Gmundner Straßenbahn
140 Beiträge · Seite 4 von 7
09.02.2013, 11:54#61
Laut einer OÖN-Umfrage vom letzten Sommer befürwortet die Mehrheit der Bevölkerung die Verlängerung der Straßenbahn. Auf Seiten der Politik sprechen sich nur die Freiheitlichen klar dagegen aus.
Sehr aufschlußreich!
In Niederösterreich funktioniert das blaue Meinungsbarometer wundersamerweise vollkommen anders:
http://www.ots.at/presseaussendung/OTS_201302…estens-140-millionen
Andere Frage: weiß jemand, wie die Abstimmung gestern ausgegangen ist ?
Straßenbahnverlängerung in Gmunden auf Schiene
Die Verlängerung der Gmundener Straßenbahn mit der Lokalbahn Gmunden dürfte auf Schiene sein. Die ÖVP hat sich Freitagabend in einer Fraktionssitzung einstimmig dafür ausgesprochen.
25 bis 30 Mio. Euro soll der Lückenschluss zwischen der Straßenbahn und der Lokalbahn kosten. Entstehen würde dann eine Verbindung zweier öffentlicher Verkehrsmittel, für die eine Berechnung eine Verdoppelung der Fahrgastzahlen voraussagt. Eine einmalige Chance, heißt es.
Land trägt 80 Prozent der Kosten
Das Land hat bereits eine Übernahme von 80 Prozent der Gesamtkosten zugesagt, 20 Prozent müsste die Stadt tragen. Das sind noch immer fünf bis sechs Mio. Euro.
FPÖ ist gegen den Lückenschluss
ÖVP, SPÖ, Grüne und Stadtliste sind klar für die Verbindung, die FPÖ ist dagegen. Der Grüne Regionalabgeordnete Markus Reitsamer sowie die Grüne Verkehrssprecherin Ulrike Schwarz appellieren am Freitag erneut an den Gemeinderat der Traunsee-Stadt, sich bei der Gemeinderatssitzung nächste Woche für das Projekt auszusprechen.
Natürlich sei es für die Stadt nicht einfach ihren Kostenanteil von fünf bis sechs Mio. Euro zu finanzieren, meint Reitsamer. Er sei aber überzeugt, dass eine Lösung gefunden werden könne, wenn sich alle Beteiligten darum bemühen. Am 14. Februar wird die Stadtgemeinde über das Projekt entscheiden.
Beste Grüße
VT
EDITS: Zitat eingefügt, Tipp-Ex
Dieser Beitrag wurde 3-mal editiert, zuletzt von VT 5081 (09.02.2013, 11:58)
09.02.2013, 17:34#62
Laut einer OÖN-Umfrage vom letzten Sommer befürwortet die Mehrheit der Bevölkerung die Verlängerung der Straßenbahn. Auf Seiten der Politik sprechen sich nur die Freiheitlichen klar dagegen aus.
Sehr aufschlußreich!
Dein Posting ist im Bezug auf deine Einstellung sehr aufschlußreich, aber warum sollte sich eine Partei einfach der Mehrheit beugen? Warum soll eine demokratisch gewählte Repräsentantin einer gewissen Bevölkerungungsschicht nicht zu der Meinung stehen, wegen der sie vom Volk gewählt wurde?
Dieser Beitrag wurde 1-mal editiert, zuletzt von Schienenchaos (09.02.2013, 18:58)
11.02.2013, 10:48#63
Soviel ich verstanden habe, sind die Freiheitlichen ja nur deshalb dagegen, weil noch nicht geklärt ist, woher der Finanzierungsbeitrag der Stadt kommen soll. Das finde ich grundsätzlich nicht schlimm; ich kaufe mir ja auch nicht ein Auto, bevor ich nicht weiß, womit ich es bezahlen soll. Wenn die Finanzierung der Stadt auf Schiene ist, werden die Freiheitlichen vermutlich auch kein Problem mehr mit der Verlängerung haben.
Laut einer OÖN-Umfrage vom letzten Sommer befürwortet die Mehrheit der Bevölkerung die Verlängerung der Straßenbahn. Auf Seiten der Politik sprechen sich nur die Freiheitlichen klar dagegen aus.
Sehr aufschlußreich!
Dein Posting ist im Bezug auf deine Einstellung sehr aufschlußreich, aber warum sollte sich eine Partei einfach der Mehrheit beugen? Warum soll eine demokratisch gewählte Repräsentantin einer gewissen Bevölkerungungsschicht nicht zu der Meinung stehen, wegen der sie vom Volk gewählt wurde?
