Alte Schnellverbindungspläne
70 Beiträge · Seite 2 von 4
04.03.2010, 00:42#21
ZitatOriginal von robb558
ZitatOriginal von moszkva tér
Gescannt aus dem Freytag & Berndt Buchplan Wien 1981/82
Gab es damals (noch) keine S7 ? Die müsste doch auch eingezeichnet sein oder erfolgte die Inbetriebnahme erst später ?
War der 8er oder die Linien G/GD zwischen den Stationen "Nußdorfer Straße" und "Gumpendorfer Straße" schneller unterwegs ?
Reine Fahrzeit in Anbetracht der Haltestellenanzahl wohl die Stadtbahn. Wie weit sich die bis 1983 gültige Höchstgeschwindigkeit von 40km/h auf der Stadtbahn auf diesen Vergleich ausgewirkt hat, weiß ich nicht, auch kenne ich die Streckenhöchstgeschwindigkeiten vom 8er zum genauen Stichtag nicht (zum Schluß fast durchgehend 50 km/h).
04.03.2010, 01:27#23
Allerdings war der 8er damals aus "politischen" Gründen die langsamste Tramway in Wien (Schnitt 12 km/h)! Erst die späteren Ringelspiellinien 1 und 2 am Ring konnten das noch unterbieten, da gab es aber (leider) keinen 8er mehr. 

04.03.2010, 06:34#24
ZitatOriginal von WeSt
die bis 1983 gültige Höchstgeschwindigkeit von 40km/h auf der Stadtbahn
Bis zum 1. Jänner 1984, um genau zu sein (wenn man dem Marincig-Heft von 1998 glauben darf).

Will heißen, dass selbst nach der Ausmusterung der N1/n2 einige Monate noch die Höchstgeschwindigkeit von 40 km/h beibehalten wurde.
04.03.2010, 08:52#25
ZitatOriginal von N1_2888
Bis zum 1. Jänner 1984, um genau zu sein (wenn man dem Marincig-Heft von 1998 glauben darf).
Gut möglich, schließlich war der 1. 1. 1984 ein Sonntag.
04.03.2010, 10:24#26
ZitatOriginal von schaffnerlos
Nein, die Schnellbahnnummern wurden erst 1984 mit dem VOR eingeführt und die Flughafenschnellbahn (ohne Nummer) gibt es seit 1983.
Kommt drauf an, wie du Flughafenschnellbahn definierst. Züge ab Wien Nord bis Wolfsthal gab es vorher auch schon und fallweise wurden dafür auch 4030-Garnituren eingesetzt. Allerdings war ab Rennweg ein eigener Fahrausweis nötig, da die Tarifgemeinschaft nur für die Stammstrecke galt.
Edit: definierst
Dieser Beitrag wurde 1-mal editiert, zuletzt von Ferry (04.03.2010, 10:26)
04.03.2010, 11:30#27
ZitatOriginal von hema
Allerdings war der 8er damals aus "politischen" Gründen die langsamste Tramway in Wien (Schnitt 12 km/h)! Erst die späteren Ringelspiellinien 1 und 2 am Ring konnten das noch unterbieten, da gab es aber (leider) keinen 8er mehr.
Allerdings lag das nicht so wie bei den Ringlinien an irgendwelchen ominösen Stehzeiten oder zu langen Fahrzeiten, sondern an den Rahmenbedingungen, die realistisch gesehen aber kaum änderbar waren. Jedenfalls mußten sich die Fahrer ganz schön anstrengen, um die Fahrzeit halten zu können.
04.03.2010, 12:24#28
ZitatOriginal von Ferry
ZitatOriginal von schaffnerlos
Nein, die Schnellbahnnummern wurden erst 1984 mit dem VOR eingeführt und die Flughafenschnellbahn (ohne Nummer) gibt es seit 1983.
Kommt drauf an, wie du Flughafenschnellbahn definierst. Züge ab Wien Nord bis Wolfsthal gab es vorher auch schon und fallweise wurden dafür auch 4030-Garnituren eingesetzt. Allerdings war ab Rennweg ein eigener Fahrausweis nötig, da die Tarifgemeinschaft nur für die Stammstrecke galt.
4030er kamen fallweise ab 1970 zum Einstz und ab 1975 gab es planmäßig einen 2-Stunden-Taktverkehr, ab 1977 einen Stundentakt mit 4030-Garnituren. Offiziell waren es aber keine Schnellbahnzüge, da die Tarifgemeinschaft mit den WVB auf diesen nicht galt, wie du richtig schreibst.
04.03.2010, 22:31#29
ZitatOriginal von Revisor
ZitatOriginal von hema
Allerdings war der 8er damals aus "politischen" Gründen die langsamste Tramway in Wien (Schnitt 12 km/h)! Erst die späteren Ringelspiellinien 1 und 2 am Ring konnten das noch unterbieten, da gab es aber (leider) keinen 8er mehr.
