[ÖBB] Land Niederösterreich übernimmt 600 Kilometer Bahngleis
426 Beiträge · Seite 5 von 22
29.01.2010, 14:23#81
ZitatOriginal von xruxl
Das wäre aber schon eine ziemliche Frechheit, hat es doch geheißen, dass die Sanierung genau dieser Bahnen (Traisen- und Erlauftalbahn) durch die ÖBB Teil der Vereinbarung ist und noch heuer beginnen soll.
Es steht aber in der Vereinbarung dass nur die Strecken bis Scheibbs und Schrambach saniert werden müssen.. Die Restteile werden vermutlich durch das Land NÖ (NÖVOG) stillgelegt und abgetragen ..
01.02.2010, 18:03#82
ZitatOriginal von lachkater
... Die Restteile werden vermutlich durch das Land NÖ (NÖVOG) stillgelegt und abgetragen ..
... und für die Verbreiterung von Straßen verwendet oder es werden darauf Radwege errichtet.
;( Traurig, welche Rückschritte der Verkehr macht. Ich erinnere mich noch gut, wie bequem und komfortabel dort überall einst das Reisen mit der Eisenbahn war:
- Hinreichend Platz und Bewegungsraum während der Fahrt
- Kein ständiges Rütteln
- Bequeme Bestuhlung
- Unabhängig vom Individualverkehr und von Staus
- Optimal aufeinander abgestimmte Verbindungen zu den Ballungszentren
(entweder direkt oder mit abgestimmten Umsteigeverbindungen)
- Einfaches Tarifsystem mit durchgehenden Fahrausweisen
- Hinreichend Stauraum für Gepäck
- Bedarfsorientierte Zuglängen.
Das Reisen mit dem Bus ist jedenfalls nicht mit dem Reisen in der Eisenbahn vergleichbar und kein äquivalenter Ersatz. Jede Stunde in der Eisenbahn ist nutzbar, jede Stunde im Bus ist eine verlorene Stunde.
01.02.2010, 23:38#83
Traurig, wie gut Du das auf den Punkt bringst. Solch ein effizientes Reisen hätte ich dort auch gerne noch erlebt. Leider zu spät geboren... 

01.02.2010, 23:42#84
ZitatOriginal von Conducteur
- Bequeme Bestuhlung
In den Spantenwagen, N28 oder sonstigen altertümlichen Fahrzeugen?
Die Dieseltriebwagen waren zwar angenehm wegen den Polstersitzen aber dafür war das Einsteigen einfach katastrophal aufgrund der fehlenden Bahnsteige auf den Nebenbahnlinien.
02.02.2010, 20:32#85
ZitatOriginal von 29er
ZitatOriginal von Conducteur
- Bequeme Bestuhlung
In den Spantenwagen, N28 oder sonstigen altertümlichen Fahrzeugen?
Die Dieseltriebwagen waren zwar angenehm wegen den Polstersitzen aber dafür war das Einsteigen einfach katastrophal aufgrund der fehlenden Bahnsteige auf den Nebenbahnlinien.
Da ist mir schon ein sportlicher Einstieg lieber, wenn ich dann die Fahrt bequem genießen kann.
Nun war zwar auch damals nicht jedes Fahrzeug bequem. Wenn ich mir aber die neueren Fahrzeuge anschaue, läßt die Bequemlichkeit oft zu wünschen übrig und bedeutet einen Rückschritt gegenüber den älteren Bauarten: z.B. die Schlieren Nachfolgemodelle gegenüber den Schlieren. Die Schlieren waren wirklich bequem. Man konnte die Sitze ausziehen und seinen Bedürfnissen anpassen. Das geht bei den Nachfolgemodellen nicht mehr. Und bei den Spantenwagen konnte man auf den offenen Plattformen stehen und die frische Luft genießen, und im Inneren waren sie auch nicht so unbequem wie heute in einem Autobus. Hatten immerhin WC-Anlagen. Fasziniert haben mich immer die großen Ganzfenster, die man sehr weit öffnen konnte. Und überaus bequem waren die 5042, mit denen man z.B. von Wien Nord ins Weinviertel fahren konnte.
