Gmundner Straßenbahn

140 Beiträge · Seite 2 von 7
22.06.2011, 16:18#21
RE: Umfrage
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Original von WeSt
Wo siehst du da den Unterschied zur alten Pöstlingbergbahn, deren Wagen doch um einiges älter waren?

Ad hoc fällt mir nur ein, dass diese ausschließlich auf eigenem Gleiskörper verkehrt - im Unterschied zur Gmunder Straßenbahn. Ich gebe aber gerne zu, dass dieses Empfinden möglicherweise subjektiv ist - bedingt durch andere österreichische Straßenbahnbetriebe, die sich von bereits 40-jährigen Fahrzeugen trennen.

Der Gmunder TW 8 mit Emil-Front und Zierspitz/doppelter Zierleiste fasziniert mich immer wieder - repräsentiert er doch ein Aussehen, dass es bei Wiener Straßenbahnwagen seit über 30 Jahren nicht mehr gibt!
23.06.2011, 00:02#22
Ich würde annehmen, daß solange es keine eklatanten Mankos gibt (wie seinerzeit die offenen Türen bei den Linzer 2-Achsern Mitte der 80er falls mich meine Erinnerung nicht trügt) besteht für die Aufsichtsbehörde kein Grund, den Betrieb zu untersagen. Problematisch wird es, wenn etwas passiert oder grobe Änderungen an der Strecke durchgeführt werden - aber der Bau eines längeren Tunnels ist wohl doch reichlich unwahrscheinlich...

Im schlimmsten Fall müßten vermutlich ähnliche Adaptierungsarbeiten durchgeführt werden wie bei den umgespurten Pöstlingbergbahnwagen (natürlich entsprechend den Voraussetzungen der neueren Fahrzeuge).

Das Design hat mich auch immer absolut fasziniert!
23.06.2011, 03:14#23
Zum Glück ist in Oberösterreich ja der Pühringer zuständig und nicht der Pröll!
04.07.2011, 21:22#24
Mehrheit pro Straßenbahn nur online
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Quelle: http://www.nachrichten.at/oberoesterreich/salzkammergut/art71,661575

1600 OÖN-Fragebögen: Das wollen die Gmundner von Heinz Köppl

GMUNDEN. Dass die OÖN mit der Fragebogen-Aktion „Gestalten Sie mit uns Gmundens Zukunft“ den Nerv der Bürger getroffen haben, zeigt sich an der unglaublichen Zahl der eingelangten Fragebögen: Insgesamt sind es knapp 1600, jeder Achte hat einen ausgefüllt. Nun liegt das Endergebnis vor.

Exakt 1588 Fragebögen sind in nur fünf Wochen in der Redaktion abgegeben worden – penibel ausgefüllt, zum Teil mit seitenlangen Anmerkungen versehen. Das Echo auf die Fragebogen-Aktion der Oberösterreichischen Nachrichten („Gestalten Sie mit uns Gmundens Zukunft“) hat alle Erwartungen übertroffen und auch Gmundens Bürgermeister Heinz Köppl (VP) überrascht: „Das nehme ich sehr ernst, auch weil es nicht von einer politischen Partei ist. Die Politik muss sich an die Ergebnisse der Fragebögen halten, sonst regieren wir an der Bevölkerung vorbei. Auch kritische Fragen muss man sich gefallen lassen.“

Die wichtigsten Ergebnisse im Überblick: Schonungslos fällt das Urteil aus, wenn es um die Frage geht, ob Gmunden die touristischen Entwicklungen verschlafen hat. Dies hat nicht nur die OÖN-Diskussion zu diesem Thema im Stadttheater gezeigt, sondern das schlägt sich auch ganz eindeutig in den Fragebögen nieder: 81 Prozent der Umfrageteilnehmer sind der Meinung, dass das der Fall ist und üben heftige Kritik: „Gmunden ist das Monaco Österreichs, aber macht nichts daraus.“

Fast Hand in Hand damit geht die Frage, ob Gmunden das Seehotel „Lacus Felix“ braucht. Zwei Drittel all jener, die den Fragebogen ausgefüllt haben, sind dafür – mehrmals wird auch angemerkt, dass ein Hotel der gehobenen Kategorie gar nicht ausreiche. Die Gegner befürchten hingegen zu wenig Auslastung und wollen kein Hotel („Gmunden soll für die Gmundner da sein“) – schon gar nicht auf dem Seebahnhof-Areal. Einige sind zwar für ein Hotel, aber dort, wo früher das alte Parkhotel stand.

