Zukunftsvision Wegfall einiger Umsteigezwänge
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27.10.2009, 11:07#41
Seit der Fertigstellung des Kabelwerks fahre ich kaum mehr in diesem Abschnitt, aber meine jahrelange Beobachtung war, dass 1) zwischen Alterlaa und Siebenhirten selbst ein Bus das Fahrgastaufkommen bewältigen könnte und 2) zwischen Alterlaa und Meidling würde das der 64er locker schaffen. Alles eine Frage des Intervalls. Vergiss nicht, dass der 64er nur halb so oft gefahren ist wie heute die U6. Und wirklich voll wird die U6 dort nur, wenn es eine Störung gegeben hat.
Was sicherlich nicht rechtzufertigen war, ist ist der Umbau von der Schnellstraßenbahnstrecke auf eine vollwertige U-Bahn-Strecke mit vergleichsweise pompösen Stationen sowie das dichte Intervall zwischen Alterlaa und Siebenhirten. Hätte man die alte Strecke belassen und gerade einmal die Haltestellen entsprechend verlängert, ab Philadelphiabrücke jeden 2. Zug bis Altererlaa und jeden 4. Zug bis Siebenhirten geführt, hätte ich mich mit der U6-Verlängerung nach Siebenhirten sogar anfreunden können. So ist das nur pure Steuergeldverschwendung, Geld, das woanders fehlt.
Was sicherlich nicht rechtzufertigen war, ist ist der Umbau von der Schnellstraßenbahnstrecke auf eine vollwertige U-Bahn-Strecke mit vergleichsweise pompösen Stationen sowie das dichte Intervall zwischen Alterlaa und Siebenhirten. Hätte man die alte Strecke belassen und gerade einmal die Haltestellen entsprechend verlängert, ab Philadelphiabrücke jeden 2. Zug bis Altererlaa und jeden 4. Zug bis Siebenhirten geführt, hätte ich mich mit der U6-Verlängerung nach Siebenhirten sogar anfreunden können. So ist das nur pure Steuergeldverschwendung, Geld, das woanders fehlt.
27.10.2009, 11:26#42
ZitatOriginal von schaffnerlos
Seit der Fertigstellung des Kabelwerks fahre ich kaum mehr in diesem Abschnitt, aber meine jahrelange Beobachtung war, dass 1) zwischen Alterlaa und Siebenhirten selbst ein Bus das Fahrgastaufkommen bewältigen könnte und 2) zwischen Alterlaa und Meidling würde das der 64er locker schaffen. Alles eine Frage des Intervalls. Vergiss nicht, dass der 64er nur halb so oft gefahren ist wie heute die U6.
Das vergesse ich nicht. Aber ich sehe das Fahrgastaufkommen in der HVZ in Alterlaa, wenn auch nur ein Zug mal ausfällt und länger als fünf Minuten auf den Nächsten gewartet werden muss. Und währenddessen schaufeln 60A, 64A und 66A ständig neue Fahrgäste heran. Ein Lokalaugenschein ist zu sehr zu empfehlen!
Sicher,so extrem ist es nur in der Früh und am Abend, aber das wäre mit dem 64er definitiv nicht mehr zu schaffen, es sein denn, man richtet einen Betrieb ein mit Intervallen von einer Minute und darunter.
ZitatWas sicherlich nicht rechtzufertigen war, ist ist der Umbau von der Schnellstraßenbahnstrecke auf eine vollwertige U-Bahn-Strecke mit vergleichsweise pompösen Stationen sowie das dichte Intervall zwischen Alterlaa und Siebenhirten. Hätte man die alte Strecke belassen
Eine U-Bahn-Strecke auf Straßenniveau? Des hamma doch noch nie g'mocht!...
Zitatund gerade einmal die Haltestellen entsprechend verlängert, ab Philadelphiabrücke jeden 2. Zug bis Altererlaa und jeden 4. Zug bis Siebenhirten geführt, hätte ich mich mit der U6-Verlängerung nach Siebenhirten sogar anfreunden können. So ist das nur pure Steuergeldverschwendung, Geld, das woanders fehlt.
