Zukunftsvision Wegfall einiger Umsteigezwänge

106 Beiträge · Seite 4 von 6
29.10.2009, 01:12#61
Zitat
Original von Conducteur
Wann bitte sind diese Linien regulär über den Ring gefahren:
-16: nur Kai, nicht Ring (übrigens fehlt dann auch der 26er)
- 21: ???
- 22: nur Kai
- 24: nur Kai
- 74: nur zu Betriebsbeginn
- 75: ausg. 10.7.-24.11.1946 auch nur zu Betriebsschluß oder nach Bedarf
- 77: ???
- 78: nur Kai

Habe in "Slezak, Straßenbahn in Wien" nachgeforscht. Bis auf den 75er über 4 Monate ist meines Erachtens nichts übriggeblieben. Der Kai war schon immer eine Ausnahme. 1 Mai, Betriebsbeginn und Betriebsschluß würde ich nicht als "regulär" bezeichnen.

Mit dem 26er hast du recht. Ansonsten schrieb ich ohnedies "Ring respektive Kai" da die theoretische Rundlinie 1 als Einheit zu sehen ist, die sowohl den Ring als auch den Kai umfaßt, es also keinen Unterschied macht, auf welchem Teilstück eine Radiallinie unterwegs war.

-16: Kai = Ring, siehe Text.
-21: Bei Führung zum Schwedenplatz befuhr er den Kai von Julius-Raab-Platz bis Schwedenplatz.
-22: Am 1. Mai gab es Züge von der Reichsbrücke zum Schwarzenbergplatz.
-24: Kai = Ring, siehe Text.
-74: Gab es auch als HVZ-Verstärker zum Schwarzenbergplatz, sogar noch mit K-c3.
-75: Betriebsbeginn und Betriebsschluß (4 Züge) und an Sonn- und Feiertagen von 1948-1955 an Stelle der nicht verkehrenden Linie J.
-77: Die Einführungsfahrten von 77 zu Betriebsbeginn führten in der Regel über den Radius 75 - Stubenring zum Oskar-Kokoschka-Platz.
-78: Kai = Ring, siehe Text.

Man kann natürlich geteilter Meinung sein, ob Fahrten zu Betriebsbeginn oder zu Betriebsschluß dazugehören, ich habe sie halt auch aufgezählt.
29.10.2009, 09:01#62
Zitat
Original von Conducteur


Hast Du die Argumente mitverfolgt, mit welchen die Durchbindng des 71ers abgelehnt wurde? Mag sein, daß meine Beurteilung nicht ganz richtig ist. Was ist Deine Einschätzung: kommt die Durchbindung des 71ers noch?


Ja leider, ich hab die Argumente mitverfolgt. Aus Simmering war das die Forderung nach dem koscher geschlachteten Schwein.

Eine Einschätzung, ob eine Verlängerung vom 71er, mit welcher Linienbezeichnung auch immer, noch kommt, ist schwer abzugeben.

Einerseits stehen die Zeiten für die Straßenbahn wieder sehr gut, wenn ich mir die Reichsratsstraße und die "neuen" Ringlinien anschaue.
Andererseits ist die gesamte Politik wegen der bevorstehenden Wahlen total gelähmt. Es ist ja nur mehr ein Jahr, das muss man verstehen, dass man da nichts mehr entscheiden kann.

Vielleicht gibts nach der Wahl einen Paradigmenwechsel (in Form eines neuen SR), der dann die unnötigen U-Bahn-Planungen in den Rundordner ablegt und dafürl Geld für Verbesserungen im "Sekundärnetz" hergibt.
Derzeit gehen ja die Verbesserungen im Straßenbahnnetz auf die Initiative der WiLi zurück, die haben kostenneutrale Veränderungen durchgeführt. Irgendwann ist aber auch eine Optimierung im Bestand ausgereizt, dann muss eben Geld in die Hand genommen werden.

Also, schon wieder lange drum herum geschrieben: Fazit... Verlängerung 71 vor den Wahlen unwahrscheinlich, danach: eher schon, zumindest ich wünsch es mir.
29.10.2009, 09:06#63
Zitat
Original von moszkva tér
Eine Einschätzung, ob eine Verlängerung vom 71er, mit welcher Linienbezeichnung auch immer, noch kommt, ist schwer abzugeben.

