Stadtbahn - Gürtellinie und Verbindungsbogen

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23.04.2008, 01:41#1
Dank "blitz" gibt's nun weitere Bilder der elektrischen Stadtbahn. Diesmal sind die Gürtellinie (inklusive dem Betriebsbahnhof Michelbeuern) und der Verbindungsbogen an der Reihe.

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Als Einstieg ... :D

Ich beginne im Süden mit der Rampe Meidling, die der U6 zum Opfer gefallen ist:

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Das ist kein schlecht koloriertes SW-Foto - die meisten N/n/n1 präsentierten sich in den letzten Betriebsjahren in einem derartigen äußerlichen Zustand. Denn wenn der Schmutz (v.a. Bremsstaubrückstände) zuviel wird, dann hilft auch der beste rote Lack nichts mehr. :D Die Zugnummern 18 und 20 bis 32 waren damals den Linien DG/GD vorbehalten, wobei die Züge 22 bis 27 und 29 bis 32 aus Michelbeuern stammten.

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Ich weiß nicht genau, wieviele Tafeln pro Zugnummer vorhanden waren - jedenfalls ist es durchaus denkbar, dass ich die Tafel besitze, die man im vorherigen Bild sehen kann. :]

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Man vergleiche dieses edle Ensemble von Oberleitungsmasten mit den heutigen plumpen Versionen, die auf der U6 schon fast alle alten Gittermasten ersetzt haben - von den Stromschienen der U4 ganz zu schweigen.

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Der Fahrer des nach Meidling fahrenden Zuges hat das Zielschild schon auf "Heckmodus" eingestellt.

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Hier gilt dasselbe. Eigentlich wär's ja noch ein DG.

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Zug 23 der Linie GD - ich hab's schon erwähnt, die den Bahnsteigen abgewandten Wagenseiten waren bei den Rundlinien bis 1976 immer "falsch" betafelt.

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Auch hier hat (wohl der Zugbegleiter) schon Vorarbeit für die Rückfahrt als "GD" geleistet.

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Die für Wiener Verhältnisse geradezu riesigen Zielschildkästen der N1 wurden von vier Glühbirnen beleuchtet. Hier war wohl eine hin. ;)

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Eine vom Wagen 2887 angeführte G-Garnitur macht sich auf den Weg nach Heiligenstadt.
23.04.2008, 08:53#2
RE: Stadtbahn - Gürtellinie und Verbindungsbogen
Zitat
Original von N1_2888

Die für Wiener Verhältnisse geradezu riesigen Zielschildkästen der N1 wurden von vier Glühbirnen beleuchtet. Hier war wohl eine hin. ;)



Wie groß waren denn diese Zielschildkästen ? Schätzungsweiße über 150cm ?!
23.04.2008, 10:27#3
RE: Stadtbahn - Gürtellinie und Verbindungsbogen
Zitat
Original von 25erjetzt26er
Zitat
Original von N1_2888

Die für Wiener Verhältnisse geradezu riesigen Zielschildkästen der N1 wurden von vier Glühbirnen beleuchtet. Hier war wohl eine hin. ;)



Wie groß waren denn diese Zielschildkästen ? Schätzungsweiße über 150cm ?!


Dürfte grob hinkommen... die Zielschilder alleine sind 120cm breit.

Zitat
Man vergleiche dieses edle Ensemble von Oberleitungsmasten mit den heutigen plumpen Versionen, die auf der U6 schon fast alle alten Gittermasten ersetzt haben - von den Stromschienen der U4 ganz zu schweigen.