ACK. Wobei ja - zumindest in der HVZ - ohnehin nur jeder zweite Zug bis Siebenhirten geführt wird. Eine weitere Dehnung des Intervalls in der von dir angesprochenen Art wäre m.M. durchaus denkbar.
27.10.2009, 13:48#43
ZitatOriginal von Ferry
ACK. Wobei ja - zumindest in der HVZ - ohnehin nur jeder zweite Zug bis Siebenhirten geführt wird. Eine weitere Dehnung des Intervalls in der von dir angesprochenen Art wäre m.M. durchaus denkbar.
Eine U-Bahn muss in möglichst kurzen Intervallen verkehren ( =viele Zugsfahrten). Mit jeder Intervalldehnung teilen sich die horrenden Fixkosten auf weniger Fahrten auf, wodurch du die U-Bahn bald politisch umbringst! Klingt unlogisch, ist aber so. Man nimmt lieber abolut höhere Kosten (steigende variable Kosten) in Kauf, um dadurch die relativen Kosten (Platzkilometer) niedrig zu halten. Und nur diese werden kolportiert und argumentiert.

Auch dass man möglichst große Einheiten zu jeder Tages- und Nachtzeit einsetzt, erklärt sich so. Der Platzkilometer wird auch dadurch billiger. Solange dieses System punkto absoluter Kosten nicht die Decke der Finanzierbarkeit durchstößt und es wächst, lässt es sich auch "gut verkaufen". Was passiert, wenn das "Wachstum" ausbleibt, weil kein neues bzw. nicht ausreichend Geld für Investitutionen da ist, kennen wir mittlerweile am Beispiel der (amerikanischen) Immobilienkrise.
27.10.2009, 21:19#44
ZitatOriginal von hema
Eine U-Bahn muss in möglichst kurzen Intervallen verkehren ( =viele Zugsfahrten).
Naja, das sehen einige Städte anders. In München verkehrt die U-Bahn in der HVZ oft alle 5, außerhalb alle 10 Minuten. Es stellt sich halt die Frage, was "möglichst kurze" Intervalle sind. Punkto Zugsfolgen können sich die Wiener ja wirklich glücklich schätzen, so dichte Intervalle muss man anderswo bisweilen mit der Lupe suchen.
Anmerkung am Rande: Eigentlich wollte ich ja auch noch schnell nachschauen, wie es um die Intervalle der U-Bahn in Berlin steht. Da hat mir aber die elektronische Aushangfahrplan-Auskunft das da geliefert, wo ich beim besten Willen darauf verzichte, das zu entziffern zu versuchen - das ist ja hirnverbrannt!
27.10.2009, 21:39#45
ZitatOriginal von 95B
Anmerkung am Rande: Eigentlich wollte ich ja auch noch schnell nachschauen, wie es um die Intervalle der U-Bahn in Berlin steht. Da hat mir aber die elektronische Aushangfahrplan-Auskunft das da geliefert, wo ich beim besten Willen darauf verzichte, das zu entziffern zu versuchen - das ist ja hirnverbrannt!![]()
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Dazu eine Antwort am Rande: Du hast nun das Glück gehabt, einen solchen Aushang in den Ferien anzufordern, da schreibt dir Hafas auch den den Ferienfahrplan (noch bis 30.10.) in den Aushang, was wahrhaft hirnverbrannt ist.
Zur Info, ansonsten wird in Berlin im Berufsverkehr (U-Bahn) alle 5 Minuten gefahren. Ausnahmen bilden die Linien U2, U7 und U9, dort wird ein 4-Minuten-Takt geboten. Es wird teilweise auf den Außenstrecken teleskopiert, also ähnlich der U6 in der HVZ. An Sonn- und Feiertagen wird nur ein 10-Minuten-Takt angeboten.
27.10.2009, 21:55#46
ZitatOriginal von 95B
Naja, das sehen einige Städte anders. In München verkehrt die U-Bahn in der HVZ oft alle 5, außerhalb alle 10 Minuten.