Die Verlängerung des 71ers wird sicher zum Wahlthema werden und damit zu einem Politikum - geplant (von Seiten der WL) ist sie jedenfalls nach wie vor.
29.10.2009, 11:04#64
Zitat
Original von Conducteur
Widerspricht aber wieder meiner These nicht, daß es nur ein Zug zu Betriebsbeginn war, also nicht etwas, das ich als reguläre Linienführung nennen würde.

In diesem Fall ist es außerdem nur ein Überbleibsel vom 80er-Jahre-1er. Revisor hat aber genügend andere Beispiele genannt.

Umgekehrt kann man auch fragen, WTF macht der 2er in Ottakring oder der 1er in der Hauptallee?
29.10.2009, 11:24#65
Zitat
Original von moszkva tér

Einerseits stehen die Zeiten für die Straßenbahn wieder sehr gut, . . . .

Optimist! Häupl und Schicker können das Wort nicht einmal buchstabieren und Frau Brauner glaubt, dass auf der U6 ULFs fahren. :rolleyes:
29.10.2009, 19:56#66
Zitat
Original von Revisor
Mit dem 26er hast du recht. Ansonsten schrieb ich ohnedies "Ring respektive Kai" da die theoretische Rundlinie 1 als Einheit zu sehen ist, die sowohl den Ring als auch den Kai umfaßt, es also keinen Unterschied macht, auf welchem Teilstück eine Radiallinie unterwegs war.

-16: Kai = Ring, siehe Text.
-21: Bei Führung zum Schwedenplatz befuhr er den Kai von Julius-Raab-Platz bis Schwedenplatz.
-22: Am 1. Mai gab es Züge von der Reichsbrücke zum Schwarzenbergplatz.
-24: Kai = Ring, siehe Text.
-74: Gab es auch als HVZ-Verstärker zum Schwarzenbergplatz, sogar noch mit K-c3.
-75: Betriebsbeginn und Betriebsschluß (4 Züge) und an Sonn- und Feiertagen von 1948-1955 an Stelle der nicht verkehrenden Linie J.
-77: Die Einführungsfahrten von 77 zu Betriebsbeginn führten in der Regel über den Radius 75 - Stubenring zum Oskar-Kokoschka-Platz.
-78: Kai = Ring, siehe Text.

Man kann natürlich geteilter Meinung sein, ob Fahrten zu Betriebsbeginn oder zu Betriebsschluß dazugehören, ich habe sie halt auch aufgezählt.


Daß wir von verschiedenen Voraussetzungen ausgegangen sind, war ja offensichtlich. Überrascht war ich nach meinen Nachforschungen, daß meine Behauptung für einen kurzzeitigen Fall auch nach meinen Kriterien nicht zutraf. Wieder etwas dazugelernt. ;)

Das sind meine Gründe für die Bewertungskriterien:

1) Eine Faustregel: Als "regulär" würde ich einstufen, was üblicherweise auf Netzplänen dargestellt wird. Einzelne Züge zu Betriebsbeginn und Betriebsschluß, sowie Linienführungen zu besonderen Anlässen und an einzelnen Tagen wie 1. Mai, Allerheiligen, oder auch nur SF u.a. scheinen ja auf Netzplänen nicht auf. Daher würde ich solche Führungen nicht als "regulär" bezeichnen.

2) Wie man gerade an Deiner Aufstellung sieht, hebt sich der Kai deutlich vom eigentlichen Ring (der Ringstraße) ab. Der Kai ist also immer anders behandelt worden. Am Kai war es immer üblich, als Radiallinie noch ein kurzes Stück (der ganze Kai hat ja nicht mehr als 3 Stationsabstände) weiter bis zur eigentlichen Endstation zu fahren.