11.02.2013, 13:23#64
Unabhängig von Deiner Gesinnung ist es ja prinzipiell egal, ob 50% plus eine Stimme, oder 100% für etwas stimmen. Obwohl ich nicht gerade der größte Freund der FPÖ bin würd' ich Postings wie das 1. und 2. lieber nicht lesen und zwar nicht nur, weil ich mich dem 3. und 4. Posting anschließen kann, sondern auch, weil politische Präferenzen in diesem Forum nicht allzuviel verloren haben sollten. Würden z.B. "blaue" Freunde ständig Ihren Unmut über Rot-Grün abladen, würd's mich auch nur nerven ... also "back to topic" - bei GelegenheitSoviel ich verstanden habe, sind die Freiheitlichen ja nur deshalb dagegen, weil noch nicht geklärt ist, woher der Finanzierungsbeitrag der Stadt kommen soll. Das finde ich grundsätzlich nicht schlimm; ich kaufe mir ja auch nicht ein Auto, bevor ich nicht weiß, womit ich es bezahlen soll. Wenn die Finanzierung der Stadt auf Schiene ist, werden die Freiheitlichen vermutlich auch kein Problem mehr mit der Verlängerung haben.
Laut einer OÖN-Umfrage vom letzten Sommer befürwortet die Mehrheit der Bevölkerung die Verlängerung der Straßenbahn. Auf Seiten der Politik sprechen sich nur die Freiheitlichen klar dagegen aus.
Sehr aufschlußreich!
Dein Posting ist im Bezug auf deine Einstellung sehr aufschlußreich, aber warum sollte sich eine Partei einfach der Mehrheit beugen? Warum soll eine demokratisch gewählte Repräsentantin einer gewissen Bevölkerungungsschicht nicht zu der Meinung stehen, wegen der sie vom Volk gewählt wurde?

15.02.2013, 19:03#65
Vor wenigen Minuten meldete der ORF in der Sendung "Konkret" daß der Gemeinderat von Gmunden für den Erhalt der Bim gestimmt hat.
03.03.2013, 00:46#66
Gmunden lässt Straßenbahn bis Vorchdorf fahren
GMUNDEN. Verkehrsstadtrat Wolfgang Sageder hat nach jahrelangen Diskussionen sein Ziel erreicht.
Als Gmundens Gemeinderat Ende vergangener Woche die Verlängerung der Gmundner Straßenbahn beschloss, war das der große Tag von SP-Verkehrsstadtrat Wolfgang Sageder. Feierlich gekleidet und nach eigenen Worten „so aufgeregt, als wäre das mein erster Auftritt im Gemeinderat“, zählte er im Rathaussaal noch einmal die Gründe auf, warum Gmunden diese historische Chance nicht verpassen darf. Warum die 650 Meter lange Lücke im Gmundner Schienennetz mit 100 Jahren Verspätung geschlossen werden sollte.
Das Momentum genutzt
Sageder hatte jahrelang für die Vollendung der Straßenbahn gekämpft. Er hatte Schritt für Schritt darauf hingearbeitet und unermüdlich Überzeugungsarbeit geleistet. In der Bevölkerung ebenso wie in den Parteien – auch in der eigenen. Sageder fädelte mit der Landesregierung die für Gmunden unwiderstehliche Finanzierungsaufteilung nach einem 80:20-Schlüssel ein und erbettelte auch noch Fördergelder in Wiener Ministerien. Und als vor zwei Wochen durch einen OÖN-Bericht österreichweit bekannt wurde, dass Gmundens Straßenbahn ohne Verlängerung unmittelbar vor ihrer Schließung steht und die Stadt nur noch wenige Tage Zeit hat, das Finanzierungsangebot anzunehmen, nutzte er den Moment und machte gemeinsam mit Vertretern der VP den Sack zu.
Die FP sprach sich im Stadtparlament gegen die Verknüpfung der Straßenbahn mit der Traunseebahnlinie aus, blieb dabei aber allein – und musste sich vorhalten lassen, selbst einst im Wahlkampf für das Projekt Stimmung gemacht zu haben. Doch davon wollte FP-Stadtrat Gerald Grampelhuber nichts wissen. Die Verlängerung sei zu teuer angesichts der niedrigen Auslastung der beiden Linien, argumentierte er. Gmunden sei durch Citybusse gut erschlossen. Mit einer Sondergenehmigung könne man die Schließung der „Museumsbahn“ außerdem vielleicht verhindern.
Sageder, der wusste, dass die Sache längst gelaufen war, verfolgte die Debatte still beobachtend. Als der Gemeinderat nach der Sitzung geschlossen in ein Wirtshaus übersiedelte, bestellte er dort wie immer Fruchtsaft. Denn so historisch kann eine politische Entscheidung gar nicht sein: Sageder bleibt nüchtern.