War zu Beginn der Umfrage bei den Zwischenergebnissen noch eine Mehrheit der Fragebogen-Ausfüller für eine Sperre der Traunbrücke, so hat sich das beim Endergebnis gedreht. Nun sind 52 Prozent dagegen, 48 Prozent dafür – was aber noch immer überraschend ist. Interessant dabei ist, dass 54 Prozent online dafür sind. Bei jenen, die den Fragebogen in gedruckter Form ausgefüllt haben, sind 64 Prozent dagegen.

Debakel um Grünbergseilbahn

Ein ähnliches Bild ergibt sich auch bei der Verlängerung der Straßenbahn. War am Anfang eine überwältigende Mehrheit (80 Prozent) für eine Verlängerung, sind es am Ende – nach Auswertung aller Bögen – nur noch 58 Prozent der Umfrageteilnehmer. Auch hier ein krasser Gegensatz zwischen Print und Online. Während 70 Prozent der Computer-Nutzer dafür stimmen, sind 70 Prozent der Ausfüller, die den Fragebogen per Post geschickt oder in die Redaktion gebracht haben, dagegen.

Viele Leser haben in den Fragebögen auch ihrem Frust über die Politik freien Lauf gelassen, „dass in Gmunden nichts weitergeht“. Da ist die Rede von der Innenstadt, dem Hotel und ein ganz wichtiger Punkt: vom Debakel um die Grünbergseilbahn, die immer noch nicht fährt. Viele haben Bürgermeister Köppl auf dem Weg der Fragebögen auch nette und weniger nette Ratschläge mitgegeben. Wir nehmen alle Anregungen ernst, eine ganz detaillierte Auswertung der Fragebögen und der einzelnen Themen wird in den nächsten Wochen Punkt für Punkt erfolgen. Auf den nächsten zwei Seiten (36, 37) finden Sie kompakt zusammengefasst die wichtigsten Ergebnisse zu den großen Fragen, die derzeit Gmunden bewegen und die ein Auftrag an die Politik sind.
21.09.2011, 21:22#25
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Original von http://www.nachrichten.at/oberoesterreich/salzkammergut/art71,716254

Stern & Hafferl wertet Traunseebahn mit modernen Triebfahrzeugen auf

VORCHDORF, GMUNDEN. Auf der Bahnstrecke Gmunden–Vorchdorf von Stern & Hafferl fahren ab 14. Oktober zwei modernste Niederflurwagen. Sie lösen mehr als 50 Jahre alte Triebwagen ab und bedeuten einen Qualitätssprung.

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Bequeme Sitze, extra-ruhiges Fahrverhalten, kaum Geräusche, barrierefreies Ein- und Aussteigen, Info-Monitore und viel Platz für die Passagiere: Mit zwei modernen Triebfahrzeugen der jüngsten Generation wertet das Verkehrsunternehmen Stern & Hafferl seine Bahnlinie zwischen Vorchdorf und Gmunden auf. Die Niederflurgarnituren des Typs Flexity Outlook stammen vom Hersteller Bombardier (der auch die ÖBB beliefert) und werden Stern & Hafferl von den Innsbrucker Verkehrsbetrieben leihweise zur Verfügung gestellt. Zwei Garnituren fahren ab 14. Oktober auf der Traunseebahn, eine zwischen Vöcklamarkt und Attersee.

Bis 2015 sollen die roten Züge durchs Salzkammergut gleiten. Danach bekommt Stern & Hafferl eigene moderne Garnituren. Die Ausschreibung dafür wird gerade vorbereitet. Schon jetzt hat das Gmundner Verkehrsunternehmen die Strecke beschleunigt. Vor wenigen Jahren dauerte die Fahrt zwischen Vorchdorf und Gmunden noch 33 Minuten. Die neuen roten Flitzer sind nur noch 26 Minuten unterwegs.