Und dort, wo zwei Linien einander überlagern, halbiert sich das Intervall. Damit hätten wir in den am stärksten ausgelasteten Streckenabschnitten ein Zweieinhalb-Minuten-Intervall...
Beste Grüße
VT
28.10.2009, 08:39#47
um auf den Ausgangsvorschlag zurückzukommen:
Wirklich etwas bringen würde aus meiner Sicht das Überdenken verfehlter Verkehrsmaßnahmen, das auch wenig kosten würde:
z.B. die Wiederherstellung einer Verbindung Ring - Strebersdorf durch die totale Zerbröselung der Linie 26:
31 Ring - Stammersdorf,
32 Ring - Strebersdorf
33 Ring - Aspern
26 Aspern - Strebersdorf
25 Aspern - Stammersdorf
Wenn man das ordentlich plant und koordiniert, dann hat man etwas für die Fahrgäste getan, Umsteigezwänge beseitigt und so nebenbei auch noch genug B um die Linie 1 weniger sardinisch zu betreiben.
- Die Grundsatzidee ist schon gut, aber Liniendurchbindungen sind nur dann wirklich gut, wenn der Fahrgastnutzen auch groß genug ist.
- Dementsprechend würde ich dem Konzept der Linien 1 und 2 auch ein geteiltes Zeugnis ausstellen: Linie 1 ist von der Streckenführung her gelungen, Linie 2 hätte man besser mit 46 (oder 49, wenn das nicht zu lange wäre) als mit J verbinden sollen.
- Der Vorschlag 31-2-71 macht durchaus Sinn, ist aber zu lange. Aus beiden Linien könnte man aber etwas machen, das stimmt. Andererseits haben beide Linien so ihre eigenen Probleme auch noch und eine Verlängerung ist aus Fahrgastsicht nur dann wünschenswert, wenn die mitgelöst werden.
- 60: zum Westbahnhof ja, wo anders hin: völlig sinnlos! Eventuell könnte man noch kühn darüber nachdenken, ob man aus 60 und 62 nicht drei Linien macht, von denen eine Rodaun-Westbahnhof und eine Rodaun-Oper fährt und die dritte Speising/Lainz-Hietzing bzw. die erste Linie dort verstärkt wird (dann wärens nur zwei).
- 9: Ob die zwei Linien, die zwischen Schottentor und Gersthof gebraucht werden, nun 40 und 41 oder nur 41 heißen, ist egal. Vom planerischen würde eine Durchbindung des 9ers gut aussehen, aus Fahrgastsicht nicht (obwohl ich da früher anderer Meinung war, das geb ich schon zu). Zumindest aber könnte man den 9er in der Frühspitze bis zur Herbeckstraße fahren lassen (etwa zwischen 7 und 8). Interessant wäre für den 9er eine Verlängerung in Richtung Südbahnhof, kaum aber ein Knie, bei dem er Stationen anfährt, die von anderen Linien direkt verbunden werden (selber Kritikpunkt 2 und 33)! Wenn schon, dann 9 und 18 fusionieren.
- 10 und 58 könnte man problemlos vereinen, v.a. wenn gleichzeitig 60 den Weg zum Westbahnhof übernimmt.
- 5 und 52 macht von der Strecke her Sinn - fragt sich, ob die Linien nicht zu unterschiedlich sind. Ein Knie von der Raxstraße nach Baumgarten mit einer Linie auszufahren ist allerdings mehr als fraglich: diese Direktverbindung hat für Fahrgäste keinen Wert - zu lange, zu langsam und vermutlich auch zu geringer Bedarf.
Wirklich etwas bringen würde aus meiner Sicht das Überdenken verfehlter Verkehrsmaßnahmen, das auch wenig kosten würde:
z.B. die Wiederherstellung einer Verbindung Ring - Strebersdorf durch die totale Zerbröselung der Linie 26:
31 Ring - Stammersdorf,
32 Ring - Strebersdorf
33 Ring - Aspern
26 Aspern - Strebersdorf
25 Aspern - Stammersdorf
Wenn man das ordentlich plant und koordiniert, dann hat man etwas für die Fahrgäste getan, Umsteigezwänge beseitigt und so nebenbei auch noch genug B um die Linie 1 weniger sardinisch zu betreiben.