Was kostet die Straßenbahnverlängerung – und was bringt sie?
GMUNDEN. Die Politik gibt grünes Licht für die Verlängerung der Straßenbahn – aber in der Bevölkerung ist die Unsicherheit groß: Was kostet das Projekt – und was bringt es? Hier die wichtigsten Antworten.
Was kostet die Verlängerung der Straßenbahn? Die Verlängerung des Schienenstrangs über die Traun kostet 25 Millionen Euro. Rechnet man Platz- und Straßengestaltungen dazu, entstehen Kosten von 30 Millionen Euro.
Wie hoch ist Gmundens Kostenanteil? Die Landesregierung übernimmt 80 Prozent der Kosten, für Gmunden bleiben 20 Prozent. Am Papier wären das bis zu sechs Millionen Euro. Doch Gelder kommen auch von Stern & Hafferl, dem Verein Pro Gmundner Straßenbahn, zwei Ministerien sowie von den Gemeinden Vorchdorf, Kirchham und Gschwandt. Gmunden kann dank der Straßenbahnverlängerung außerdem einen Citybus einsparen. Auch die Erneuerung des Kanals in der Innenstadt sowie die Errichtung einer neuen Traunbrücke fällt in das Projekt und wird von der Landesregierung mitfinanziert. Effektiv rechnet VP-Bürgermeister Heinz Köppl mit einem Kostenanteil für die Stadtgemeinde von 1,5 Millionen Euro.
Macht die Straßenbahn den Neubau der Traunbrücke notwendig? Ja, die alte Brücke würde der Belastung nicht standhalten. Sie hat aber ohnehin nur noch eine Lebenszeit von 20 Jahren und müsste dann erneuert werden. Jetzt übernimmt das Land Oberösterreich 80 Prozent der Kosten.
Kommt die Bim überhaupt durch das Trauntor? Das Trauntor ist kein Hindernis, die Senke am Brückenkopf in Traundorf schon. Beim Neubau der Brücke wird sie ausgeglichen.
Wird die Straßenbahn den Verkehr behindern? Nein, die Garnituren (die schmäler sind als Autobusse) werden sich im Fließverkehr mitbewegen. Die Strecke durch die Innenstadt wird zweigleisig gebaut.
Wird die Brücke für Autos gesperrt? Daran ist nicht gedacht. Im Rahmen der Baumaßnahmen erhalten Radfahrer und Fußgänger aber mehr Platz („Shared Space“). Außerdem dürften etliche Autofahrer künftig auf die Schiene umsteigen. Ziel ist eine Verkehrsberuhigung.
Wie wirkt sich die Investition auf die Passagierzahlen aus? Experten rechnen mit einer Verdoppelung. Für Menschen aus Gschwandt, Kirchham und Vorchdorf sind Ziele wie Bezirkshauptmannschaft, Schulen, Krankenhaus, Energie AG, Salzkammegut Einkaufspark und der Gmundner Bahnhof in modernen Niederflurwagen direkt erreichbar.
Ab wann fährt die Straßenbahn bis Vorchdorf? Der Lückenschluss wird in Etappen vollzogen. 2014 soll die Traunseebahnlinie bis zum Klosterplatz verlängert werden. 2015 ist die Verlängerung der Straßenbahnlinie bis zum Rathausplatz geplant. 2016 beginnen die Bauarbeiten an der neuenTraunbrücke. Im Jahr 2017 fährt die erste Straßenbahngarnitur als „RegioTram“ bis Vorchdorf.
03.03.2013, 14:06#67
Ein "Hoch" Allen, die sich dafür eingesetzt haben. Endlich einmal auch eine gute Nachricht. 

04.03.2013, 09:25#68
Ein "Hoch" Allen, die sich dafür eingesetzt haben. Endlich einmal auch eine gute Nachricht.Noch ist keine Schiene verlegt - aber es besteht zumindest Hoffnung! Ich würde mich freuen, wenn ich wieder mit der Straßenbahn auf den Rathausplatz fahren kann - ich habe das 1974 (noch als Kind) letztmalig erlebt! Faszinierend ist ja, dass Gleis und Oberleitung bis heute vollständig vorhanden sind - die Gleise wurden lediglich zugeteert. Aber da die Strecke ja zweigeisig ausgebaut werden soll, wird die bestehende Gleis- und Oberleitungsanlage die Verlängerung wohl kaum überleben.
Hoffentlich bleibt zumindest der speziell für Gmunden gebaute TW 8 erhalten und für Sonderfahrten verfügbar.
04.03.2013, 11:31#69
Noch ist keine Schiene verlegt - aber es besteht zumindest Hoffnung!Die Hoffnung stirbt zuletzt heißt es. Lasst uns positiv denken auch wenns manchmal schwer fällt.