3) Wenn man es so beurteilt, kann man, bis auf die eine 4-monatige Ausnahme, eine klare Regel für die Liniensignalisierung erkennen. Und davon ist bisher nicht abgewichen worden. Gibt es etwa einen Netzplan, der eine Radialliniennummer am eigentlichen Ring (nicht Kai) anzeigt? Gibt es z.B. aus der Zeit 10.7.-24.11.1946 einen Netzplan, der den 75er am Ring anzeigt?
29.10.2009, 21:03#67
Zitat
Original von Conducteur
1) Eine Faustregel: Als "regulär" würde ich einstufen, was üblicherweise auf Netzplänen dargestellt wird. Einzelne Züge zu Betriebsbeginn und Betriebsschluß, sowie Linienführungen zu besonderen Anlässen und an einzelnen Tagen wie 1. Mai, Allerheiligen, oder auch nur SF u.a. scheinen ja auf Netzplänen nicht auf. Daher würde ich solche Führungen nicht als "regulär" bezeichnen.

Dem widerspricht der Nightline-Netzplan (PDF!) irgendwie, aber das würde jetzt wohl zu weit führen...

SCNR,
VT
29.10.2009, 22:40#68
Zitat
Original von Conducteur
Gibt es z.B. aus der Zeit 10.7.-24.11.1946 einen Netzplan, der den 75er am Ring anzeigt?

Meinst du im Ernst, daß es damals Netzpläne gab?
29.10.2009, 23:21#69
Zitat
Original von Revisor
Meinst du im Ernst, daß es damals Netzpläne gab?

Ich glaube die hatte damals andere Sorgen. 8-)
30.10.2009, 00:22#70
Zitat
Original von Revisor
Zitat
Original von Conducteur
Gibt es z.B. aus der Zeit 10.7.-24.11.1946 einen Netzplan, der den 75er am Ring anzeigt?

Meinst du im Ernst, daß es damals Netzpläne gab?


Im Ernst: Ich kenne keine aus dieser Zeit und habe damals noch nicht gelebt. Würde ich mir auch nicht erwarten. Trotzdem muß es erlaubt sein, diese Frage als Gegenprobe zu stellen. Dieselbe Antwort würde ich übrigens auf meine erste Frage geben. Auch das kann ich mir nicht vorstellen. 10.7.-24.11.1946 (lt. Slezak, Straßenbahn in Wien) sehe ich daher eher als Nachkriegsausnahme.

Für mich scheint das Thema und die verschiedenen Ansätze eigentlich ausgesprochen zu sein. Welchen Ansatz man wählt, ist meines Erachtens Geschmackssache. Es war aber - zumindest für mich - interessant und lehrreich, einmal das Thema grundsätzlich anzusprechen und die verschiedenen Schattierungen (erschöpfend?) zu beleuchten. Jedenfalls mit den Einführungs- und Schlußfahrten habe ich mich in diesem Detail noch nicht beschäftigt gehabt.
Dieser Beitrag wurde 1-mal editiert, zuletzt von Conducteur (30.10.2009, 00:24)
30.10.2009, 15:41#71
Zitat
Original von ziptul
[*]Dementsprechend würde ich dem Konzept der Linien 1 und 2 auch ein geteiltes Zeugnis ausstellen: Linie 1 ist von der Streckenführung her gelungen, Linie 2 hätte man besser mit 46 (oder 49, wenn das nicht zu lange wäre) als mit J verbinden sollen.


Ich dachte anfangs auch, dass man via 46 fahren sollte, finde aber retrospektiv gesehen den jetzigen 2er besser gelungen. Der J war immer der schwache Bruder des 46ers, man hätte ihm noch mehr Wasser abgegraben, wenn man den 46er via Ring verlängert hatte. Die Reichsratsstraße wäre sicherlich auch nicht gebaut worden - eher wäre Druck in Richtung Einstellung des J entstanden.

Allenfalls hätte man statt via 29 via 31 zur Floridsdorfer Brücke fahren und einen 29er Schwedenplatz - 29 - 31 - Stammersdorf schaffen können (der Schwedenplatz als stadtseitiger Endpunkt ist wesentlich besser angebunden als Schottenring!).

So ist der 2er jedenfalls ein großer Erfolg, auf dem Ast 45 hat die Fahrgastzahl ersichtlich zugenommen (die B, die früher nicht dort fuhren, sind fast immer gut ausgelastet). Der 46er ist nach wie vor gleich frequentiert.

Erstaunlicherweise ist auch am Stubenring deutlich mehr los als früher, auch wenn das natürlich der schwächste Abschnitt des 2ers ist.

Der 1er ist von der Linienführung her auch optimal, aber noch zu langsam - zumindest zwischen 3. Bezirk und Schottentor, wo ich oft unterwegs bin.