Allerdings lag das nicht so wie bei den Ringlinien an irgendwelchen ominösen Stehzeiten oder zu langen Fahrzeiten, sondern an den Rahmenbedingungen, die realistisch gesehen aber kaum änderbar waren. Jedenfalls mußten sich die Fahrer ganz schön anstrengen, um die Fahrzeit halten zu können.
Der 8er hatte aber schon entlang des gesamten Gürtel-Abschnitts einen eigenen Gleiskörper ?
04.03.2010, 23:27#30
ZitatOriginal von robb558
Der 8er hatte aber schon entlang des gesamten Gürtel-Abschnitts einen eigenen Gleiskörper ?
Aber dasselbe Problem wie beinahe alle Rundlinien: Kurze Stationsabstände, viele Ampeln, diese für den Radialverkehr günstig geschaltet, viele Kurzstreckenfahrgäste, usw.
Ein eigener Gleiskörper bringt dir nur auf Strecken viel, die auch sonst weitgehend vom IV entkoppelt sind, z.B. am 67er.
05.03.2010, 00:11#31
ZitatOriginal von 13er
ZitatOriginal von robb558
Der 8er hatte aber schon entlang des gesamten Gürtel-Abschnitts einen eigenen Gleiskörper ?
Aber dasselbe Problem wie beinahe alle Rundlinien: Kurze Stationsabstände, viele Ampeln, diese für den Radialverkehr günstig geschaltet, viele Kurzstreckenfahrgäste, usw.
Ein eigener Gleiskörper bringt dir nur auf Strecken viel, die auch sonst weitgehend vom IV entkoppelt sind, z.B. am 67er.
In Fahrtrichtung Liechtenwerderplatz dürfte ihn auch zwischen Westbahnhof und Bahnhof Gürtel das gleiche Schicksal ereilt haben wir heute 6 und 18 zwischen Margaretengürtel und Eichenstraße Fahrtrichtung UStrab: die fahrtrichtungsabhängige, für den MIV optimierte Ampelschaltung. Die Straßenbahn ist quasi "gegen die Einbahn" unterwegs und das Ampelprogramm paßt überhaupt nicht.
05.03.2010, 07:56#32
ZitatOriginal von robb558
Der 8er hatte aber schon entlang des gesamten Gürtel-Abschnitts einen eigenen Gleiskörper ?
Zwischen Währinger Straße und Alserstraße nur bedingt - in Richtung Westbahhof waren die Schienen auf Straßenniveau (wie noch heute beim 42er zwischen Währinger Str. und Kreuzgasse
05.03.2010, 09:58#33
ZitatOriginal von Ottakring
in Richtung Westbahhof waren die Schienen auf Straßenniveau (wie noch heute beim 42er zwischen Währinger Str. und Kreuzgasse
Sind damals die Autos am Gleis gefahren? Heute ist der von dir angesprochene Abschnitt ja ein selbstständiger Gleiskörper. Ein vom IV befahrenes Gleis gibt es am äußeren Währinger Gürtel zwischen Döblinger Hauptstraße und Bahnhof Gürtel. Das war vermutlich zu Zeiten des 8ers nicht vom Autoverkehr getrennt.
05.03.2010, 10:31#34
ZitatOriginal von 95B
Sind damals die Autos am Gleis gefahren? Heute ist der von dir angesprochene Abschnitt ja ein selbstständiger Gleiskörper. Ein vom IV befahrenes Gleis gibt es am äußeren Währinger Gürtel zwischen Döblinger Hauptstraße und Bahnhof Gürtel. Das war vermutlich zu Zeiten des 8ers nicht vom Autoverkehr getrennt.
Soviel ich mich erinnern kann, war das Gleis Richung Süden ab Michelbeuern - nach der Station Kreuzgasse, die damals ja noch am Gürtel vor der Verzweigung 8/42 situiert war - bis Borschkegasse für den IV freigegeben. Dort endete die IV Spur (markiert zum Linksabbiegen) und das kurze Reststück bis zur Station Alser Straße war wieder ein eigener Gleiskörper.
05.03.2010, 11:48#35
Die Haltestelle Kreuzgasse wurde ja erst lange nach der Einstellung des 8ers verlegt, möglicherweise sogar erst 1998, als die letzten Gleisreste entfernt wurden.