04.02.2010, 18:53#87
Warum macht denn eigentlich die ÖBB nicht wieder solche witzigen Werbungen! Das wäre doch mal nett! 

04.02.2010, 19:05#88
ZitatOriginal von Millie
Warum macht denn eigentlich die ÖBB nicht wieder solche witzigen Werbungen! Das wäre doch mal nett!
Diese Werbungen stammen aus den Siebzigern des letzten Jahrhunderts und waren eine Zeitlang sehr verbreitet - nicht nur auf Werbeflächen in Straßenbahn und Bus, sondern z.B. auch auf Rolltreppenstufen. Besonders das grinsende Maxerl mit der Fliege hat mir damals sehr gut gefallen, die lustigen Sprücherln natürlich auch. Leider habe ich mir die damals nicht aufgeschrieben, waren ein paar wirklich Gute darunter!
04.02.2010, 21:38#91
ZitatOriginal von Ferry
Leider habe ich mir die damals nicht aufgeschrieben, waren ein paar wirklich Gute darunter!
Bei Notbremsung im Stadtverkehr
reißt's einen hin, den anderen her.
Dagegen gibt es einen Kniff:
Verwende stets den Haltegriff!
04.02.2010, 22:36#92
"Erreich' dein Ziel kommod und weise. Per Tramway. Und fahr nicht im Kreise."
Dazu gibt es das Bild eines Autofahrers, der verwirrt vor einer ausgesprochen verwirrenden Umleitungstafel steht, während ihn die Tramway überrundet.
"Wenn Schnee und Eis die Straßen glätten, schätzt man die Tramway. Woll'n wir wetten?"
Dazu gibt es das Bild eines Autos, das sich um einen Baum gewickelt hat.
Stammt aus dem Netzplan von 1971.
Übrigens gibt es heute wieder Werbungen in dieser alten Tradition, und zwar von der AUVA!
Am besten in Erinnerung geblieben ist mir der Spruch "War zu naß die Reinigung folgt auf dem Fuß die Peinigung!".
Dazu gibt es das Bild eines Autofahrers, der verwirrt vor einer ausgesprochen verwirrenden Umleitungstafel steht, während ihn die Tramway überrundet.
"Wenn Schnee und Eis die Straßen glätten, schätzt man die Tramway. Woll'n wir wetten?"
Dazu gibt es das Bild eines Autos, das sich um einen Baum gewickelt hat.
Stammt aus dem Netzplan von 1971.
Übrigens gibt es heute wieder Werbungen in dieser alten Tradition, und zwar von der AUVA!
Am besten in Erinnerung geblieben ist mir der Spruch "War zu naß die Reinigung folgt auf dem Fuß die Peinigung!".
04.02.2010, 23:06#93
ZitatOriginal von WeSt
Übrigens gibt es heute wieder Werbungen in dieser alten Tradition, und zwar von der AUVA!
Am besten in Erinnerung geblieben ist mir der Spruch "War zu naß die Reinigung folgt auf dem Fuß die Peinigung!".
Ehrlich gesagt finde ich diese Sprüche aber irgendwie lieblos und halbherzig gedichtet.

11.02.2010, 00:55#95
Im Standard gab es heute folgende wenig überraschende Nachricht zu lesen:
ZitatFrostige Zeit für den Nahverkehr
Der vor einem Monat fixierte Verkauf von 600 Kilometern ÖBB-Nebenbahn und Schmalspurstrecken an Niederösterreich bedeutet - im Gegensatz zu Beteuerungen der Politiker von Bund und Ländern - keineswegs eine Sicherstellung oder gar Verbesserung des Schienennah- und Regionalverkehrsangebots in Niederösterreich. Das lässt sich aus der von ÖBB, Verkehrsministerium und Niederösterreich fixierten "Grundsatzvereinbarung" ablesen, die dem Standard vorliegt.
Sie lässt dem Käufer einige "Hintertürln" offen. Niederösterreichs Grüne Klubobfrau Madeleine Petrovic nennt das Vertragswerk nach Analyse "eine Farce" .