28.10.2009, 10:14#48
Zur Durchbindung würde ich ja, wenn ich ein Bisschen in der Sandkiste spielen darf, bzw. mir was wünschen darf, folgendes Vorschlagen:
Verlängerung des 71ers zum Schottentor und Durchbindung mit einer Währingerstraßenlinie.
Dazu müsste man eine Gleisverbindung über den Rooseveltplatz bauen, die aber, analog zur Verbindung in der Reichsratsstraße, auch als Gleis für Umleitungen benutzt werden kann. Wenn z.B. die Studenten vom Audimax die Bim blockieren, könnten 43 und 44 im Jonasreinl wenden, genauso wie die Währingerstraßler oben wenden könnten, wenn im Jonasreinl eine Störung ist.
Dann könnte man z.B. den 37er nach St.Marx verlängern, oder 41er und 71er verbinden. Oder man verlängert den 42er über 21 zum Praterstern (zweites Gleis über die Schwedenbrücke vorausgesetzt).
Noch utopischer wäre mein Plan für den 33er: Wiedererrichtung der Linie 13, die dann auch den 33er zum Friedrich-Engels-Platz übernimmt; Linie 33 kann aufgelassen werden.
Wie gesagt, das sind Spintisierereien und Wunschträume.
Ach ja, und wenn schon Buchstabenlinien zu Zahlenlinien umbenannt werden, würde ich aus dem D den 4er, und nicht den 3er machen. D = 4. Buchstabe des Alphabets.
Verlängerung des 71ers zum Schottentor und Durchbindung mit einer Währingerstraßenlinie.
Dazu müsste man eine Gleisverbindung über den Rooseveltplatz bauen, die aber, analog zur Verbindung in der Reichsratsstraße, auch als Gleis für Umleitungen benutzt werden kann. Wenn z.B. die Studenten vom Audimax die Bim blockieren, könnten 43 und 44 im Jonasreinl wenden, genauso wie die Währingerstraßler oben wenden könnten, wenn im Jonasreinl eine Störung ist.
Dann könnte man z.B. den 37er nach St.Marx verlängern, oder 41er und 71er verbinden. Oder man verlängert den 42er über 21 zum Praterstern (zweites Gleis über die Schwedenbrücke vorausgesetzt).
Noch utopischer wäre mein Plan für den 33er: Wiedererrichtung der Linie 13, die dann auch den 33er zum Friedrich-Engels-Platz übernimmt; Linie 33 kann aufgelassen werden.
Wie gesagt, das sind Spintisierereien und Wunschträume.
Ach ja, und wenn schon Buchstabenlinien zu Zahlenlinien umbenannt werden, würde ich aus dem D den 4er, und nicht den 3er machen. D = 4. Buchstabe des Alphabets.

28.10.2009, 12:07#49
ZitatOriginal von moszkva tér
Verlängerung des 71ers zum Schottentor
Diesen Versuch hat es ja kürzlich gegeben. Ist aber an der Bezirksvertretung Simmering mit folgenden Argumenten gescheitert:
- Zum Zentralfriedhf muß der 71er fahren, da dieser im Wienerlied besungen wird.
- Über den Ring darf keine Linie mit einem Signal für eine Radiallinie fahren.
28.10.2009, 13:09#50
ZitatOriginal von ziptul
33 Ring - Aspern
Wie stellst Du Dir das vor? Willst Du Gleise über die Reichsbrücke legen? Eine Linie Aspern-Kagran-Floridsdorf-Brigittenau-Ring braucht wohl nicht wirklich jemand.
Dieser Beitrag wurde 1-mal editiert, zuletzt von Linie 41 (28.10.2009, 13:10)
28.10.2009, 14:04#51
ZitatOriginal von Conducteur
- Über den Ring darf keine Linie mit einem Signal für eine Radiallinie fahren.