Es gibt keine mehr. Die letzten Exemplare sind zwischen Nußdorferstraße und Spittelau verschwunden.
Die einzig noch vorhandenen Fahrleitungstragsysteme sind die Joche im Einschnitt zwischen Westbahnhof und Gumpendorferstraße, aber auch da wird schon kräftig am Ersatz gearbeitet (es wurden riesige Löcher in die Stützmauer gestemmt, um Beton-Konsolen für neue Masten aufzunehmen... meiner Meinung nach extremer Overkill, da die Mastern ja am Boden stehen.
23.04.2008, 11:31#4
RE: Stadtbahn - Gürtellinie und Verbindungsbogen
Zitat
Original von WeSt
Zitat
Original von N1_2888
Man vergleiche dieses edle Ensemble von Oberleitungsmasten mit den heutigen plumpen Versionen, die auf der U6 schon fast alle alten Gittermasten ersetzt haben - von den Stromschienen der U4 ganz zu schweigen.

Es gibt keine mehr. Die letzten Exemplare sind zwischen Nußdorferstraße und Spittelau verschwunden..


Nicht ganz.
Zwischen Nußdorferstraße und Heiligenstadt gibt es auf der alten Rampe immer noch ein paar Gittermasten, allerdings nicht mehr in Betrieb. 8-)
Und nicht zu vergessen jene beiden Masten an der U4 auf der Wienflussbrücke zwischen Landstraße und Schwedenplatz.


Zitat
Original von WeSt
Die einzig noch vorhandenen Fahrleitungstragsysteme sind die Joche im Einschnitt zwischen Westbahnhof und Gumpendorferstraße, aber auch da wird schon kräftig am Ersatz gearbeitet (es wurden riesige Löcher in die Stützmauer gestemmt, um Beton-Konsolen für neue Masten aufzunehmen... meiner Meinung nach extremer Overkill, da die Mastern ja am Boden stehen.


Stimmt. Die sind auch noch aus der Zeit der Elektrifizerung der Stadtbahn.

Und was den "Overkill" betrifft: vollste Zustimmung! :(

Hab in der Stadtverkehrsliste einmal einen Beitrag dazu geschrieben -> Die letzten Gittermaste verschwinden
23.04.2008, 13:39#5
Hier gibts auch einige Fotos vom Verschwinden der Gittermasten.
23.04.2008, 14:49#6
RE: Stadtbahn - Gürtellinie und Verbindungsbogen
Zitat
Original von martin8721
Zitat
Original von WeSt
Zitat
Original von N1_2888
Man vergleiche dieses edle Ensemble von Oberleitungsmasten mit den heutigen plumpen Versionen, die auf der U6 schon fast alle alten Gittermasten ersetzt haben - von den Stromschienen der U4 ganz zu schweigen.

Es gibt keine mehr. Die letzten Exemplare sind zwischen Nußdorferstraße und Spittelau verschwunden..


Nicht ganz.
Zwischen Nußdorferstraße und Heiligenstadt gibt es auf der alten Rampe immer noch ein paar Gittermasten, allerdings nicht mehr in Betrieb. 8-)
Und nicht zu vergessen jene beiden Masten an der U4 auf der Wienflussbrücke zwischen Landstraße und Schwedenplatz.

Letztere sind nicht auf der U6 und erstere eigentlich auch nicht, denn U6 impliziert meiner Meinung nach die Linie in ihrer heutigen Betriebsführung.

Die Masten am Heiligenstädter Ast sind ja interessanterweise eine andere, moderner wirkende Bauart, tauchen aber schon auf Fotos aus der unmittelbaren Nachkriegszeit auf, es ist also zu vermuten, daß auch diese original sind. Genauso scheint es schon in den 50erjahren stellenweise I-Träger-Masten gegeben zu haben, die den aktuellen nicht unähnlich sind (Meidling Hauptstraße im Ursprungszustand).

