Fahrgastbeirat
104 Beiträge · Seite 2 von 6
20.02.2008, 15:51#21
ZitatOriginal von tramway.at
Die Aktivitäten incl. Sitzungsprotokolle kann man auf der WiLi-Homepage einsehen: Kasteln rechts: "Fahrgastbeirat" > Pop-Up > in diesem klein links oben "Sitzungen".
Ich weiß, aber daraus wird man auch nicht wirklich schlau, was denn der Fahrgastbeirat nun wirklich geleistet hat. Ich hatte auch schon (Mail-)Kontakt mit einem Beiratsmitglied - selbst der Arme konnte mir keine konkreten Beispiele nennen, was der Fahrgastbeirat für die Beförderungsfälle erreicht hat.
Ich zitere zur Unterstreichung meiner Aussagen das letzte veröffentlichte Sitzungsprotokoll vom 20. 11. 2007:
Zitat
Sicherheit im U-Bahnbetrieb
Sicherheit im öffentlichen Verkehr insbesondere der Fahrgäste vor Taschendieben wurde einleitend diskutiert. Vertreter der Bundespolizeidirektion, Herr Jedelsky und Frau Dalmatiner, wiesen auf die Wichtigkeit der Information der Fahrgäste durch die Leitstelle der Wiener Linien hin. Gegen Taschendiebe hilft in erster Linie die eigene Aufmerksamkeit, weil es unmöglich ist sich bei diesem Delikt ausschließlich auf die Polizei zu verlassen.
Die häufigsten Diebstähle treten zwischen 6 und 19 Uhr auf. Helfen soll man nur dann, wenn man sich selbst nicht in Gefahr bringt. Wichtig ist die Beobachtung des Täters und Organisation der Hilfe über den Notruf. Bei Raubüberfällen und Gewalttaten ist die Polizei in der Regel in weniger als 5 min am Tatort. Hingewiesen wurde auf die in Hamburg durchgeführte Aktion unter dem Motto „Wer nichts tut macht mit“.
Im Wesentlichen geht es um die Solidarität der Fahrgäste miteinander. Der Blick hinter die Kulissen der Weltmeisterschaft in Deutschland aus Sicht der Polizei zeigte, dass es in dieser Periode relativ viele Festnahmen gegeben hat über die kaum berichtet wurde. Aus diesem Grund versucht man bei der EURO 2008 mit entsprechenden Präventivkonzepten vorzugehen. Sämtliche Exekutivbeamte sind im Einsatz und erhalten zusätzlich noch Verstärkung aus Deutschland.
Das Donauinselfest wurde mit Rücksicht auf die EURO 2008 verschoben. Zwischen der Stadt Wien, der Polizei und den Wiener Linien wurde ein Krisenstab für die Zeit der EURO 2008 eingerichtet.
Allgemeines Blabla - wen interessiert's und wem hilft's, wenn die Polizei den Fahrgastbeirat vor Taschendieben warnt? Fahrgastinformation gab es jedenfalls diesbezüglich keine, also erkennbare Aktivität des Fahrgastbeirats: keine.
ZitatTramwaytag
Positives berichteten die Fahrgastbeiräte/innen vom diesjährigen Tramwaytag und die von ihnen bei dieser Aktivität aufgenommenen Vorschläge, Wünsche und Beschwerden.
Beispiele, bitte Beispiele! Das ist doch viel zu allgemein! Welche Vorschläge und Wünsche wurden vermehrt geäußert, welche erscheinen umsetzbar und wie? Fragen über Fragen, erkennbare Aktivität des Fahrgastbeirats: keine.
ZitatBilanz 4 Jahre Fahrgastbeirat
Die Bilanz des Fahrgastbeirates der ersten vier Jahre ergab 26 zum Teil weit reichende Maßnahmen für die Wiener Linien, die die Wiener Linien auf Anregung des Fahrgastbeirates in der Zwischenzeit umgesetzt haben bzw. die in die Umsetzungsphase gekommen sind.
