Zukunftsvision Linienkreuz U2/U5 und Alternativen

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23.03.2015, 12:48#1521
Gemeinsam genutzte Bahnsteige sind sowohl im Betrieb als auch in der Errichtung unmöglich.
Wäre nett, wenn es Begründungen für diese Behauptungen dazu gibt. Aber ich denke, ich kann da weiterhelfen:
1. In Wien gab es so etwas nie und wird es daher nicht so schnell geben.
2. Die Intervalle werden in der HVZ wirklich zu kurz sein, damit das funktioniert (man bedenke, dass die U6 mit 1,5 Minutentakt am Limit angelangt ist).
3. Es ist angeblich mit dem derzeitigen Sicherheitssystem nicht möglich zwei Linien am selben Gleis zu steuern.
23.03.2015, 13:01#1522
3. Es ist angeblich mit dem derzeitigen Sicherheitssystem nicht möglich zwei Linien am selben Gleis zu steuern.
Richtig, die LZB unterstützt das nicht.
23.03.2015, 13:24#1523
Ich möchte auch zum x-ten mal darauf hinweisen, dass das niveaumäßig so gut wie unmöglich ist: Die neue Trasse der U2 ab Schottentor (die ja wohl kommen wird) muss nicht nur die Uni, sondern auch Teile des Rathauses bzw. der angrenzenden Baublöcke und die Tiefgarage am Friedrich-Schmidt-Platz unterfahren. Sie muss so tief bleiben (wahrscheinlich sogar weiter fallen), da sie ja - ohne einem Straßenzug zu folgen - auch unter der Bebauung des 7. und 8. Bezirks durch muss, die U3 bei der Mariahilferstraße vermutlich auf Ebene -4 queren und nach einem weiteren Gefälle bei der Pilgrambrücke unter dem Wienfluss durch muss. Die U5 soll vom Rathaus zum Karlsplatz die bestehende, jetzige U2-Trasse benützen und die liegt auf -1. Daher sind Bahnsteige beider Linien auf dem selben Niveau nicht möglich. Außer man pfeift auf die jetzige Trasse der U2, was wohl nicht der Fall sein wird. In der anderen Richtung muss die U5 sowieso eine enorme Steigung bewältigen um unter dem Betriebsgleis Rathaus-Schottentor (jetzige U2) und der anschließenden Bebauung des 9. Bezirks durch zu kommen.
23.03.2015, 13:56#1524
Gemeinsam genutzte Bahnsteige sind sowohl im Betrieb als auch in der Errichtung unmöglich.
Wäre nett, wenn es Begründungen für diese Behauptungen dazu gibt. Aber ich denke, ich kann da weiterhelfen:
1. In Wien gab es so etwas nie und wird es daher nicht so schnell geben.
Naja, die Linie U2/U4 hat die Bahnsteige der U4 mitbenützt. ;)
23.03.2015, 14:03#1525
Gemeinsam genutzte Bahnsteige sind sowohl im Betrieb als auch in der Errichtung unmöglich.
Wäre nett, wenn es Begründungen für diese Behauptungen dazu gibt. Aber ich denke, ich kann da weiterhelfen:
1. In Wien gab es so etwas nie und wird es daher nicht so schnell geben.
Naja, die Linie U2/U4 hat die Bahnsteige der U4 mitbenützt. ;)