Dieses Foto von Harald Jahn hat mich übrigens immer sehr beeindruckt...
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23.04.2008, 16:20#7
Zu den Gittermasten:

Zitat
Als allerletztes Beispiel für den täglichen Denkaufwand, den die Erhaltung von kulturellem Erbe in Gestalt einer U-Bahn fordert, ein eher unauffälliges industrielles Detail. 1925 wurde die Dampfstadtbahn über Oberleitungen elektrifiziert. Nur die U6 hat den Oberleitungsbetrieb, modernisiert versteht sich, beibehalten. Die bestehenden Stahlgittermasten werden in Österreich nicht mehr erzeugt. Sollen sie von einem zeitgenössischen Modell abgelöst werden? Der Einwand, die Oberleitung habe nichts mit Wagner zu tun, ist schnell bei der Hand. Er ist natürlich richtig, weil Wagner seinerzeit eine Dampfeisenbahn ausstattete. Allerdings ist der reine Originalzustand eine Fiktion. Sogar bei der Stadtbahn, die erst hundert Jahre alt ist, ist der originale Farbzustand der lackierten Teile und der Verblendziegel gar nicht so sicher anzugeben. Wenn man akzeptiert, daß hier der gewachsene Zustand zählt, sind die Stahlgittermasten ein denkmalpflegerisches Anliegen. Nicht weil sie künstlerisch wertvoll oder singulär wären, sondern weil sie für den Gesamteindruck mitverantwortlich sind. Krempelt man nach Einbau der modernen Sicherungs- und Steuerungseinrichtungen, der Kombination der alten Beschriftungen mit dem neuen U-Bahn-Leitsystem etc. alle fünf Jahre ein anderes Detail um, kann man sich ausrechnen, wann der Gesamteindruck kippt. Allerdings handelt es sich dabei um den Gesamteindruck des heutigen Betrachters. Wer z. B. im Jahr 2050 die Gürtelstrecke mit Strommasten Jahrgang 2005 kennenlernte, hätte einen anderen Gesamteindruck, dessen Bewahrung ihm möglicherweise am Herzen läge.

Quelle: http://progs.wiennet.at/ottowagner/stb-u/stbu7-6.htm

Nun ja, diese Webseite wurde schon seit einigen Jahren nicht mehr aktualisiert. Den Verantwortlichen waren die Masten jedenfalls kein "denkmalpflegerisches Anliegen". :( Da hilft's auch nichts, dass die unförmigen Nachfolger grün gestrichen sind ...

Die alten Masten wurden übrigens in den 80ern mit geänderter Aufhängung der Oberleitung modernisiert. Bei den portalähnlichen Versionen wurden so von da an Teile der alten Konstruktion funktionslos.

Bei der Station Spittelau (Brücke über die Heiligenstädter Straße) müssten, soweit ich weiß, auch noch Oberleitungsmasten von 1925 erhalten sein.
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Rampe Meidling, Fortsetzung

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Die zahlreichen Änderungen im Stadtbahnnetz anlässlich des U-Bahnbaus machten natürlich auch von den Zugnummerntafeln - genauer gesagt vor deren Bedeutung - nicht Halt. Die Nummern 21 bis 34 waren zum Aufnahmezeitpunkt den Linien G und GD zugeordnet, die ausschließlich von Michelbeuern gestellt wurden.

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In den letzten Betriebsjahren der N1/n2 nahm man's mit der Betafelung nicht mehr so genau.

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Ein vom Wagen 2952 angeführter Zug der Linie GD macht sich auf den Weg zur Friedensbrücke.

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All das wurde 1985 dem Erdboden gleich gemacht.

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Alte Masten - neue Aufhängung.

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Die N1/n2 sind zwar schon von der Wientallinie vertrieben, für die Gürtellinie aber noch unentbehrlich, weswegen dieser Vierwagenzug noch als Fahrschule herhalten muss. Neben dem improvisiert wirkenden Zielschild sind noch die Tafeln an den Beiwagen bemerkenswert - die entsprechenden Halterungen blieben im Linienbetrieb immer ungenutzt.

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Hier war die Einfahrt in die Station Meidling noch zweigleisig.
23.04.2008, 16:52#8
Wobei ich mich frage, warum es unbedingt Masten österreichischer Produktion sein mußten, Stahlgittermasten und Querträger müßten sich in Ungarn oder der Schweiz relativ leicht beschaffen lassen.
23.04.2008, 18:40#9
RE: Stadtbahn - Gürtellinie und Verbindungsbogen
Zitat
Original von N1_2888
All das wurde 1985 dem Erdboden gleich gemacht.