Den Betrieb als öffentliche Eisenbahn garantiert St. Pölten nur für vier Streckenabschnitte:
Den Weiterbetrieb der unter ÖBB-Ägide heruntergekommenen Ybbstalbahn hingegen behält sich St. Pölten bzw. deren Verkehrsorganisationsgesellschaft Növog ebenso vor, wie jenen der Normalspurstrecken Krems-Sarningstein, Retz-Weitersfeld-Drosendorf und Schwarzenau-Waidhofen an der Thaya. Hier will das Land NÖ über "Dauer des Betriebs und eventuelle Nachnutzung entscheiden, was frühestens nach der Gemeinderatswahl im März zu erwarten ist.
- Mariazellerbahn von St. Pölten nach Mariazell;
- Schneebergbahn von Puchberg auf den Hochschneeberg (nur Infrastruktur); und
- Waldviertler Schmalspurbahn von Gmünd nach Groß Gerungs und
- von Gmünd nach Litschau.
Keine Ausweitung des Pendlerzugangsangebots
Verheißungsvoll klingt auch die Verpflichtung, 2010 um 680.000 Personenzugkilometer zusätzlich bei der ÖBB zu bestellen (steigt bis 2013 auf jährlich 880.000 km). Eine Ausweitung des zuletzt teils spürbar ausgedünnten Pendlerzugangebots ist davon aber nicht zu erwarten. Denn in der Praxis bedeutet dies lediglich, dass Niederösterreich endlich jene Leistungen mitfinanziert, die die ÖBB ohne Kostenbeitrag aus Niederösterreich erbringt. Das sind pro Jahr 2,5 Millionen Zugkilometer.
Da der Bund ebenfalls nur 650.000 Zugkilometer finanziert, blieben 1,2 Mio. ÖBB-Zugkilometer pro Jahr weiterhin dem Goodwill der ÖBB geschuldet. Oder den Finanzausgleichsverhandlungen, bei denen Niederösterreich für den Verkehr viel Geld herausholen wird müssen. Eine Finanzierungsgarantie betreffend Instandhaltung des teils heruntergekommenen Streckennetzes fehlt, mehr als 125 Mio. Euro (davon 45 vom Bund, 50 von ÖBB) gibt es nicht.
Falls die zehn Mio. Quadratmeter Bahngrund, den NÖ mitkauft, kontaminiert sind oder Fliegerbomben gefunden werden, muss dafür allein NÖ aufkommen.
(Luise Ungerboeck, DER STANDARD; Print-Ausgabe, 10.2.2010)
12.02.2010, 22:08#96
ÖVP-Meinungen
Es geht schon los mit dem Sparen: Winterbetrieb auf der Mariazellerbahnbergstrecke laut ÖVP also unnötig...
ZitatOriginal von Presseaussendung von probahn Österreich http://bvs.probahn.at/files/pa/423.pdf
(...) Wenig hilfreich sind dabei die Aussagen von Spitzenpolitikern wie Landeshauptmann-Stv. Wolfgang Sobotka
und Landesrat Johann Heuras, die vorschnell Entscheidungen treffen wollen, statt in einen intensiven Dialog
mit Bürgermeistern und Regionalbahn-Initiativen zu treten. Sobotka meint, man könne auf den Winterbetrieb
bei der Bergstrecke der Mariazellerbahn verzichten. Heuras sieht im Betrieb der Ybbstalbahn nur „heiße Luft“,
obwohl er es besser wissen müsste, nämlich dass diese Bahn vor wenigen Jahren noch 700.000 Fahrgäste,
darunter viele Touristen hatte. (...)
13.02.2010, 10:55#97
ZitatOriginal von WeSt
"Erreich' dein Ziel kommod und weise. Per Tramway. Und fahr nicht im Kreise."
Dazu gibt es das Bild eines Autofahrers, der verwirrt vor einer ausgesprochen verwirrenden Umleitungstafel steht, während ihn die Tramway überrundet.
"Wenn Schnee und Eis die Straßen glätten, schätzt man die Tramway. Woll'n wir wetten?"
Dazu gibt es das Bild eines Autos, das sich um einen Baum gewickelt hat.
Stammt aus dem Netzplan von 1971.