05.03.2010, 14:13#36
Der 8er hatte seine Problemabschnitte. In Fahrtrichtung Meidling war der Michelbeuerner Berg einer davon. Hinauf zur Kreuzgasse verengten sich bei der Schopenhauerstraße die Fahrspuren von drei auf zwei neben den Gleisen angeordneten, was die Autofahrer unweigerlich auf das 8er-Gleis drängte. In Verbindung mit dem auf diesem Gürtelabschnitt ohnedies obligatorischen Stau brachte das für den 8er immer wieder Behinderungen. Nach der Kreuzung mit der Kreuzgasse war, wie Ferry schon schrieb, eine Abbiegespur auf dem Gleis - neuerliche Behinderung. Letztlich war dann auch die Meidlinger Hauptstraße nicht immer ganz problemfrei zu passieren. Dazu kamen dann noch immer wieder Straßenbahnstaus vor der Gumpendorfer Straße. In der Gegenrichtung begann der Stau bereits in der Eichenstraße. Fahrzeiten von 10 Minuten von der Dörfelstraße zur Meidlinger Hauptstraße waren durchaus möglich. Der Rest der Fahrt des 8ers verlief in dieser Richtung, abgesehen von Straßenbahnstaus im Bereich zwischen Gumpendorfer Straße und Felberstraße, eigentlich weitgehend behinderungsfrei. In beiden Richtungen war aber der Aufenthalt an den Haltestellen bedingt durch die Ampeln überdurchschnittlich lang.
Diese Schilderung bezog sich jetzt auf die Siebziger Jahre, aber vermutlich hat sich daran bis zur Einstellung des 8ers wenig geändert.
Diese Schilderung bezog sich jetzt auf die Siebziger Jahre, aber vermutlich hat sich daran bis zur Einstellung des 8ers wenig geändert.
05.03.2010, 18:32#37
Eine 8er-Fahrt war ein Spießrutenlaufen von Ampel zu Ampel. Anscheinend wurden da immer die blödestmöglichen Schaltungen erprobt um sie dann später, bei Bedarf, auch an anderen Punkten perfekt einsetzen zu können. Auch die Phantasie der Wr. Verkehrsbetriebe punkto Selbstbehinderung der Linie kannte kaum Grenzen, schließlich wollte man ihn ja unbedingt loswerden. Aber das hat man natürlich auch mit anderen Linien - mal mehr, mal weniger erfolgreich - durchgezogen, z.B. war der 5er jahrzehntelang das "Stiefkind" par excellence, hat es aber zum Glück überlebt! ![pleased :]](../../assets/images/smilies/pleased.gif)
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05.03.2010, 19:46#38
Zu der oben erwähnten Situation in Michelbeuern habe ich zwei passende Fotos vom 23.9.1989.


ZitatOriginal von Ferry
Soviel ich mich erinnern kann, war das Gleis Richung Süden ab Michelbeuern - nach der Station Kreuzgasse, die damals ja noch am Gürtel vor der Verzweigung 8/42 situiert war - bis Borschkegasse für den IV freigegeben. Dort endete die IV Spur (markiert zum Linksabbiegen) und das kurze Reststück bis zur Station Alser Straße war wieder ein eigener Gleiskörper.
ZitatOriginal von WeSt
Die Haltestelle Kreuzgasse wurde ja erst lange nach der Einstellung des 8ers verlegt, möglicherweise sogar erst 1998, als die letzten Gleisreste entfernt wurden.
06.03.2010, 10:41#39
ZitatOriginal von Revisor
.. Dazu kamen dann noch immer wieder Straßenbahnstaus vor der Gumpendorfer Straße. In der Gegenrichtung begann der Stau bereits in der Eichenstraße.
Straßenbahnstaus hat es in den 60er und Anfang der 70er Jahre auf vielen Stellen im Netz gegeben.. Ich erinnere mich oft an den täglichen mogendlichen Stau in der Wiedner Hauptstraße vor dem Karlplatz Richtung stadteinwärts der in der Favoritenstraße und Wiedner Hauptstraße oft fast bis zur Mayerhofgasse zurück reichte.. Oder auch im Bereich Favoritenstraße zwischen Quellenstraße und Keplerplatz der Linie 6, 7, 67, 167..
07.03.2010, 00:46#40
Hat der 8er am Lichtenwerder Platz unter der heutigen U6 Brücke gewendet ? Ich glaube, dass in diesem Abschnitt die Gleise kaum verändert wurden, oder ?
In den alten Schnellverbindungsplänen sind (logischerweise) die alten Ringlinien A,Ak usw. zu sehen.
Was mich persönlich interessiert ist wie die konkrete Streckenführung der Linien A und Ak aussah? Kurz gesagt fuhren A und Ak in beiden Fahrtrichtungen ?
Also wenn jemand in der Haltestelle Praterstern Fahrtrichtung 1.Bezirk wartete, konnte diese Person dann sowohl in den A und Ak einsteigen oder nur in einen von beiden?
In den alten Schnellverbindungsplänen sind (logischerweise) die alten Ringlinien A,Ak usw. zu sehen.
Was mich persönlich interessiert ist wie die konkrete Streckenführung der Linien A und Ak aussah? Kurz gesagt fuhren A und Ak in beiden Fahrtrichtungen ?
Also wenn jemand in der Haltestelle Praterstern Fahrtrichtung 1.Bezirk wartete, konnte diese Person dann sowohl in den A und Ak einsteigen oder nur in einen von beiden?
