetzigen U6-Garnituren in der Stammersdorfer Schleife? Wohl wirklich nur am 11.11. oder am 1.4.! Gott (oder sonst wer) schütze die Straßenbahnlinie 31 (und auch 30)!
Liebe Grüße Öffi Freund
Liebe Grüße Öffi Freund
23.11.2011, 21:07#6
Wie schon angesprochen die 'neuralgischen Kreuzungen' mit dem Individualverkehr entsprechend unterfahren => Shuttleworthstraße, Bereich Gerasdorferstraße, eventuell auch gleich Großjedlersdorf und die alte Nordbrückenabfahrt (Katsushikastraße). Das wird zwar nicht billig, aber wesentlich günstiger als eine U6-Verlängerung.ZitatWas wollen dir da noch beschleunigen? Der einzige Punkt wäre der Übergang vom mittleren aiuf den seitlichen Gleisköeper bei der Gerasdorfer Straße, aber das ist ein Problem der Ampelschaltung.
So ein Wendegleis wie in Floridsdorf findet wohl fast überall Platz, das ist doch nur ein etwas größer ausgebauter Tunnel?!ZitatDa wenden wir dann eine der jetzigen U6-Garnituren in der Stammersdorfer Schleife?
23.11.2011, 21:33#7
User "coolharry" aus dem TWF hat im Oktober ein interessantes Konzept vergestellt:
http://www.tramwayforum.at/index.php?topic=1534.msg26436#msg26436
http://www.tramwayforum.at/index.php?topic=1534.msg26436#msg26436
24.11.2011, 07:20#8
Genau das meine ich ja! Diese deutschen Systeme sind unserer WLB weit ähnlicher als einer unserer U-Bahnen. Da wenden wir dann eine der jetzigen U6-Garnituren in der Stammersdorfer Schleife? Wohl wirklich nur am 11.11. oder am 1.4.! Gott (oder sonst wer) schütze die Straßenbahnlinie 31 (und auch 30)!
Liebe Grüße Öffi Freund
Na ja, vom Furhpark her gesehen, ist die U6 ja auch eher in diesem Bereich anzusiedeln. Was die Endstelle in Stammersdorf betrifft, könnte man das ja auch so lösen wie in Baden.
Im Grunde genommen sind meine Gedanken ja auch nur in die Richtung gegangen, eine Alternative zu einer teuren und selbst in der Minimalversion sicher überdimensionierte Hoch- oder Tunneltrasse
aufzuzeigen.
25.11.2011, 11:39#9
Die Straßenbahn schneller und damit attraktiver zu machen sollte um wesentlich weniger Geld möglich sein als eine U-Bahn zu errichten. Wichtig sind dazu aus meiner Perspektive folgende Punkte:
- Die längsten nicht notwendigen Wartezeiten ergeben sich an Kreuzungen. Die Bevorrangung bei der Ampelschaltung stößt aber bei einer gewissen Frequenz von ÖV und MIV an ihre Grenzen. Daher sollten die entsprechenden Kreuzungen unterführt werden. Dabei handelt es sich meiner Meinung nach um die Kreuzungen der Brünnerstraße mit Katsushikastraße, Shuttleworthstraße/Lundenburger Gasse und Siemensstraße/Frauenstiftgasse. Bei den anderen Kreuzungen sind die noch vorhandenen Stehzeiten bei entsprechendem Willen in den Griff zu bekommen, wenn die Ampeln entsprechend an die Straßenbahn angepasst werden.
- Ebenfalls zur attraktivierung der Straßenbahn beitragen würde ein niveaugleicher Überganz zwischen Straßenbahn (Relation 30, 31) und U6. Das währe aber wohl in der Station Floridsdorf nur schwer zu bewerkstelligen und mit extrem hohen Kosten verbunden, außerdem müssen nicht alle in Floridsdorf zur U6.
25.11.2011, 12:46#10
Unterführungen kosten allerdings auch wieder Geld. Ganz abgesehen davon: ausreichend Platz für Unterführungen hättest du definitiv an allen drei kritischen Punkten, allerdings hat die Straßenbahn an jeder dieser Kreuzungen eine Haltestelle. Bei der Katsushikastraße und Shuttleworthstraße wäre es noch kein so großes Problem, die Haltestelle vor eine der beiden Rampen zu verlegen, aber wie löst du dieses Problem in Großjedlersdorf, wo du die Umsteigemöglichkeit zu vier (!) Buslinien wahren musst? Man müsste also auch die Haltestelle unter die Erde verlegen, womit du mal an der Kreuzung B7/Siemensstraße eine riesige Baugrube hättest. Das Verkehrschaos wäre perfekt, und was die Autolobby dazu sagen würde wissen wir ja....
25.11.2011, 14:21#11
Das ist wohl das kleinste Problem, wenn man auf der Südosttangente unter vollem Verkehraufkommen die Fahrbahn ausbessern kann. Klar kommt es zu temporären Einschränkungen, aber ohne entsprechende Unterführungen wird eine Beschleunigung der Linie 31 nicht richtig funktionieren.ZitatMan müsste also auch die Haltestelle unter die Erde verlegen, womit du mal an der Kreuzung B7/Siemensstraße eine riesige Baugrube hättest. Das Verkehrschaos wäre perfekt, und was die Autolobby dazu sagen würde wissen wir ja...