04.03.2013, 15:34#70
Hoffentlich bleibt zumindest der speziell für Gmunden gebaute TW 8 erhalten und für Sonderfahrten verfügbar.
Genau da fürchte ich ein Problem zukommen-die Gmundner Wagen sind 2-Richtungsfahrzeuge, mit Türen aber nur an einer Seite;wenn jetzt die Gleise 2-Gleisig ausgebaut werden, dann können bei der Rückfahrt keine Fahrgäste mehr ein-und aussteigen, da dann die Türen auf der verkehrten Seite sind-oder man macht führ den Gmundner"Stadtverkehr" Schleifen beim Rathaus und beim Bahnhof und verwendet Sie als 1-Richtungsfahrzeuge.
Edit: Schreibfehler ausgebessert
04.03.2013, 16:52#71
Hoffentlich bleibt zumindest der speziell für Gmunden gebaute TW 8 erhalten und für Sonderfahrten verfügbar.
Genau da fürchte ich ein Problem zukommen-die Gmundner Wagen sind 2-Richtungsfahrzeuge, mit Türen aber nur an einer Seite;wenn jetzt die Gleise 2-Gleisig ausgebaut werden, dann können bei der Rückfahrt keine Fahrgäste mehr ein-und aussteigen, da dann die Türen auf der verkehrten Seite sind-oder man macht führ den Gmundner"Stadtverkehr" Schleifen beim Rathaus und beim Bahnhof und verwendet Sie als 1-Richtungsfahrzeuge.
Edit: Schreibfehler ausgebessert
Soll die Bestandsstrecke zweigleisig ausgebaut werden? Wenn nicht, kann man ja einfach nur dort fahren.
04.03.2013, 17:15#72
Soll die Bestandsstrecke zweigleisig ausgebaut werden?
Nur die Neubaustrecke wird zweigleisig sein.
04.03.2013, 17:29#73
Was spricht dagegen einen Mittel- und einen Seitenbahnsteig zu errichten, sofern es im zweigleisigen Abschnitt eine Haltestelle geben wird?
05.03.2013, 13:44#74
Was spricht dagegen einen Mittel- und einen Seitenbahnsteig zu errichten, sofern es im zweigleisigen Abschnitt eine Haltestelle geben wird?
Dass dafür kein Platz ist.
05.03.2013, 13:46#75
Kennst du die Trassierungspläne so genau?Was spricht dagegen einen Mittel- und einen Seitenbahnsteig zu errichten, sofern es im zweigleisigen Abschnitt eine Haltestelle geben wird?
Dass dafür kein Platz ist.
05.03.2013, 13:51#76
Kennst du die Trassierungspläne so genau?Was spricht dagegen einen Mittel- und einen Seitenbahnsteig zu errichten, sofern es im zweigleisigen Abschnitt eine Haltestelle geben wird?
Dass dafür kein Platz ist.
--> Straßenbahn-Durchbindung Gmunden
05.03.2013, 13:55#77
Ich kann aus diesen Plänen nicht erkennen, dass am Rathaus- und Klosterplatz nicht ausreichend Platz zur Verfügung steht, Stationen in der von User "tgv325" vorgeschlagenen Art zu errichten.
--> Straßenbahn-Durchbindung Gmunden
05.03.2013, 14:05#78
Ich kann aus diesen Plänen nicht erkennen, dass am Rathaus- und Klosterplatz nicht ausreichend Platz zur Verfügung steht, Stationen in der von User "tgv325" vorgeschlagenen Art zu errichten.
Ich verstehe den Sinn nicht warum man überhaupt Mittelbahnsteige errichten sollte. Ein Mittelbahnsteig nimmt nur unnötig viel Platz weg und ist auch für den Fahrgäste nicht sehr komfortabel (Querung der Fahrbahn + Konflikte mit dem MIV). Am Rathausplatz und Klosterplatz wäre die geplante Situation eigentlich optimal.
05.03.2013, 14:34#79
Ich stimme dir grundsätzlich zu, wenn die existierenden Fahrzeuge aber nur auf einer Seite Türen haben, ist es vermutlich die kostengünstigste Lösung.
05.03.2013, 16:27#80
Ich stimme dir grundsätzlich zu, wenn die existierenden Fahrzeuge aber nur auf einer Seite Türen haben, ist es vermutlich die kostengünstigste Lösung.
Die existierenden Fahrzeuge werden wohl kaum im Planbetrieb nach der Verlängerung weiterfahren (auch wegen Barrierefreiheit und so) und mit (dann) Museumsfahrzeugen muss man ja nicht überall halten bzw. nicht die ganze Strecke abfahren.