Zitat

Wenn man das ordentlich plant und koordiniert, dann hat man etwas für die Fahrgäste getan, Umsteigezwänge beseitigt und so nebenbei auch noch genug B um die Linie 1 weniger sardinisch zu betreiben.


Ich würde den Ring eher durch Verlängerung des 71ers stärken, als durch Einsatz von B am 1er.
30.10.2009, 22:19#72
Generell gehört der 71er über den Ring verlängert. Spätestens seit dem 26.Oktober 2008.

Ich sehe immer wieder, wieviele aus dem 71er aussteigen und dann wegen ein paar Haltestellen auf den D-Wagen oder 2er warten müssen. In der Zeit, die beim Umsteigen+Wartezeit vergeht, wäre der Fahrgast schon längst am Ziel.

Sogar in Spitzenzeiten müssen Fahrgäste öfters über 8min warten, da nicht immer ein D-Wagen oder 2er zu sehen sind. Speziell für jene die über Parlament,Stadiongasse hinaus fahren möchten, bleibt nur mehr der D-Wagen als Option übrig.


Bezüglich des 67er eine Frage:

Da ja nach der U1-Süd Verlängerung der 67er in der Favoritnerstraße Geschichte sein wird, aber der Abschnitt Rothneusiedel bis Kurzentrum ja nicht direkt von der U1 bedient wird, stellt sich für mich die Frage ob es möglich bzw. sinnvoll wäre den 67er ab Otto-Probst-Platz mit dem Abschnitt Rothneusiedl-Kurzentrum zu verbinden.

So wäre dieser Streckenabschnitt erhalten und auch die Therme hätte eine Bim statt einen stickigen kleinen Bus der zu ungüstigen Intervallen und Zeiten herumpendelt.

Ein paar Adaptierungen müssten unternommen werden. Die Verbindungsstrecke könnte über InzersdorfS- Per Albin Hansson Str. verlaufen.
30.10.2009, 22:27#73
Zitat
Original von robb558
Bezüglich des 67er eine Frage:

Da ja nach der U1-Süd Verlängerung der 67er in der Favoritnerstraße Geschichte sein wird, aber der Abschnitt Rothneusiedel bis Kurzentrum ja nicht direkt von der U1 bedient wird, stellt sich für mich die Frage ob es möglich bzw. sinnvoll wäre den 67er ab Otto-Probst-Platz mit dem Abschnitt Rothneusiedl-Kurzentrum zu verbinden.

So wäre dieser Streckenabschnitt erhalten und auch die Therme hätte eine Bim statt einen stickigen kleinen Bus der zu ungüstigen Intervallen und Zeiten herumpendelt.

Ein paar Adaptierungen müssten unternommen werden. Die Verbindungsstrecke könnte über InzersdorfS- Per Albin Hansson Str. verlaufen.

Sinnvoll wäre auch, den für 2019 geplanten 68er (Augasse - D-Wagen - Hauptbahnhof - Laaer Berg) nicht am Laaer Berg enden zu lassen, sondern das kurze Stück über die Laaerbergstraße nach Oberlaa hinunterzuverlängern. Eventuell weiter über das schon vorhandene Gleis bis U1-Rothneusiedl.
31.10.2009, 10:38#74
Zitat
Original von umweltretter

Sinnvoll wäre auch, den für 2019 geplanten 68er (Augasse - D-Wagen - Hauptbahnhof - Laaer Berg) nicht am Laaer Berg enden zu lassen, sondern das kurze Stück über die Laaerbergstraße nach Oberlaa hinunterzuverlängern. Eventuell weiter über das schon vorhandene Gleis bis U1-Rothneusiedl.


MMn wäre es sinnvoller (besser: weniger sinnlos), die U1 anstatt über Favoritenstraße über die Laaer-Berg-Straße zu verlängern. Es ist ja Schwachsinn, einerseits auf einem Radialast eine Straßenbahn mit einer U-Bahn zu ersetzen, und auf einem anderen Radialast, wo nichts fährt, weiterhin nichts fahren zu lassen. Ich weiß, der 68A ist auch noch da, aber dennoch, zuerst eine U-Bahn bauen, glz. die Straßenbahn einstellen, die deutlich mehr erschlossen hat als es die U1 je wird (Oberlaa), dann vielleicht im Jahre 2019 die Bim über die Laaer-Berg-Straße bauen - aber eh nur bis zum Monte Laa - das ist ja absurd! :rolleyes:

Noch sinnvoller wäre es natürlich, gleich den 68er statt der U1 zu bauen. ZB so: Verlängerung D von der Gudrunstraße via Absberggasse zum Laaerberg, und Neubau Linie 68 Reumannplatz - Monte Laa - Oberlaa (- Unterlaa).