Das Spektrum reicht von neun visuellen Fahrgastinformationssystemen, über Veränderungen der Citybusse, Haltestellenverlegungen, Budgetumschichtungen und der zumindest teilweise erfüllten Forderung der Fahrgastbeiräte die entstandene Wettbewerbsverzerrung zwischen Auto und dem öffentlichen Verkehr durch zu niedrige Parkgebühren zu beheben.
Der Fahrgastbeirat hat die RBL-Infodisplays bei Gott nicht erfunden. Die gab es nämlich schon vor der Erfindung des Fahrgastbeirats. Die Parkgebühren wären so oder so erhöht worden, was will der Fahrgastbeirat damit zu tun haben? Budgetumschichtunten? Wie, wo, warum? Keine Information; erkennbare Aktivität des Fahrgastbeirats: keine.
ZitatEinzelne Vorschläge aus dem Kreis der Wiener Fahrgäste wurden im Rahmen des Fahrgastbeirates sachlich geprüft, wobei die Diskussion in Einzelpunkten eine weitere Bearbeitung an die Wiener Linien empfahl.
Welche waren das, was ist dabei herausgekommen. Konnten Erfolge erzielt werden? Keine Antwort, daher erkennbare Aktivität des Fahrgastbeirats: keine.
ZitatDas Thema einer Ausweitung und Verdichtung des Straßenbahnnetzes in Wien wurde aufgegriffen, wobei die Unterschiede zwischen Wien und dem Ausland, wo neue Straßenbahnen gebaut wurden, die heute als vorbildlich gelten, herausgearbeitet wurden. Das Wiener Straßenbahnnetz ist historisch gewachsen und in das städtische Gefüge voll integriert.
Ist das wirklich Aufgabe eines Fahrgastbeirats? Ich denke nicht.
ZitatDeshalb war auch die Entwicklung des ULF notwendig, um die Straßenbahnen dem Gehsteigniveau anzupassen.
Muhahahaha!

ZitatDie im Ausland in den letzten Jahren neu gebauten und eröffneten Straßenbahnen weisen fast ausschließlich eigene Gleiskörper und erhöhte Bahnsteige auf und kennen daher die Problematik der Vollintegration einer Straßenbahn in das historische Neugefüge einer Stadt nicht.
Hier muss ich einmal ausnahmsweise einen Standardsatz verwenden: "Des kamma ned vergleichen!" Warum nicht? Ganz einfach: In Wien gibt es eben ein historisch gewachsenes (und auch wieder geschrumpftes) Straßenbahnnetz. Eine Neukonstruktion nach modernen Kriterien lässt sich damit wirklich nicht vergleichen. Netze wie München, Berlin, Zürich erscheinen mir von der Trassierung schon eher vergleichbar.
ZitatDie Frage des Umbaues von alten Fahrzeugen in teilweise Niederflurfahrzeuge wurde eingehend diskutiert mit dem Ergebnis, dass dies eine unwirtschaftliche und vorübergehende Lösung ist. Die Fahrgastbeiräte akzeptierten die Strategie der Wiener Linien intensiv neue Fahrzeuge als Niederflurfahrzeuge anzuschaffen.
Wozu etwas diskutieren, das sowieso nicht umgesetzt wird (siehe letzter Satz!)?
ZitatDie Problematik von Innenstufen bei solchen Umbauten besteht in der Verletzungsgefahr und darin, dass ältere und gehbehinderte Personen den Bereich des Betriebsmittels, der über Innenstufen erreicht wird, gerne meiden.
Korrekt, aber man braucht keinen Fahrgastbeirat, um da draufzukommen.