Die Züge, die bisher zwischen Gmunden und Vorchdorf pendelten, sind zum Teil mehr als 50 Jahre alt. „Die neuen Fahrzeuge bringen also einen Qualitätssprung für die Passagiere“, sagt Günter Neumann, Geschäftsführer der Stern & Hafferl Verkehrsgesellschaft. „Wir gehen davon aus, dass sie auch für mehr Fahrgäste sorgen werden.“

Hoffen auf Verlängerung

Derzeit benutzen rund 700 Menschen die Schmalspurbahnlinie. Diese Zahl ließe sich verdoppeln, sind Verkehrsexperten der Landesregierung überzeugt, wenn die Linie durch Gmunden verlängert und mit der Straßenbahn verknüpft würde. „Es gibt keinen Fachmann in meiner Abteilung, der von der Straßenbahnverlängerung nicht überzeugt wäre“, sagt SP-Verkehrsstadtrat Hermann Kepplinger. „Allerdings müssen wir überprüfen, ob die Traunbrücke in Gmunden genug Tragfähigkeit besitzt. Sollte ein Brückenneubau nötig sein, bin ich der Meinung, dass sich auch das VP-Straßenbauressort finanziell beteiligen müsste.“ An der Finanzierung, so sieht es derzeit aus, könnte die von der VP Gmunden im Wahlkampf versprochene Straßenbahnverlängerung noch scheitern.
21.09.2011, 22:05#26
Zitat
Original von http://www.nachrichten.at/oberoesterreich/salzkammergut/art71,716254

Auf der Bahnstrecke Gmunden–Vorchdorf von Stern & Hafferl fahren ab 14. Oktober zwei modernste Niederflurwagen.

Ab dem 14. Oktober fährt ein Flexi (320) auf der Traunseebahn. Der zweite Triebwagen wird vielleicht noch heuer dazukommen und über einen dritten denkt man bereits auch nach.
22.09.2011, 11:46#27
Inwieweit werden dann die bis jetzt verwenden Altwagen noch gebraucht / fahren?
07.01.2012, 19:49#28
Umlandgemeinden setzen sich für Straßenbahnverlängerung ein
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Original von http://www.nachrichten.at/oberoesterreich/salzkammergut/art71,791651
Umlandgemeinden setzen sich für Straßenbahnverlängerung ein
GMUNDEN. Die Bürgermeister von Vorchdorf, Kirchham und Gschwandt appellieren an die Verantwortlichen in Gmunden, die Straßenbahn zu verlängern. Sie sehen große Chancen in dem Projekt und würden es deshalb auch unterstützen.
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Vorchdorfer, Kirchhamer und Gschwandtner wollen eine Direktverbindung in das Stadtzentrum von Gmunden. Bild: ebra

„Der Lückenschluss zwischen Straßenbahn und Traunseebahn ist eine Riesenchance für uns alle“, sagt Gunter Schimpl, VP-Bürgermeister von Vorchdorf. „Es braucht jetzt eine regionale Kraftanstrengung, damit dieses Projekt verwirklicht werden kann.“ Die Marktgemeinde Vorchdorf werde es deshalb nach Kräften unterstützen. Sogar eine finanzielle Beteiligung kann Schimpl sich vorstellen.

Ähnlich sieht es sein Kirchhamer Amtskollege Hans Kronberger (VP). „Wir unterstützen die Straßenbahnverlängerung so gut wir können und in jeder Form“, sagt er. „Nicht nur Gmunden würde ja davon profitieren, sondern auch unsere Bevölkerung.“ Immerhin könnten die Menschen aus Vorchdorf, Kirchham und Gschwandt dann direkt in die Gmundner Innenstadt fahren oder weiter zur Bezirkshauptmannschaft, zum Bundesgymnasium oder nahe zum Landeskrankenhaus. „Da Gmunden die Vergebührung der Parkplätze ausweitet, wird es für die Menschen aus den Umlandgemeinden interessanter“, sagt Kronberger.