Dafür hat man jetzt ja die wichtigen Verkehrsknotenpunkte Längenfeldgasse und Niederhofstraße angebunden. :rolleyes:

Wieso man nicht die Rampe Meidling beibehalten hat und die U6 von MH ohne Station direkt zur Philadelphiabrücke verlängert hat werde ich auch nicht so bald verstehen aber man brauchte wohl die für Wien typischen kurzen Stationsabstände (Meidling Hauptstraße - Längenfeldgasse: 525m; Längenfeldgasse - Niederhofstraße: 578m).
23.04.2008, 18:43#10
RE: Stadtbahn - Gürtellinie und Verbindungsbogen
Zitat
Original von Rush Hour
Wieso man nicht die Rampe Meidling beibehalten hat und die U6 von MH ohne Station direkt zur Philadelphiabrücke verlängert hat werde ich auch nicht so bald verstehen aber man brauchte wohl die für Wien typischen kurzen Stationsabstände (Meidling Hauptstraße - Längenfeldgasse: 525m; Längenfeldgasse - Niederhofstraße: 578m).

Weil man sonst den 8er in der Meidlinger Hauptstraße nicht einstellen hätte können. :rolleyes:
23.04.2008, 19:13#11
RE: Stadtbahn - Gürtellinie und Verbindungsbogen
Zitat
Original von Clemens
Zitat
Original von Rush Hour
Wieso man nicht die Rampe Meidling beibehalten hat und die U6 von MH ohne Station direkt zur Philadelphiabrücke verlängert hat werde ich auch nicht so bald verstehen aber man brauchte wohl die für Wien typischen kurzen Stationsabstände (Meidling Hauptstraße - Längenfeldgasse: 525m; Längenfeldgasse - Niederhofstraße: 578m).

Weil man sonst den 8er in der Meidlinger Hauptstraße nicht einstellen hätte können. :rolleyes:



Hihi. Genau das Selbe wollte ich auch schreiben :D
23.04.2008, 20:22#12
RE: Stadtbahn - Gürtellinie und Verbindungsbogen
Zitat
Original von Clemens
Zitat
Original von Rush Hour
Wieso man nicht die Rampe Meidling beibehalten hat und die U6 von MH ohne Station direkt zur Philadelphiabrücke verlängert hat werde ich auch nicht so bald verstehen aber man brauchte wohl die für Wien typischen kurzen Stationsabstände (Meidling Hauptstraße - Längenfeldgasse: 525m; Längenfeldgasse - Niederhofstraße: 578m).

Weil man sonst den 8er in der Meidlinger Hauptstraße nicht einstellen hätte können. :rolleyes:

Im Gegenteil, das wäre ja noch ein besseres Argument für die Einstellung des 8ers gewesen, da die U6 dann zwischen Gumpendorfer Straße und Meidling jede ihrer Stationen entlang der Linie 8 gehabt hätte, viel mehr wurde das deshalb nicht gemacht, weil man auf die Art nie nach Meidling gekommen wäre, ohne 'hinter' MH einen großen Bogen 'zurück' nach Meidling zu machen, schließlich kann man die U6 ja nicht in MH rechtwinkelig abbiegen lassen. :D
23.04.2008, 20:57#13
Rampe Meidling, Fortsetzung

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Übergang von Naturstein ...

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... zu gemauerten Viadukten.

Beim ersten Bild irritiert mich das Zielschild, auf dem ich glaube, "WG Gürtel-HÜTTELDORF" lesen zu können. Die Linie WG endete planmäßig aber immer in Meidling und die Zuglänge, wohl ein Fünfwagenzug, lässt nicht darauf schließen, dass ein Verstärkungsverkehr von Meidling aus nach Hütteldorf notwendig gewesen wäre ... ?( Vielleicht hab ich das Schild aber nur falsch entziffert und es steht "MEIDLING" drauf. ;)

Am zweiten Bild ist der Achtwagenzug bemerkenswert - ich wusste gar nicht, dass auf der HVZ-verlängerten Linie G (auf dem Zielschild steht "Hütteldorf" in Helvetica) Garnituren mit einer solchen Länge eingesetzt wurden. 8o

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Sechswagenzüge ...