25.11.2011, 18:47#12
Unterführungen kosten allerdings auch wieder Geld. Ganz abgesehen davon: ausreichend Platz für Unterführungen hättest du definitiv an allen drei kritischen Punkten, allerdings hat die Straßenbahn an jeder dieser Kreuzungen eine Haltestelle. Bei der Katsushikastraße und Shuttleworthstraße wäre es noch kein so großes Problem, die Haltestelle vor eine der beiden Rampen zu verlegen, aber wie löst du dieses Problem in Großjedlersdorf, wo du die Umsteigemöglichkeit zu vier (!) Buslinien wahren musst? Man müsste also auch die Haltestelle unter die Erde verlegen, womit du mal an der Kreuzung B7/Siemensstraße eine riesige Baugrube hättest. Das Verkehrschaos wäre perfekt, und was die Autolobby dazu sagen würde wissen wir ja....Autos unter die Erde stecken natürlich! Dann ist auch ein ungestörter niveaugleicher Übergang vom Gehsteig zur Haltestelle möglich.
26.11.2011, 13:39#13
Autos unter die Erde stecken natürlich! Dann ist auch ein ungestörter niveaugleicher Übergang vom Gehsteig zur Haltestelle möglich.Für den ersten und wichtigsten Schritt reicht genau eine Unterführung: Nämlich an der Kreuzung Brünner Straße / Gerasdorfer Straße für die Fahrbahn Richtung Süden. Dort kann der MIV dann die Straßenbahn unterqueren. Alles andere sind Ampelplanspiele wie sie im ersten Semester Verkehrsflußplanung vorkommen.
26.11.2011, 15:11#14
Trotzdem ist die Kreuzung bei der Shuttleworthstraße ein Sargnagel der Extraklasse, die würde ich unebedingt in die Planung mit einbeziehen.
28.11.2011, 13:15#15
Ampelplanspiele wie sie im ersten Semester Verkehrsflußplanung vorkommen.
Na DANN wird mir etliches klar ... erstes Semester ...
30.11.2011, 10:43#16
Die pragmatischeste Lösung wäre imho folgende: U6 1 Station zum KH Nord verlängern und dabei eine gemeinsame 4-gleistige unterirdische Station für Straßenbahn und U6 mit bahnsteiggleichem Umsteigen errichten. Bringt am meisten mit relativ wenig Aufwand.
EDIT: coolharrys Vorschlag geht ja auch in die Rechtung, sehe ich gerade.
EDIT: coolharrys Vorschlag geht ja auch in die Rechtung, sehe ich gerade.
30.11.2011, 11:50#17
Die pragmatischeste Lösung wäre imho folgende: U6 1 Station zum KH Nord verlängern und dabei eine gemeinsame 4-gleistige unterirdische Station für Straßenbahn und U6 mit bahnsteiggleichem Umsteigen errichten. Bringt am meisten mit relativ wenig Aufwand.
EDIT: coolharrys Vorschlag geht ja auch in die Richtung, sehe ich gerade.
Dann könnte man die Straßenbahn zwischen der Shuttleworthstraße und der Katsushikastraße gleich durchgehend unteridisch führen (wären rund 900m), sodass die kritischen Kreuzungen unterfahren werden. Beim Krankenhaus Nord müsste die U6 aber wie bei der Längenfeldgasse außen fahren, da die Straßenbahnen am 31er im Gegesatz zu jenen der U6 nur auf einer Seite Türen haben und weil auch nur so ein richtungsgleiches Umsteigen möglich wäre. (Bei Linksverkehr könnte man von der U6 kommend nur bahnsteiggleich zum 31er in die entgegengesetzte Richtung umsteigen, und das ist ja nicht Sinn der Sache!)
30.11.2011, 15:51#18
Wird einem eh nicht viel anderes übrigbleiben, eine Rampe braucht man sowieso.ZitatDann könnte man die Straßenbahn zwischen der Shuttleworthstraße und der Katsushikastraße gleich durchgehend unteridisch führen (wären rund 900m), sodass die kritischen Kreuzungen unterfahren werden.
Ja und, das wäre ja kein Problem?ZitatBeim Krankenhaus Nord müsste die U6 aber wie bei der Längenfeldgasse außen fahren, da die Straßenbahnen am 31er im Gegesatz zu jenen der U6 nur auf einer Seite Türen haben und weil auch nur so ein richtungsgleiches Umsteigen möglich wäre.
30.11.2011, 15:58#19
Ja und, das wäre ja kein Problem?ZitatBeim Krankenhaus Nord müsste die U6 aber wie bei der Längenfeldgasse außen fahren, da die Straßenbahnen am 31er im Gegesatz zu jenen der U6 nur auf einer Seite Türen haben und weil auch nur so ein richtungsgleiches Umsteigen möglich wäre.
Naja, wo soll die U6 dann wenden, wenn der Straßenbahntunnel inkl. Rampe bis zur Shuttleworthstraße geht? Irgendwie müsste die U6 auf das stadteinwärtige Gleis rüberkommen, das geht entweder mittels einer Kreuzung der 31er-Gleise nach der Station oder einer Unterfahrung dieser. Oder der 31er verschwindet direkt nach der Station wieder an die Oberfläche, womit er dann bei der A22 Abfahrt erst wieder an der Ampel stünde, und man baut eine kleine Wendeanlage für die U6 direkt nach der Rampe...
30.11.2011, 20:24#20
Die pragmatischeste Lösung wäre imho folgende: U6 1 Station zum KH Nord verlängern und dabei eine gemeinsame 4-gleistige unterirdische Station für Straßenbahn und U6 mit bahnsteiggleichem Umsteigen errichten. Bringt am meisten mit relativ wenig Aufwand.Der Vorschlag gefällt mir sehr gut! Damit hätte man sowohl eine U-Bahn-Anbindung des neuen Krankenhauses als auch eine wesentliche Fahrzeitverkürzung für Fahrgäste der Stammersdorfer Straßenbahnstrecke erreicht.