ZitatPreisvergleich – Leistungsvergleich
Preis- und Leistungsvergleiche zwischen Städten sind problematisch, weil niedrige Preise sehr häufig spezifisch teurere Leistungen überdecken. Bei niedrigen Preisen und einem sehr kleinen Netzangebot ist das Preis-Leistungs-Verhältnis in vielen Städten wesentlich ungünstiger als in Wien, nicht nur hinsichtlich der Netzverfügbarkeit, sondern auch hinsichtlich der Fahrpläne.
Es besteht ein großer Unterschied, ob in einer Stadt ein Halbstundentakt oder wie in Wien ein Takt unter 10 ja sogar unter 5 min angeboten wird.
Einige Vergleichszahlen: Die Erhöhung der Tarife in Wien von 9,9 % verglichen mit anderen Erhöhungen zeigt die relative Zurückhaltung der Wiener Linien: In dieser Zeit ist die Mechanikerstunde um 22 %, die Spenglerstunde um 25 %, das Benzin um 31 % und Diesel um 44 % teurer geworden.
... und?

ZitatDie Fahrgäste der Wiener Linien beweisen, dass sie das Leistungsangebot offensichtlich schätzen, weil durch die Tariferhöhung keinerlei Rückgänge in der Frequenz der Benutzer zu beobachten war.
Diese Schlussfolgerung ist nicht zulässig, weil nicht entsprechend belegbar. Ich könnte genausogut behaupten: Es gibt unter den Fahrgästen der Wiener Linien keine wahlfreien Verkehrsteilnehmer, weil durch die Tariferhöhung keinerlei Rückgänge in der Frequenz der Benutzer zu beobachten war. Und das ist beileibe kein positives Statement.
ZitatTrotz Anfangsschwierigkeiten beim Ticketverkauf bei Handys sind die Steigerungsraten enorm. Die Wiener Linien sind mit dieser technischen Neuerung „vorne dabei“ und waren weltweit die ersten, die diese neue Möglichkeit eingeführt haben.
Schön, aber der Fahrgastbeirat hat die Handytickets nicht erfunden.
ZitatDie Beschwerden bezüglich der Durchsagen mit der Kinderstimme und zum Mitnehmen der kostenlosen Zeitungen wurden von den Wiener Linien ernst genommen, die Durchsagen wurden entsprechend modifiziert bzw. reduziert. Der Erfolg dieser Aktion war durchschlagend.
Wurden die Beschwerden von Fahrgästen bei den WL eingebracht oder vom Fahrgastbeirat? Und war es nicht eigentlich der Fahrgastbeirat, der für den Ansagenterror gesorgt hat?

ZitatBeim Bus 26A, der häufig in den Beschwerden auftaucht, laufen Besprechungen mit dem Bezirk, um weitere Bevorrangungen umzusetzen.
Was will man besprechen, was will man tun? Konkrete Beispiele fehlen!
ZitatBezüglich Stationsbranding, also Werbeplakaten in U-Bahn-Stationen, langten nur wenige Beschwerden ein, die Wiener Linien haben aber die Möglichkeiten bezüglich der Stationen quantitativ begrenzt.
... und?

ZitatWeitere Detailverbesserungen bei einzelnen Linien wie etwa der Linie 6, Fragen bezüglich Fahrradbeförderungen und Verhalten der Fahrer beschlossen die Sitzung.
Was wurde dabei erzielt, wie merkt man als Fahrgast die Aktivitäten des Fahrgastbeirats?
Fazit: Die Sitzungsprotokolle allein sind zu wenig. Wenn sich der Fahrgastbeirat positionieren will - und das sollte er tun, um von den Fahrgästen sowohl wahrgenommen als auch ernstgenommen zu werden -, dann fehlt grundlegende Information über Tätigkeitsfelder, Ziele und vor allem über bisher Erreichtes!
20.02.2008, 17:15#22
Der Fahrgastbeirat kommt mir ein wenig wie die Studentenvertretung vor: die Vertreter vertreten in erster Linie sich selber, der Einfluss ist gering, es werden sehr viele irrelevante Themen ausführlich behandelt und am Ende wird für so ziemlich alles Gute, was in der "Amtszeit" passiert ist, die Verantwortung übernommen, während das Schlechte auf "die böse Uni"/"die bösen WL" bzw. "das böse Ministerium" abgeschoben wird.