Bitte sehr:
http://www.fpdwl.at/4images/image.php?image_id=20389
http://www.fpdwl.at/4images/image.php?image_id=20390
LG,
Conducteur
EDIT Webmaster: Bilder durch Links ersetzt
Dieser Beitrag wurde 1-mal editiert, zuletzt von Webmaster Gerardo (13.02.2010, 13:28)
13.02.2010, 13:29#98
@Conducteur:
Bitte beachte, dass eingebundene Bilder nicht größer als 800px sein sollten
Bitte beachte, dass eingebundene Bilder nicht größer als 800px sein sollten

13.02.2010, 15:05#99
ZitatOriginal von Webmaster Gerardo
@Conducteur:
Bitte beachte, dass eingebundene Bilder nicht größer als 800px sein sollten
Danke für die Info. Habe ich offenbar übersehen, denn in den Nutzungsbedingungen für die Datenbank ist eine 800px-Einschränkung nur für die Gästegalerie angeführt. Für "Dokumente" hingegen ist von einer 1600px-Einschränkung die Rede, und ich habe mich sehr bemüht, die Bilder auf dieses Maß zu reduzieren. Habe übersehen, daß die Nutzungsbedingungen für das Forum die Nutzungsbedingungen für die Datenbank weiter einschränken.
LG,
Conducteur
22.02.2010, 21:44#100
Wollte für diesen Artikel in Standard keinen neuen Thread eröffnen weil es genauso auch hierher passt. (Falls doch notwendig: Bitte an einen Admin das Posting zuverschieben)..
Nur mehr Hauptstrecken
ÖBB plant Kahlschlag bei Nebenbahnen
21. Februar 2010, 11:49
Internes Papier will Bahnnetz auf wenige Hauptstrecken reduzieren - "Kinderkrankheiten" beim Railjet
Wien - Das Netz der ÖBB soll aus Kostengründen auf wenige Hauptstrecken reduziert werden. Das schreibt das Magazin "trend" unter Berufung auf ein Papier einer ÖBB-internen Arbeitsgruppe ("Zielnetzdefiniton 2025 +").
In diesem Konzept fehle etwa die Franz-Josefs-Bahn nach Gmünd ebenso wie die Strecke von Wien nach Krems. Der angedachte Kahlschlag bei den Nebenstrecken betreffe aber alle Bundesländer, so das Magazin. Das Konzept stamme von Vertretern der Holding AG und der Infrastruktur AG unter der Leitung der Netz- und Streckenentwicklungs GmbH, die Vorstände seien ebenso informiert wie Finanz- und Infrastrukturministerium.
"Schiene soll nur dort angeboten werden, wo ein Fit von Angebots- und Nachfragemerkmalen besteht", soll Kern der Pläne lauten. Ziel sei die "Anpassung der Anlagemenge (Strecken, Haltestellen, Bedienstellen) an die Marktnachfrage." Strecken, auf denen nicht mindestens 60 Stundenkilometer Durchschnittsgeschwindigkeit erreicht werde, sollen demnach nicht ausgebaut, sondern aufgegeben werden.
Stundentakt ab 8.000 Fahrgästen
Stundentakt im Personenfernverkehr solle es nur mehr von 8.000 Fahrgästen pro Tag aufwärts geben, Zweistundentakt ab 4.000 Personen. Elektrifizierungen sollen nur mehr im Fall von dringenden Lückenschlüssen stattfinden. Eine Nebenstrecke solle nur noch dann bedient werden, wenn an der Endstelle "zumindest zweihundert Aus- und Einsteiger pro Tag" vorhanden sind.
Zahlreiche "Projekte mit Potenzial für Reduzierung" werden aufgelistet - was laut "trend" einem Investitionsstopp gleich kommt. So werde es laut "Zielnetzdefinition 2025+" die geplante Zweigleisigkeit auf der Schnellbahn nach Hollabrunn nicht geben, ebenso nicht nach Krems. Eine Verlängerung der innerstädtischen Schnellbahnlinie S45 entfalle aufgrund geringen Fahrgastpotenzials. Im Papier heiße es generell: "Vorhaben, auf Strecken, auf denen gemäß Strategie eins kein Personenverkehr mehr angeboten werden soll, entfallen."