Das war ein Bisschen off-topic. Um die Brücke zu bauen; sinnvolle Liniendurchbindungen in Zshg. mit dem eben angesprochenen 67er, da würde mir spontan folgendes einfallen:
Linie 67 wird geteilt in 66 und 67 und beide Außenäste werden ins Zentrum geführt, z.B. via 6-62, 18-62, O-D oder 6-71. Die U1 ist nicht nur zur HVZ schon ziemlich voll, und das wäre eine vernünftige Alternative für Kurzstreckenfahrer. Glz. wären die Siedlungen am Stadtrand umsteigefrei an Stadtzentrum und Hauptbahnhof angebunden.

Langfristig könnte man natürlich eine Wiedererrichtung der Straßenbahn in der Inneren Favoritenstraße andenken, bei einer gleichzeitigen Auflassung der Station Taubstummengasse - analog dazu, wie es in diesem Forum schon öfters für die Innere Mahü angedacht wurde.

Wenn das Bevölkerungswachstum in Wien so weitergeht, wie prognostiziert, und die Stadterweiterung im Süden tatsächlich auch so stattfindet, wie geplant, dann braucht man langfristig sowieso eine Entlastung der U1.
01.11.2009, 16:38#75
Zitat
Original von moszkva tér
Langfristig könnte man natürlich eine Wiedererrichtung der Straßenbahn in der Inneren Favoritenstraße andenken, bei einer gleichzeitigen Auflassung der Station Taubstummengasse - analog dazu, wie es in diesem Forum schon öfters für die Innere Mahü angedacht wurde.


Selbst wenn das Bauprojekt durchzusetzen wäre, stelle ich es mir in der Praxis etwas problematisch vor, eine langjährig etablierte U-Bahn-Station im dicht verbauten Gebiet aufzulassen, auch wenn die Errichtung + Straßenbahn-Einstellung gar nicht erst wirklich sinnvoll war. Lerchenfelder Straße war wohl ein Sonderfall, weil wirklich in Spuckweite der vorherigen.
11.11.2009, 12:58#76
Zitat
Original von moszkva tér
Zitat
Original von umweltretter

Sinnvoll wäre auch, den für 2019 geplanten 68er (Augasse - D-Wagen - Hauptbahnhof - Laaer Berg) nicht am Laaer Berg enden zu lassen, sondern das kurze Stück über die Laaerbergstraße nach Oberlaa hinunterzuverlängern. Eventuell weiter über das schon vorhandene Gleis bis U1-Rothneusiedl.


MMn wäre es sinnvoller (besser: weniger sinnlos), die U1 anstatt über Favoritenstraße über die Laaer-Berg-Straße zu verlängern. Es ist ja Schwachsinn, einerseits auf einem Radialast eine Straßenbahn mit einer U-Bahn zu ersetzen, und auf einem anderen Radialast, wo nichts fährt, weiterhin nichts fahren zu lassen. Ich weiß, der 68A ist auch noch da, aber dennoch, zuerst eine U-Bahn bauen, glz. die Straßenbahn einstellen, die deutlich mehr erschlossen hat als es die U1 je wird (Oberlaa), dann vielleicht im Jahre 2019 die Bim über die Laaer-Berg-Straße bauen - aber eh nur bis zum Monte Laa - das ist ja absurd! :rolleyes:

Noch sinnvoller wäre es natürlich, gleich den 68er statt der U1 zu bauen. ZB so: Verlängerung D von der Gudrunstraße via Absberggasse zum Laaerberg, und Neubau Linie 68 Reumannplatz - Monte Laa - Oberlaa (- Unterlaa).