Gschwandts VP-Bürgermeister Franz Wampl verweist auf die neuen Niederflurgarnituren auf der Traunseebahn von Stern & Hafferl. „Speziell ältere Menschen könnten damit ins Stadtzentrum fahren und dort Erledigungen machen“, sagt er. In Gschwandt gäbe es viele Siedlungen entlang der Bahn. „Eine Direktverbindung in das Stadtzentrum von Gmunden würde viele Pendler ansprechen.“

In Gmunden selbst setzt sich indessen langsam die Meinung durch, dass der Neubau der Traunbrücke und die Verlängerung der Straßenbahnlinie in einem erledigt werden sollten. Ein Gutachten, das im Auftrag von SP-Verkehrslandesrat Hermann Kepplinger erstellt wurde, kommt zum Ergebnis, dass die Straßenbahn nicht über die alte Brücke (deren Fundamente rund 100 Jahre alt sind) fahren sollte. „Auch wenn die Brücke noch eine Lebensdauer von 20 Jahren hat, wäre es besser, jetzt gleich eine Gesamtlösung anzustreben“, sagt Gmundens SP-Verkehrsstadtrat Wolfgang Sageder.
07.01.2012, 21:47#29
Ab dem 14. Oktober fährt ein Flexi (320) auf der Traunseebahn. Der zweite Triebwagen wird vielleicht noch heuer dazukommen und über einen dritten denkt man bereits auch nach.
Mittlerweile fährt der zweite Flexi auch auf der Traunseebahn. Trotzdem ist weiterhin der 23.111 oder 23.112 im Einsatz, als Verstärkerwagen (4 Kurse pro Tag).
07.01.2012, 22:22#30
Also verkehren die beiden Triebwagen (23.11x) nur zur HVZ?
08.01.2012, 18:28#31
Also verkehren die beiden Triebwagen (23.11x) nur zur HVZ?
Nur in der Früh, jeweils das erste Zugpaar ab Gmunden bzw. Vorchdorf und den Schülerzug (auch den Kurs welcher in den Ferien fährt).
08.01.2012, 18:38#32
Ab dem 14. Oktober fährt ein Flexi (320) auf der Traunseebahn. Der zweite Triebwagen wird vielleicht noch heuer dazukommen und über einen dritten denkt man bereits auch nach.
Mittlerweile fährt der zweite Flexi auch auf der Traunseebahn. Trotzdem ist weiterhin der 23.111 oder 23.112 im Einsatz, als Verstärkerwagen (4 Kurse pro Tag).
Quelle?
08.01.2012, 18:59#33
Quelle?
Aus erster Hand von einem Stern & Hafferl-Mitarbeiter.
08.01.2012, 19:01#34
Hast du zufällig auch eine Wagennummer?
08.01.2012, 19:06#35
Hast du zufällig auch eine Wagennummer?
Würde mich ebenfalls interessieren, da muss ich mal nachfragen.
19.02.2012, 01:11#36
Zitat
Original von http://www.nachrichten.at/oberoesterreich/salzkammergut/art71,819699

Politik schwört sich (wieder einmal) auf Straßenbahn-Verlängerung ein

GMUNDEN. Die Jubiläumsfeier einer 100-jährigen Straßenbahngarnitur in Gmunden am Dienstag geriet zu einem vielstimmigen Bekenntnis für den Lückenschluss der Gmundner Lokalbahn. Wie das Projekt finanziert werden soll, weiß allerdings noch niemand.

„Mit vereinten Kräften wird das Schwere leicht vollbracht.“ Nicht ohne Pathos kündigte die Salzkammergut-Zeitung 1911 die Vollendung der Gmundner Lokalbahn in Richtung Vorchdorf an. Der damals fehlende 600 Meter lange Lückenschluss über die Traun wurde allerdings bis heute nicht realisiert.