20.02.2008, 17:15#23
ZitatOriginal von Zug fährt ab!
Der Fahrgastbeirat kommt mir ein wenig wie die Studentenvertretung vor: die Vertreter vertreten in erster Linie sich selber, der Einfluss ist gering, es werden sehr viele irrelevante Themen ausführlich behandelt und am Ende wird für so ziemlich alles Gute, was in der "Amtszeit" passiert ist, die Verantwortung übernommen, während das Schlechte auf "die böse Uni"/"die bösen WL" bzw. "das böse Ministerium" abgeschoben wird.
Der Fahrgastbeirat vertritt ja nicht einmal sich selbst.
mfg ulf67
20.02.2008, 18:31#24
ZitatOriginal von 95B
Ich hatte auch schon (Mail-)Kontakt mit einem Beiratsmitglied - selbst der Arme konnte mir keine konkreten Beispiele nennen, was der Fahrgastbeirat für die Beförderungsfälle erreicht hat.
Wirklich im Sinne von "können" oder kam da der Verschwiegenheitsgrundsatz durch?
ZitatAllgemeines Blabla - wen interessiert's und wem hilft's, wenn die Polizei den Fahrgastbeirat vor Taschendieben warnt?
Um der Aktion mehr Sinn zu geben, hätte man alle Fahrgäste im Fahrgastbeirat sitzen lassen müssen. *g* - Ernsthaft betrachtet hätte das förmlich nach einem Informationsprospekt oder etwas gezielter Medienarbeit geschrien.
ZitatZitatDas Spektrum reicht von neun visuellen Fahrgastinformationssystemen, [...]
Doch nur so wenige... (SCNR)
ZitatZitatBudgetumschichtungen
Vom WL-Etat ins Säckel des RBL-Anzeigenherstellers. :-] (Hätte man aber sicher auch durch anderweitige Interventionen ebenso durchbekommen.)
ZitatZitat[...] in das historische Neugefüge einer Stadt [...]
Ortet noch jemand außer mir hier einen Widerspruch?
ZitatZitatTrotz Anfangsschwierigkeiten beim Ticketverkauf bei Handys sind die Steigerungsraten enorm. Die Wiener Linien sind mit dieser technischen Neuerung „vorne dabei“ und waren weltweit die ersten, die diese neue Möglichkeit eingeführt haben.
Zumindest die ÖBB waren mit der Idee aber früher da, wenngleich das auch nur aus bestimmten Netzen heraus funktioniert hat.
Beste Grüße
VT
20.02.2008, 20:29#25
ZitatOriginal von tramway.at
Die Aktivitäten incl. Sitzungsprotokolle kann man auf der WiLi-Homepage einsehen: Kasteln rechts: "Fahrgastbeirat" > Pop-Up > in diesem klein links oben "Sitzungen".
Tut mir Leid, aber hättest du nicht darauf hingewiesen, dass das ganz klein links oben steht, hätte ich das Menü "Sitzungen" gar nicht gefunden.
So viel zu einer unübersichtlichen Seite.

20.02.2008, 22:21#26
ZitatOriginal von Zug fährt ab!
Der Fahrgastbeirat kommt mir ein wenig wie die Studentenvertretung vor: die Vertreter vertreten in erster Linie sich selber, der Einfluss ist gering, es werden sehr viele irrelevante Themen ausführlich behandelt und am Ende wird für so ziemlich alles Gute, was in der "Amtszeit" passiert ist, die Verantwortung übernommen, während das Schlechte auf "die böse Uni"/"die bösen WL" bzw. "das böse Ministerium" abgeschoben wird.
ja, und pauschalaussagen sind immer schlecht.