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... waren eigentlich bei der Gürtellinie ...

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... in der Stoßzeit vorherrschend.

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Die Wien führt gerade Niedrigwasser ...

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Wir nähern uns der Brücke über die Wienzeile ...

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... - sinnigerweise von der Linken Wienzeile aus gesehen. ;)

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Jetzt sind wir - bildlich - direkt vor ihr.

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Die Brücke gibt es heute noch, nicht aber die direkt darauf folgenden Viadukte.

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Zwei Stadtbahnzüge sind im Begriff ...

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... aneinander vorbeizufahren. Anstelle der hier zu sehenden Straße ist heute ein Weg für Fußgänger und Radfahrer.
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EDIT: Bildlink korrigiert.
Dieser Beitrag wurde 1-mal editiert, zuletzt von N1_2888 (23.04.2008, 21:58)
23.04.2008, 21:06#14
Zitat
Original von N1_2888
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Was befand sich eigentlich unter diesen Bögen? Betriebsräume? Schließlich waren die Bögen ja nicht ohne Gleisquerung zugänglich, außer der Länge nach durch die Durchlässe, die von Bogen zu Bogen führten. ?(


Zitat
Original von N1_2888
Bild
Die Brücke gibt es heute noch, nicht aber die direkt darauf folgenden Viadukte.
Das Text zu dem Bild stimmt nicht ganz: der erste Bogen nach der Brücke wurde nicht abgerissen, da sich der Mieter querlegte, es fand nur eine Absenkung der darüber verlaufenden Strecke statt, an die auch schon die kleine Zeilenbrücke angepasst werden musste.
23.04.2008, 21:33#15
Zu deinen Fragen: Ich würde auch davon ausgehen, dass die Wiener Linien den Bereich unter besagten Bögen für interne Zwecke genutzt haben. Alles andere wäre doch ein wenig abwegig, selbst wenn es einen wie auch immer gearteten Zugang vom Straßenniveau gegeben hätte.

Zu deinem Einwand: Wenn man ein Bild des Jetztzustandes betrachtet (z.B. in Wikipedia), dann scheint der erste Bogen zumindest stark umgebaut worden zu sein. Mein Wissenstand war bisher, dass die gesamte Rampe zur Längenfeldgasse neu aus Beton errichtet und mit Klinkerziegeln im Wagner-Stil verkleidet wurde.
23.04.2008, 21:49#16
RE: Stadtbahn - Gürtellinie und Verbindungsbogen
Zitat
Original von Zebrasignal
Im Gegenteil, das wäre ja noch ein besseres Argument für die Einstellung des 8ers gewesen, da die U6 dann zwischen Gumpendorfer Straße und Meidling jede ihrer Stationen entlang der Linie 8 gehabt hätte, viel mehr wurde das deshalb nicht gemacht, weil man auf die Art nie nach Meidling gekommen wäre, ohne 'hinter' MH einen großen Bogen 'zurück' nach Meidling zu machen, schließlich kann man die U6 ja nicht in MH rechtwinkelig abbiegen lassen. :D


Den Bogen zu fahren hätte auch nicht mehr Zeit gekostet als der Aufenthalt in der Niederhofstraße und hätte einen höheren Verkehrswert gehabt. Seit der 8er ge-weg-U-Bahn- verlängert wurde fehlt die Direktverbindung vom Bahnhof Meidling zur Meidling Hauptsraße. (9A zählt nicht! ;) ) Die Verbindung über U6 und U4 ist wohl kaum schneller und belastet die ohnehin von Südbahn-Pendlern volle U6 nur noch mehr. Aja und sinnigerweise fahren meisten einfach alle U-Bahnen fast gleichzeitig in die Längenfeldgasse sodass man unmöglich von der U6 Richtung Floridsdorf noch über die Treppen zur U4 Richtung Hütteldorf kommt. (Ich wette ja das sich da jemand in den WiLi Büros gedacht hat er stellt damit die besten Umsteigemöglichkeiten her :rolleyes: )
24.04.2008, 10:20#17
Zitat
Die alten Masten wurden übrigens in den 80ern mit geänderter Aufhängung der Oberleitung modernisiert. Bei den portalähnlichen Versionen wurden so von da an Teile der alten Konstruktion funktionslos.