Und das ist wohl der Hauptgrund, warum es das in Wien nie wieder geben wird.
23.03.2015, 14:06#1526
Naja, die Linie U2/U4 hat die Bahnsteige der U4 mitbenützt
Wenn du damit meinst, dass es so was überhaupt schon mal gegeben hat, hast du recht. Wenn du meinst, dass das funktioniert hat, liegst du falsch. Nicht umsonst ist das blitzartig wieder eingestellt worden. Habe damals die U2/U4 in den wenigen Tagen ihrer Existenz ein paarmal benützt (zwischen Meidling Hauptstraße und Schottentor) und die Stockungen und Unregelmäßigkeiten waren sagenhaft.
23.03.2015, 14:27#1527
Was soll ein gemeinsamer Bahnsteig überhaupt für Vorteile bringen? Wenn ich in die andere Richtung umsteigen will, muss ich dann 2mal einen Lift benutzen.
Dieser Beitrag wurde 1-mal editiert, zuletzt von Berni229 (23.03.2015, 14:30)
23.03.2015, 14:39#1528
Ich fände Lösungen, wie bei Längenfeldgasse gut! Ich würde die alte U2-Trasse auflassen, wenn sie sowieso schon zu hoch liegt, da sie keine höheren Geschwindigkeiten zulässt. Da könnte man sicher einige Minuten nach Karlsplatz herausholen!
23.03.2015, 14:46#1529
Da könnte man sicher einige Minuten nach Karlsplatz herausholen!
Wage ich bei der Stationsdichte zu bezweifeln. Außerdem: Was soll mit der alten Trasse auf -1 geschehen? Und wie willst du die enormen Neubaukosten bei gleichzeitig verlorenem Aufwand (leer stehende alte Trasse) politisch an das Volk verkaufen? Meiner Meinung nach war damals die Umstellung der UStrab auf U-Bahn ein ziemlicher Fehler. Dabei denke ich an die weg gefallenen Durchgangslinien E2, G2 und H2 und an die Möglichkeit des Umleitungsverkehrs bei Veranstaltungen auf dem Ring. Aber wir haben damals die Krot gfressen und jetzt müssen wir damit leben.
23.03.2015, 15:20#1530
Ich fände Lösungen, wie bei Längenfeldgasse gut! Ich würde die alte U2-Trasse auflassen, wenn sie sowieso schon zu hoch liegt, da sie keine höheren Geschwindigkeiten zulässt. Da könnte man sicher einige Minuten nach Karlsplatz herausholen!


Du willst unter einer bestehenden U-Bahn-Trasse eine neue parallele Trasse bauen?!?!
23.03.2015, 16:22#1531
Gemeinsam genutzte Bahnsteige sind sowohl im Betrieb als auch in der Errichtung unmöglich.
Wäre nett, wenn es Begründungen für diese Behauptungen dazu gibt. Aber ich denke, ich kann da weiterhelfen:
1. In Wien gab es so etwas nie und wird es daher nicht so schnell geben.
Naja, die Linie U2/U4 hat die Bahnsteige der U4 mitbenützt. ;)
Ja, genau drei Wochen lang im September 1981. Dann war sie wegen mannigfaltiger Schwierigkeiten, die den Fahrbetrieb auf U2 und U4 massiv störten, wieder Geschichte.
23.03.2015, 17:55#1532
Was soll ein gemeinsamer Bahnsteig überhaupt für Vorteile bringen? Wenn ich in die andere Richtung umsteigen will, muss ich dann 2mal einen Lift benutzen.

Ich habe das nur angemerkt, um die betreffende Station nicht Richtung Erdmittelpunkt erweitern zu müssen. Es wäre ja nur eine Option. Wie es dann wirklich kommt, wird die Zukunft uns dann ja zeigen.
23.03.2015, 18:51#1533
Ich weiß ja wohl das es bei der Station Rathaus alleine schon vom Höhenunterschied der beiden Linien nicht möglich ist das beide den selben Bahnsteig benutzen können, aber es ist möglich zwei Linien auf dem selben Bahnsteig halten zu lassen. Ist ja in London auch möglich, warum soll das in Wien nicht gehen. Ich mein auch wenn man in der HVZ eine extrem dichtes Intervall von 2,5 min hat wie auf der U6, dann kalkuliert man es halt so das alle 1,25 min eine U-Bahn einfährt. Ist ja auch kein Problem. Aber wie einige schon richtig gesagt habern wird es das in Wien in naher Zukunft eh nicht geben
23.03.2015, 20:10#1534
Ich weiß ja wohl das es bei der Station Rathaus alleine schon vom Höhenunterschied der beiden Linien nicht möglich ist das beide den selben Bahnsteig benutzen können, aber es ist möglich zwei Linien auf dem selben Bahnsteig halten zu lassen. Ist ja in London auch möglich, warum soll das in Wien nicht gehen. Ich mein auch wenn man in der HVZ eine extrem dichtes Intervall von 2,5 min hat wie auf der U6, dann kalkuliert man es halt so das alle 1,25 min eine U-Bahn einfährt. Ist ja auch kein Problem. Aber wie einige schon richtig gesagt habern wird es das in Wien in naher Zukunft eh nicht geben
Ok. Du weißt, dass das beim Rathaus nicht geht. Was soll der Beitrag dann? Wenn du meinst, dass zwei Linien am selben Bahnsteig halten (aber auf verschiedenen Gleisen): Das haben wir schon in der Längenfeldgasse. Wenn du tatsächlich das selbe Gleis meinst und auf London verweist, dann möchte ich dir mitteilen, dass die Züge auf Strecken wo mehrere Linien die selben Gleise benutzen (Circle, District, Metropolitan, Hammersmith & City), dort mit Hand gesteuert werden und nicht mit LZB. Die Sicherung und Signalisierung entspricht einer Eisenbahnstrecke. Sie sind daher mit Wien nicht vergleichbar.
23.03.2015, 22:42#1535
Man kann zur neuen Station am Rathaus noch nicht viel sagen, aber mit Sicherheit kann man ausschließen, dass die Bahnsteige von beiden Linien gemeinsam genutzt werden. Das wäre nicht nur baulich völlig ungeeignet, sondern auch betrieblich, weil das Intervall auf beiden Linien davon "zerstört" würde. (Weichen müssten ständig umgestellt werden und da Bedarf es dann auch zusätzlicher "Sicherheitszeiten".)