(sagt ein merklich angepisster studierendenvertreter, der bisweilen mehr zeit im fv-büro als zuhause verbringt).
m.
21.02.2008, 16:24#27
10 Beiträge ausgeschnitten:
Studentenvertretung (war: Fahrgastbeirat)
Studentenvertretung (war: Fahrgastbeirat) 19.11.2009, 14:40#28
Zitathttp://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20091119_OTS0044
Wiener Linien suchen neue Mitglieder für den Fahrgastbeirat
Interessentensuche läuft bis Jahresende
Wien (OTS) - Seit nunmehr fast sechs Jahren ist der Fahrgastbeirat der Wiener Linien aktiv. Er ist als beratendes Organ unabhängig von den Wiener Linien. Der Fahrgastbeirat greift selbständig Themen auf bzw. sammelt Ideen, die von den Fahrgästen kommen, um sie gemeinsam mit den Wiener Linien und der Stadtverwaltung umzusetzen. Jetzt werden für die nächste vierjährige Arbeitsperiode neue Mitglieder gesucht.
Alltagsexperten sind gefragt
Der Fahrgastbeirat ist Sprachrohr der Fahrgäste an die Wiener Linien. Er sammelt Meinungen von Kunden und gibt diese an das Unternehmen weiter. Die Fahrgäste haben auf diese Weise eine Vertretung, die eng mit dem Unternehmen zusammen arbeitet und so Anliegen wirksam einbringen kann. Für die Wiener Linien bietet sich die Gelegenheit, auf gestalterische Weise mit ihren KundInnen in Kontakt zu treten, um Wünsche, Anregungen und Kritik direkt mit Betroffenen zu besprechen.
Die derzeitigen Mitglieder des Fahrgastbeirates - es sind 16 - wurden mit Hilfe eines externen Beratungsbüros ausgewählt. Im Frühjahr 2010 wird planmäßig die Hälfte der Mitglieder des Fahrgastbeirates ihre nächste vierjährige Arbeitsperiode antreten. Mit diesem Wechsel wird Kontinuität gewahrt. Den Vorsitz im Fahrgastbeirat führt Univ. Prof. DI Dr. Hermann Knoflacher, der den Fahrgastbeirat auch nach außen vertritt.
Bewerbungsfrist läuft
Derzeit suchen die Wiener Linien Personen, die im Fahrgastbeirat mitarbeiten möchten. Auf die InteressentInnen-Suche folgt ein Bewerbungsverfahren, in dem die Mitglieder ausgewählt werden. Aus allen BerwerberInnen werden von einem unabhängigen Institut acht Fahrgastbeiräte ausgewählt.
Die Bewerbungsfrist läuft bis 31. Dezember 2009. Anfang 2010 folgt dann das Auswahlverfahren der KandidatInnen. Die erste Sitzung des Fahrgastbeirates, an der die neuen Mitglieder teilnehmen, ist für März 2010 geplant.
Die Unterlagen gibt es auf der Homepage der Wiener Linien www.wienerlinien.at bzw. unter www.rideontime.at zum Herunterladen.
Interessenten können ab sofort ihre Bewerbungsunterlagen auch anfordern.
* telefonisch: 79 09-100
* per Fax: 79 09-43119
* schriftlich: Wiener Linien, Kennwort "Fahrgastbeirat", Erdbergstraße 202, 1031 Wien [...]
*** OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT ***
Beste Grüße
VT
27.06.2011, 12:06#29
Zitathttp://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20110627_OTS0093/
Fahrgastbeirat: Große und kleine Erfolge für Wiener-Linien-Passagiere
Wiener Linien im ständigen Dialog mit Fahrgästen
Wien (OTS) - Sieben Jahre ist der Fahrgastbeirat der Wiener Linien alt. Unter dem Vorsitz von Univ.-Prof. Hermann Knoflacher diskutieren die 16 Fahrgast-Beiräte große und kleine Anliegen zur Verbesserung des Öffentlichen Verkehrs in Wien.