"Kinderkrankheiten" beim Railjet
Beim Projekt "Railjet" berichtet das Magazin von "Kinderkrankheiten". ÖBB-Personenverkehrsvorstand Gabriele Lutter gestehe technische Probleme (Klimaanlage, Türstörungen) ein. "Wir haben jede Woche intensive Sitzungen mit Siemens, wo diese Fragen strukturiert werden", wird Lutter zitiert. Auch spontane, ungewollte Notbremsungen auf freier Strecke seien in den ersten Monaten des Betriebes vorgekommen, die verantwortliche Software werde nachgerüstet. Siemens-Sprecher Harald Stockbauer bestätigt im Magazin, an der Problembehebung zu arbeiten. (APA)
Quelle: Der Standard
http://derstandard.at/1266541089601/Nur-mehr-…hlag-bei-Nebenbahnen
Nur mehr Hauptstrecken
ÖBB plant Kahlschlag bei Nebenbahnen
21. Februar 2010, 11:49
Internes Papier will Bahnnetz auf wenige Hauptstrecken reduzieren - "Kinderkrankheiten" beim Railjet
Wien - Das Netz der ÖBB soll aus Kostengründen auf wenige Hauptstrecken reduziert werden. Das schreibt das Magazin "trend" unter Berufung auf ein Papier einer ÖBB-internen Arbeitsgruppe ("Zielnetzdefiniton 2025 +").
In diesem Konzept fehle etwa die Franz-Josefs-Bahn nach Gmünd ebenso wie die Strecke von Wien nach Krems. Der angedachte Kahlschlag bei den Nebenstrecken betreffe aber alle Bundesländer, so das Magazin. Das Konzept stamme von Vertretern der Holding AG und der Infrastruktur AG unter der Leitung der Netz- und Streckenentwicklungs GmbH, die Vorstände seien ebenso informiert wie Finanz- und Infrastrukturministerium.
"Schiene soll nur dort angeboten werden, wo ein Fit von Angebots- und Nachfragemerkmalen besteht", soll Kern der Pläne lauten. Ziel sei die "Anpassung der Anlagemenge (Strecken, Haltestellen, Bedienstellen) an die Marktnachfrage." Strecken, auf denen nicht mindestens 60 Stundenkilometer Durchschnittsgeschwindigkeit erreicht werde, sollen demnach nicht ausgebaut, sondern aufgegeben werden.
Stundentakt ab 8.000 Fahrgästen
Stundentakt im Personenfernverkehr solle es nur mehr von 8.000 Fahrgästen pro Tag aufwärts geben, Zweistundentakt ab 4.000 Personen. Elektrifizierungen sollen nur mehr im Fall von dringenden Lückenschlüssen stattfinden. Eine Nebenstrecke solle nur noch dann bedient werden, wenn an der Endstelle "zumindest zweihundert Aus- und Einsteiger pro Tag" vorhanden sind.
Zahlreiche "Projekte mit Potenzial für Reduzierung" werden aufgelistet - was laut "trend" einem Investitionsstopp gleich kommt. So werde es laut "Zielnetzdefinition 2025+" die geplante Zweigleisigkeit auf der Schnellbahn nach Hollabrunn nicht geben, ebenso nicht nach Krems. Eine Verlängerung der innerstädtischen Schnellbahnlinie S45 entfalle aufgrund geringen Fahrgastpotenzials. Im Papier heiße es generell: "Vorhaben, auf Strecken, auf denen gemäß Strategie eins kein Personenverkehr mehr angeboten werden soll, entfallen."
"Kinderkrankheiten" beim Railjet
Beim Projekt "Railjet" berichtet das Magazin von "Kinderkrankheiten". ÖBB-Personenverkehrsvorstand Gabriele Lutter gestehe technische Probleme (Klimaanlage, Türstörungen) ein. "Wir haben jede Woche intensive Sitzungen mit Siemens, wo diese Fragen strukturiert werden", wird Lutter zitiert. Auch spontane, ungewollte Notbremsungen auf freier Strecke seien in den ersten Monaten des Betriebes vorgekommen, die verantwortliche Software werde nachgerüstet. Siemens-Sprecher Harald Stockbauer bestätigt im Magazin, an der Problembehebung zu arbeiten. (APA)
Quelle: Der Standard
http://derstandard.at/1266541089601/Nur-mehr-…hlag-bei-Nebenbahnen