Das technisch mögliche, kürzeste Intervall der LZB beträgt 90 Sekunden: dichter kann nicht mehr gefahren werden, egal wie viele verschiedene Linien es wären. Natürlich wäre es möglich die LZB für "Mehrlinienbetrieb" aufzurüsten, allerdings fehlt (bisher) schlicht und einfach die Notwendigkeit dafür.
24.03.2015, 09:08#1536
Wäre es eigentlich machbar einen Teil einer Strecke mit der Hand und über Signale zu fahren?
Sollte ja glaub ich kein Problem darstellen.
24.03.2015, 12:09#1537
Wäre es eigentlich machbar einen Teil einer Strecke mit der Hand und über Signale zu fahren?
Sollte ja glaub ich kein Problem darstellen.
So viel mir einmal erklärt wurde geschieht das auf den Betriebsstrecken (z.B. zwischen Schwedenplatz und Landstraße). Allerdings hat mir noch Niemand sagen können, wie diese Züge dann wieder ins LZB eintreten, denn das müssen sie ja wohl auf der Weiterfahrt von der Landstraße zum Bahnhof Erdberg.
24.03.2015, 13:24#1538
Wäre es eigentlich machbar einen Teil einer Strecke mit der Hand und über Signale zu fahren?
Sollte ja glaub ich kein Problem darstellen.
So viel mir einmal erklärt wurde geschieht das auf den Betriebsstrecken (z.B. zwischen Schwedenplatz und Landstraße). Allerdings hat mir noch Niemand sagen können, wie diese Züge dann wieder ins in die LZB eintreten, denn das müssen sie ja wohl auf der Weiterfahrt von der Landstraße zum Bahnhof Erdberg.
Sie werden "angemeldet" (oder "einprogrammiert") - ein vom Fahrer manuell auszuführender Vorgang beim Verlassen der Betriebsstrecke.

PS: LZB (LinienZugBeeinflussung) ist weiblich.
24.03.2015, 13:29#1539

1. In Wien gab es so etwas nie und wird es daher nicht so schnell geben.


Sorry, aber diese "Begründung" ist unsinnig... Was nicht ist, kann noch werden.

Die anderen Beiden Argumente würde ich mich noch einreden lassen. ;)
Dieser Beitrag wurde 2-mal editiert, zuletzt von Schienenfreak (24.03.2015, 13:34): Zitat repariert
25.03.2015, 00:24#1540
Wäre es eigentlich machbar einen Teil einer Strecke mit der Hand und über Signale zu fahren?
Sollte ja glaub ich kein Problem darstellen.


Jein. Technisch ist es natürlich möglich, es müssten infrastrukturseitig halt Signale aufgestellt werden. Allerdings hast du im Tunnel keine brauchbare Signalsicht, es müsste also sehr langsam gefahren werden. Und von der Vollbahn weiß man, dass der ständige Wechsel zwischen Signalsystemen problematisch sein kann. Alles in allem würde die Leistungsfähigkeit des Gesamtsystems darunter sehr leiden.