So gehen unter anderem die Freigabe der Fahrradmitnahme am Samstag und die Countdown-Anzeigen an den Haltestellen auf Initiativen des Fahrgastbeirats zurück. Neben vermeintlich "kleinen" Anliegen der Fahrgast-VertreterInnen wie bessere Reinigung der Kinder-Handläufe auf Stiegen oder Mistkübeln auf Haltestellenmasten, konnten auch große Veränderungen im Netz wie die Neuordnung der Straßenbahn-"Ringlinien" 1 und 2 umgesetzt werden. Die neue Streckenführung brachte einen Fahrgastzuwachs von bis zu 15 Prozent.
Die Wiener Linien stehen im ständigen Dialog mit ihren KundInnen. "Die Fahrgastbeiräte sind mit offenen Augen im Netz der Wiener Linien unterwegs. Ihre Rückmeldungen und Vorschläge sind für uns sehr wertvoll", sagt Wiener-Linien-Geschäftsführer Günter Steinbauer. Die 16 Fahrgastbeiräte, die verschiedene Gruppen von Fahrgästen und zukünftigen Fahrgästen repräsentieren, diskutieren dabei nicht nur mit der Führungsebene, sondern auch mit den jeweiligen FachexpertInnen der Wiener Linien.
Kundenservice wird großgeschrieben
Fahrgastinformation und KundInnenservice wird bei den Wiener Linien großgeschrieben. Dutzende MitarbeiterInnen stehen den Fahrgästen per Telefon, per E-Mail oder persönlich in den acht Infostellen im U-Bahn-Netz für Fragen und Anliegen zur Verfügung. Insgesamt wandten sich 2010 allein an das Kundentelefon rund 215.000 Menschen. Ein Großteil der Kontakte besteht aus Anfragen rund um die Mobilität in Wien: Wie komme ich von A nach B? Welchen Fahrschein brauche ich?
Zusätzlich werden jährlich mehr als 16.000 Anregungen, Beschwerden und positive Rückmeldungen bearbeitet. "Die KundInnenzufriedenheit hat 2010 mit 95 Prozent einen neuen Rekordwert erreicht. Wir wollen uns aber auf diesen Lorbeeren nicht ausruhen, sondern noch besser werden. Dafür sind die zahlreichen Rückmeldungen - ob Lob oder Kritik - unserer Fahrgäste sehr wichtig", so Steinbauer. [...]
*** OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT ***
Beste Grüße
VT
EDIT: Tipp-Ex
Dieser Beitrag wurde 1-mal editiert, zuletzt von VT 5081 (27.06.2011, 12:07)
27.06.2011, 15:31#30
ZitatSo gehen unter anderem [...] die Countdown-Anzeigen an den Haltestellen auf Initiativen des Fahrgastbeirats zurück.
Den Fahrgastbeirat gibt es seit sieben Jahren. Die RBL-Anzeigen gibt es mindestens seit 1998 (siehe hier), die Countdown-Anzeigen bei der U-Bahn seit dem Jahr 2000.
Irgendwas stimmt hier nicht.

27.06.2011, 16:44#31
ZitatOriginal von Floster
Den Fahrgastbeirat gibt es seit sieben Jahren. Die RBL-Anzeigen gibt es mindestens seit 1998
Ich nehme an damit ist gemeint, dass auf Grund der Anregung des Fahrgastbeirates wesentlich mehr RBL-Anzeigen realisiert werden als ursprünglich vorgehehen waren (Zahlen mag ich jetzt nicht raussuchen).
27.06.2011, 17:04#32
So wird es wahrscheinlich gemeint sein. Ich habe den Satz so verstanden, dass es die Anzeigen an sich nur dank einer Anregung des Fahgastbeirates gibt.