Sagt wer?
28.10.2009, 17:55#52
ZitatOriginal von Revisor
ZitatOriginal von Conducteur
- Über den Ring darf keine Linie mit einem Signal für eine Radiallinie fahren.
Sagt wer?
Ich halte das für ein ungeschriebenes Gesetz, nachdem man die neuen Durchgangslinien im Schema wie Tangentiallinien benennt. Kann mich auch nicht erinnern, daß regulär Wägen mit Radialliniensignal über den Ring fuhren (ausgenommen natürlich HVZ-Verstärker wie 25R und 25K, die hatten dann aber auch durch den Index einen entsprechenden Hinweis, oder irgenwelche Einlagen wie Zentralfriedhofsverkehr zu Allerheiligen).
Außerdem würde das dann das ohnedies bereits angeknackste Linienschema vollends über den Haufen werfen.
Ein weiteres Argument gegen die Durchbindung war, soweit ich mich erinnern kann, auch eine notwendige Intervallanpassung des 71ers.
28.10.2009, 18:04#53
ZitatOriginal von Conducteur
Ich halte das für ein ungeschriebenes Gesetz, nachdem man die neuen Durchgangslinien im Schema wie Tangentiallinien benennt. Kann mich auch nicht erinnern, daß regulär Wägen mit Radialliniensignal über den Ring fuhren (ausgenommen natürlich HVZ-Verstärker wie 25R und 25K, die hatten dann aber auch durch den Index einen entsprechenden Hinweis, oder irgenwelche Einlagen wie Zentralfriedhofsverkehr zu Allerheiligen).
Außerdem würde das dann das ohnedies bereits angeknackste Linienschema vollends über den Haufen werfen.
Na, dann darf ich dich an die Linien 16, 21, 22 (1. Mai), 24, 74, 75, 77 und 78 erinnern, die alle eine gewisse Strecke auf dem Ring respektive Kai zurückgelegt haben. Dabei habe ich natürlich bewußt die Sonderlinien zum Zentralfriedhof und in den Prater ausgeklammert und mich auf reguläre Radiallinien beschränkt.
28.10.2009, 20:41#54
ZitatOriginal von Conducteur
- Zum Zentralfriedhf muß der 71er fahren, da dieser im Wienerlied besungen wird.
- Über den Ring darf keine Linie mit einem Signal für eine Radiallinie fahren.
Es geht ja eigentlich hier um sinnvolle Liniendurchbindungen. Ich denke, dass die Benennung dann der zweite Arbeitsschritt ist.
Wenn ich meine, den 71er über den Ring verlängern, und evtl. mit einer Währingerstraßenlinie zusammenzuhängen, wird das der 4er oder 7er oder sonstwas, und der 71er fährt dann z.B. Kaiserebersdorf-Zentralfriedhof-Zentralbahnhof(-Meidling) über 18 (und 62). Eigentlich ist es mir eher um meine Idee der Gleisverbindung über den Rooseveltplatz gegangen.
Im übrigen sollte sich das Nummernsystem an die Linien anpassen und nicht umgekehrt. Es kann ja nicht sein, dass Verbesserungen nur an Formfehlern scheitern, weil wir leider keine passenden Liniensignale mehr haben.
Obwohl die Radien immer noch großteils logisch sind, ist das Nummernsystem von 1907 ohnehin immer wieder verändert worden. Auch die Stadt entwickelt sich weiter und bleibt nicht 1907 stehen. Sie ist ja auch eine Stadt und kein Freiluftmuseum.
28.10.2009, 22:51#55
Wobei punkto vereinfachtem Linienschema ("echte" Durchgangslinien niedrige Nummern, Rundlinien bis 26) 71 ja nicht soooo daneben ist. Schließlich ist der verlängerte 71er ja nur eine verlängerte Radiallinie.
28.10.2009, 23:14#56
ZitatOriginal von Revisor
Na, dann darf ich dich an die Linien 16, 21, 22 (1. Mai), 24, 74, 75, 77 und 78 erinnern, die alle eine gewisse Strecke auf dem Ring respektive Kai zurückgelegt haben. Dabei habe ich natürlich bewußt die Sonderlinien zum Zentralfriedhof und in den Prater ausgeklammert und mich auf reguläre Radiallinien beschränkt.