In der Gmundner Remise von Stern & Hafferl wurde am Dienstag das 100-Jahre-Jubiläum des Triebwagens GM5 und das 50-jährige Bestehen der Garnitur GM8 gefeiert. Und einmal mehr schworen sich lokale Politiker auf die Vollendung der Gmundner Lokalbahn ein.

Gmundens VP-Bürgermeister Heinz Köppl, der die Straßenbahnverlängerung im Wahlkampf versprochen hat, sagte: „Wir tun alles, um das Projekt zu verwirklichen.“ Argumentativ unterstützt wurde er nicht nur von den Landtagsabgeordneten des Bezirks, sondern auch von den Bürgermeistern der Gemeinden Gschwandt, Kirchham und Vorchdorf – jene Orte, die an der bestehenden Traunsee-Bahnlinie liegen und vom Lückenschluss profitieren würden. „Unsere Kinder könnten direkt zu den höheren Schulen in Gmunden fahren“, sagte Kirchhams VP-Politiker Hans Kronberger. „Aber auch Pendler hätten eine Direktverbindung zu großen Arbeitgebern wie Energie AG oder dem LKH in Gmunden.“

Das Vorbild ist Karlsruhe

Dass eine Attraktivierung der Bahn das Fahrgastaufkommen vervielfachen würde, bestätigte Walter Casazza, gebürtiger Innsbrucker und Leiter des Karlsruher Verkehrsverbunds. In Karlsruhe fährt die Straßenbahn (so wie in Gmunden geplant) außerhalb der Stadt als Lokalbahn die Umlandgemeinden an. Damit und mit anderen Angebotsverbesserungen konnten die Fahrgastzahlen der Karlsruher Stadtbahn innerhalb von elf Jahren verzehnfacht werden. „Unser Konzept wird mittlerweile von vielen anderen Städten kopiert“, so Casazza.

Eine Frage blieb in der Remise von Stern & Hafferl allerdings unbeantwortet: Wie die Straßenbahnverlängerung finanziert werden soll. Befürworter beziffern die Kosten mit 14 Millionen Euro, von denen das Land 80 Prozent übernehmen würde. Kritiker rechnen mit höheren Kosten, vor allem wegen des notwendigen Brückenneubaus – der allerdings in wenigen Jahren ohnehin anstünde.


Zitat
Original von http://www.nachrichten.at/oberoesterreich/salzkammergut/art71,819787

Köppl: „Werden uns Straßenbahnverlängerung leisten können – aber die Therme hat Vorrang“
GMUNDEN. Die Straßenbahnverlängerung muss kommen, sagt Gmundens VP-Bürgermeister. Aber zuvor sollte die Stadt in die Therme investieren.

Zuerst das Seehotel, die Grünbergseilbahn und die Traunseetherme – und dann erst die Straßenbahnverlängerung. Das ist die Reihung, die VP-Bürgermeister Heinz Köppl im OÖN-Interview vorgibt.

Während die Stadtgemeinde beim Hotel und bei der Seilbahn finanziell nicht beteiligt ist, wird sie zur Therme rund zehn Millionen Euro beitragen müssen. Kann sich die Stadt dann noch eine Straßenbahnverlängerung leisten? Aus Sicht des Bürgermeisters geht das.

Doch die Therme hat Vorrang. „Sie wird die Stadt beleben und steht seit Jahren auf der Wunschliste der Bevölkerung“, so Köppl. Durch Synergieeffekte würde ein Teil der Kosten außerdem im Laufe der Zeit zurückkommen.