Ich glaube, dass die Wiener Linien auch ohne den Fahrgastbeirat auf die Idee gekommen wären, dass sich die Fahrgäste möglichst viele RBL-Anzeigen wünschen.
Ich glaube, dass die Wiener Linien auch ohne den Fahrgastbeirat auf die Idee gekommen wären, dass sich die Fahrgäste möglichst viele RBL-Anzeigen wünschen.

27.06.2011, 18:40#33
ZitatOriginal von Floster
Ich glaube, dass die Wiener Linien auch ohne den Fahrgastbeirat auf die Idee gekommen wären, dass sich die Fahrgäste möglichst viele RBL-Anzeigen wünschen.
Formulieren wir die Frage anders: auf welche Ideen wären die Wiener Linien ohne Fahrgastbeirat nicht gekommen?

27.06.2011, 22:38#34
ZitatOriginal von Ferry
Formulieren wir die Frage anders: auf welche Ideen wären die Wiener Linien ohne Fahrgastbeirat nicht gekommen?
Auf die "Sitzplätze notwendicher brauchen"-Ansagen.

28.06.2011, 09:13#35
ZitatOriginal von Clemens
ZitatOriginal von Ferry
Formulieren wir die Frage anders: auf welche Ideen wären die Wiener Linien ohne Fahrgastbeirat nicht gekommen?
Auf die "Sitzplätze notwendicher brauchen"-Ansagen.
Derartige Ansagen gab es aber schon viel früher. Ich kann mich da - damals noch in der dortigen Gegend wohnend - an Durchsagen wie "Sechskrügelgasse. Bitte überlassen Sie älteren und gebrechlichen Personen die Sitzplätze" gut erinnern. Solche Durchsagen gab es schon in den 80ern; da wusste der Fahrgastbeirat noch nicht einmal, wie man "Straßenbahn" schreibt.
Ein Freund von mir pflegte solche Ansagen immer wie folgt abzuändern: "Sechskrügelgasse. Bitte überlassen Sie die älteren und gebrechlichen Sitzplätze den Personen". Vielleicht nicht sehr originell, aber deswegen habe ich mir den genauen Wortlaut dieser Durchsagen bis heute gemerkt.

28.06.2011, 09:28#36
Ich glaube Clemens schreibt die Änderung der Ansage von "Wir bitten Sie, älteren oder behinderten Fahrgästen sowie Personen mit kleinen Kindern die Sitzplätze zu überlassen" auf "Wir bitten Sie, ihren Sitzplatz anderen Personen zu überlassen, wenn diese ihn notwendicher brauchen" einer Initiative des Fahrgastbeirats zu.
28.06.2011, 09:58#37
Vielleicht könnte sich der FG-Beirat darum kümmern, daß diese widerliche weibliche Durchsage vom Nachträglichen Ein- und Aussteigen nach "Zurückbleiben bitte" und der Spaltbeachtung umgehend wieder entfernt wird.
LG
LG
28.06.2011, 10:22#38
ZitatOriginal von Ferry
Derartige Ansagen gab es aber schon viel früher.
Die derzeitige Forumulierung ist aus einer Initiative des Fahrgastbeirates entstanden, weil die alten Ansagen politisch nicht korrekt waren. An dieser grammatikalisch auch noch falschen Ansage hat der Fahrgastbeirat monatelang getüftelt.

29.06.2011, 09:10#39
ZitatOriginal von Clemens
weil die alten Ansagen politisch nicht korrekt waren
... weil sich jemand eingebildet hat, dass die alten Ansagen "politisch unkorrekt" gewesen wären ...

29.06.2011, 13:42#40
ZitatOriginal von 95B
ZitatOriginal von Clemens
weil die alten Ansagen politisch nicht korrekt waren
... weil sich jemand eingebildet hat, dass die alten Ansagen "politisch unkorrekt" gewesen wären ...
Ja, man sieht dabei recht gut, welchen Problemen der Fahrgastbeirat wirklich Bedeutung beimisst.