Sicher? Mir scheint es sehr wohl, wie wenn die Querjoche der alten Masten auf wesentlich älteren Fotos auftauchen würden, und sie waren definitiv bis zum Ende in Funktion und trugen die Fahrleitung. Nur bei einer Handvoll Masten wurden die Joche durch Ausleger ersetzt (die es aber schon wesentlich früher vereinzelt gab, vor allem in der Gegend um Heiligenstadt).

Die Masten bei der Spittelau sind definitiv inzwischen auch I-Trägern gewichen.
24.04.2008, 15:02#18
Vergleich einmal diese beiden Bilder:

Bild Bild
Zwecks Vergrößerung draufklicken.

Bei dem ersten Bild ist die Querträgerkonstuktion noch voll in Funktion (am rechten Bildrand, Oberleitung des Gleises in Richtung Nussdorfer Straße). Im zweiten Bild (anderes Portal, aber selbe Bauart) sind nun beide Fahrleitungen an einem Draht aufgehängt, der zwischen den Gittermasten befestigt ist - das Querjoch trägt nur mehr die Tragseile. Der Träger in der Mitte hat seine Funktion verloren.

Also, im Gegensatz zu dem, was ich vorher geschrieben habe, wurden die Querjoche anlässlich der Modernisierung in den 80ern nur teilweise funktionslos. Denn die Tragseile waren weiterhin auf ihnen aufgehängt.

Ich hoffe, dass jetzt klar ist, was ich gemeint habe (auch wenn aus dem Geschreibsel vielleicht meine Ahnunglosigkeit im Zusammenhang mit technischen Details erkenntlich ist). :D
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EDIT: Sinn, "Nussdorfer Straße" statt "Meidling" :rolleyes:
Dieser Beitrag wurde 1-mal editiert, zuletzt von N1_2888 (24.04.2008, 15:56)
24.04.2008, 15:43#19
Ah, ich glaube ich verstehe was du meinst. Wozu diese Aktion dienen sollte ist mir nicht ganz klar, aber die alten Jpche dürften insgesamt trotzdem zuverlässiger gewesen sein als die neuen Ausleger in der Anfangszeit.
25.04.2008, 18:58#20
Rampe Meidling, letzter Teil

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Mit den E6/c6 hielt der pikiert wirkende "Gesichtsausdruck" des DÜWAG-Typs "Mannheim" Einzug auf der Stadtbahn. Ein Vierwagenzug der Linie G macht sich auf den Weg nach Heiligenstadt

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Ein GD macht sich zur Friedensbrücke auf. Alle damaligen Stadtbahn-Endstellen sind heute Vergangenheit.

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Kurzzeitig gab es auch Vierwagenzüge mit drei Triebwagen; ...

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... denn nachdem man vom Betrieb mit fünf Fahrzeugen in der Zusammensetzung Tw-Bw-Tw-Bw-Tw abgegangen war, schien wohl ein E6-Überschuss zu herrschen.

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Ein Dreiwagenzug in tiefwinterlichem Ambiente.

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Wohl ein Artikel des Heftes "24 Stunden für Wien". Es war damals anscheinend angedacht, die Stadtbahn ersatzweise über die ehemaligen 18G-Rampen weiter über die 8er-Strecke nach Meidling zu führen - natürlich kam's nicht dazu ... :rolleyes:

Hier noch einmal der Link zu Harald Jahns Seite über das weitere Schicksal der Trasse und der Umgebung.