Wann bitte sind diese Linien regulär über den Ring gefahren:
-16: nur Kai, nicht Ring (übrigens fehlt dann auch der 26er)
- 21: ???
- 22: nur Kai
- 24: nur Kai
- 74: nur zu Betriebsbeginn
- 75: ausg. 10.7.-24.11.1946 auch nur zu Betriebsschluß oder nach Bedarf
- 77: ???
- 78: nur Kai
Habe in "Slezak, Straßenbahn in Wien" nachgeforscht. Bis auf den 75er über 4 Monate ist meines Erachtens nichts übriggeblieben. Der Kai war schon immer eine Ausnahme. 1 Mai, Betriebsbeginn und Betriebsschluß würde ich nicht als "regulär" bezeichnen.
28.10.2009, 23:23#57
ZitatOriginal von moszkva tér
ZitatOriginal von Conducteur
- Zum Zentralfriedhf muß der 71er fahren, da dieser im Wienerlied besungen wird.
- Über den Ring darf keine Linie mit einem Signal für eine Radiallinie fahren.
Es geht ja eigentlich hier um sinnvolle Liniendurchbindungen. Ich denke, dass die Benennung dann der zweite Arbeitsschritt ist.
Wenn ich meine, den 71er über den Ring verlängern, und evtl. mit einer Währingerstraßenlinie zusammenzuhängen, wird das der 4er oder 7er oder sonstwas, und der 71er fährt dann z.B. Kaiserebersdorf-Zentralfriedhof-Zentralbahnhof(-Meidling) über 18 (und 62). Eigentlich ist es mir eher um meine Idee der Gleisverbindung über den Rooseveltplatz gegangen.
Im übrigen sollte sich das Nummernsystem an die Linien anpassen und nicht umgekehrt. Es kann ja nicht sein, dass Verbesserungen nur an Formfehlern scheitern, weil wir leider keine passenden Liniensignale mehr haben.
Obwohl die Radien immer noch großteils logisch sind, ist das Nummernsystem von 1907 ohnehin immer wieder verändert worden. Auch die Stadt entwickelt sich weiter und bleibt nicht 1907 stehen. Sie ist ja auch eine Stadt und kein Freiluftmuseum.
Ich selbst bin ja mit Dir einer Meinung. Ich habe ja nur versucht aufzuzeigen, wie die Wiener Entscheidungsträger ticken und meine Beurteilung über diese abgegeben. Hast Du die Argumente mitverfolgt, mit welchen die Durchbindng des 71ers abgelehnt wurde? Mag sein, daß meine Beurteilung nicht ganz richtig ist. Was ist Deine Einschätzung: kommt die Durchbindung des 71ers noch?
Dieser Beitrag wurde 1-mal editiert, zuletzt von Conducteur (28.10.2009, 23:25)
28.10.2009, 23:25#58
ZitatOriginal von Conducteur
Wann bitte sind diese Linien regulär über den Ring gefahren: [...]
- 21: ???
Ein Zug täglich zu Betriebsbeginn.
Beste Grüße
VT
29.10.2009, 00:08#59
ZitatOriginal von VT 5081
Ein Zug täglich zu Betriebsbeginn.
Leider bereits ohne "echte" Signalscheibe, aber trotzdem hier das "Beweisphoto".
29.10.2009, 00:19#60
ZitatOriginal von Linie 41
ZitatOriginal von VT 5081
Ein Zug täglich zu Betriebsbeginn.
Leider bereits ohne "echte" Signalscheibe, aber trotzdem hier das "Beweisphoto".
Danke für das Photo. Sehr interessant, daß es aus dieser Zeit solche Photos gibt.
Widerspricht aber wieder meiner These nicht, daß es nur ein Zug zu Betriebsbeginn war, also nicht etwas, das ich als reguläre Linienführung nennen würde.