Doch Köppl bekennt sich auch zum Verlängerung der Straßenbahn. „Die Landesregierung hat mittlerweile versprochen, 80 Prozent der Kosten zu übernehmen“, so Köppl. „Ich bin überzeugt, die verbleibenden 20 Prozent werden wir schaffen.“ Für eine genaue Planung seien aber Vorarbeiten nötig. „Wir wissen noch nicht, wie die Leitungen unter der künftigen Trasse aussehen und welche Kosten da auf uns zukommen. Außerdem ist immer noch nicht geklärt, wie die Traunbrücke künftig aussehen soll.“ Auch deshalb werde es noch einige Jahre dauern, bis das Projekt gestartet werden könne. „Aber ich stehe zur Verlängerung der Straßenbahn, weil sie wichtig ist.“
22.02.2012, 22:19#37
Zitat
Original von http://www.nachrichten.at/oberoesterreich/salzkammergut/art71,820674
„Zeit arbeitet für die Straßenbahnverlängerung, weil Sprit bald mehr als zwei Euro kosten wird“
GMUNDEN. SP-Verkehrsstadtrat Wolfgang Sageder ist überzeugt davon, dass die Attraktivität schienengebundener Nahverkehrsmittel in den nächsten Jahren steigt.

Befürworter der Gmundner Straßenbahnverlängerung kritisieren, dass es in der Sache zu wenig Fortschritt gäbe. Das Projekt wird von der Gmundner Stadtpolitik immerhin seit Jahren angekündigt.

SP-Verkehrsstadtrat Wolfgang Sageder zeigt Verständnis für das Drängen, verteidigt aber das Tempo der Realisierung. „Wir warten derzeit auf die Fertigstellung der technischen Studie zur Traunbrücke, dann geht die Projektentwicklung weiter“, sagt der SP-Politiker. „Immerhin konnten wir im Vorjahr die grundsätzliche Finanzierungseinigung mit Landesrat Hermann Kepplinger erzielen und viele kleine technische Details lösen“, so Sageder. Das Land hat seinen Finanzierungsanteil mittlerweile auf 80 Prozent hinaufgeschraubt.

Zudem sei die Zeit eine gute Verbündete: Laut Experten würde der Spritpreis in Österreich noch in diesem Jahrzehnt die Zwei-Euro-Grenze überspringen. „Natürlich wird auch weiterhin mit dem Auto gefahren, auch wenn der Benzin drei Euro kostet“, so Sageder. „Aber öffentliche Verkehrsmittel werden attraktiver. Da muss man kein Ökofreak sein“. Gmunden werde dann, so der Verkehrsstadtrat, zumindest auf einem der vier Hauptpendeläste einen echten Standortvorteil bieten können. Nicht nur für Unternehmen, sondern auch für deren Angestellte.

Was die notwendige Adaptierung der Traunbrücke betrifft, rechnet Sageder mit „aufwändigen, aber sachlichen Verhandlungen“ mit der Landesregierung. Schließlich wüssten alle, dass die Brücke ohnehin ein nahes Ablaufdatum habe und der Stadt nach Fertigstellung der Ostumfahrung so nicht übergeben werden könne. Eine Einbeziehung der Straßenbahnverlängerung wäre hier „wirtschaftlich höchst vernünftig“. (ebra)
Dieser Beitrag wurde 2-mal editiert, zuletzt von umweltretter (22.02.2012, 22:25): Quellenangabe
23.02.2012, 11:34#38
Zitat
Original von http://www.nachrichten.at/oberoesterreich/salzkammergut/art71,820674
„Zeit arbeitet für die Straßenbahnverlängerung, weil Sprit bald mehr als zwei Euro kosten wird“

Wenn das das einzige Argument für die Straßenbahn ist, dann sehe ich für die Verlängerung ziemlich schwarz.
23.02.2012, 23:52#39
Immerhin gibt es jetzt eine Werbebroschüre, die für die Verlängerung wirbt und deren Vorteile präsentiert:
----> http://www.josef-reiter.com/ftpdaten/flipbooks/SH/index.html (als E-Paper zum Durchblättern)
24.02.2012, 09:59#40
Immerhin gibt es jetzt eine Werbebroschüre, die für die Verlängerung wirbt und deren Vorteile präsentiert:
----> http://www.josef-reiter.com/ftpdaten/flipbooks/SH/index.html (als E-Paper zum Durchblättern)

Gab es nicht auch einmal Pläne für eine Verlängerung vom Hauptbahnhof bis hin zu einem Einkaufszentrum in der Nähe? Die sind scheinbar schon wieder vom Tisch, zumindest findet sich in der Broschüre nichts mehr davon.