Das war ein Bisschen off-topic. Um die Brücke zu bauen; sinnvolle Liniendurchbindungen in Zshg. mit dem eben angesprochenen 67er, da würde mir spontan folgendes einfallen:
Linie 67 wird geteilt in 66 und 67 und beide Außenäste werden ins Zentrum geführt, z.B. via 6-62, 18-62, O-D oder 6-71. Die U1 ist nicht nur zur HVZ schon ziemlich voll, und das wäre eine vernünftige Alternative für Kurzstreckenfahrer. Glz. wären die Siedlungen am Stadtrand umsteigefrei an Stadtzentrum und Hauptbahnhof angebunden.

Langfristig könnte man natürlich eine Wiedererrichtung der Straßenbahn in der Inneren Favoritenstraße andenken, bei einer gleichzeitigen Auflassung der Station Taubstummengasse - analog dazu, wie es in diesem Forum schon öfters für die Innere Mahü angedacht wurde.

Wenn das Bevölkerungswachstum in Wien so weitergeht, wie prognostiziert, und die Stadterweiterung im Süden tatsächlich auch so stattfindet, wie geplant, dann braucht man langfristig sowieso eine Entlastung der U1.


Meiner Meinung nach macht die U1 nur bis zum Alten Landgut Sinn. Dort ist Platz für einen großen Nahverkehrsknoten mit folgenden Änderungen im Oberfläckenverkehr:

67 Otto Probst Platz - Grenzackerstraße - Kurzentrum Oberlaa
68 Reumannplatz - Frödenplatz (damit das Wienerfeld weiterhin direkt ans Bezirkszentrum angeschlossen ist)
O nur noch bis Quellenplatz
16A, 17A, 19A direkt am Alten Landgut an U1 anbinden
66a, 67a ebenso statt Reumannplatz

Und Platz für ein großes P&R, das in der Gegend sowieso komplett fehlt, wäre auch noch
11.11.2009, 14:43#77
Und was bringt das den Leuten, wenn sie nicht mehr ohne Umsteigen zum Reumannplatz kommen, sondern ab dem alten Landgut die U1 nehmen müssen? Das reduziert nicht die Umsteigevorgänge, das vermehrt sie. Es ist schon lästig genug, daß man nicht mehr ohne Umsteigen zum Südtiroler Platz resp. zur Oper kommt.
Dieser Beitrag wurde 1-mal editiert, zuletzt von Linie 41 (11.11.2009, 14:43)
11.11.2009, 15:06#78
Zitat
Original von umweltretter

Sinnvoll wäre auch, den für 2019 geplanten 68er (Augasse - D-Wagen - Hauptbahnhof - Laaer Berg) nicht am Laaer Berg enden zu lassen, sondern das kurze Stück über die Laaerbergstraße nach Oberlaa hinunterzuverlängern. Eventuell weiter über das schon vorhandene Gleis bis U1-Rothneusiedl.

68?
Gut, dass ich davon das erste Mal höre, mag daran liegen, dass ich das alles nur spärlich verfolge.
Aber, wieso plant man einen 68er?
Wieso so?
Wieso in 10 Jahren?
Ich mein, im X. macht das vielleicht einen Sinn, allerdings auch nicht erst in 10 Jahren.
Dem IX. bringt ein 68er wenig bis garnix, der IX. bräuchte einen 36er (Augasse - Peregringasse - Kai - O - ...) und/oder einen 35er ([...] Börse - Porzellangasse - schöne Neubauschleife - Klosterneuburger Straße - Floridsdorf) ... ach ja, und eine 33er-Verlängerung und einen 8er, der von irgendwo kommend D und 42/9 verbindet und U6, D, 40A, 42 verstärkt.
11.11.2009, 19:48#79
Zitat
Original von Linie 41
Und was bringt das den Leuten, wenn sie nicht mehr ohne Umsteigen zum Reumannplatz kommen, sondern ab dem alten Landgut die U1 nehmen müssen? Das reduziert nicht die Umsteigevorgänge, das vermehrt sie. Es ist schon lästig genug, daß man nicht mehr ohne Umsteigen zum Südtiroler Platz resp. zur Oper kommt.


Ob sie jetzt vom 67er kommend am Alten Landgut oder Reumannplatz umsteigen ist g'hupft wie g'hatscht wenn sie in die Innenstadt wollen.
11.11.2009, 20:01#80
Zitat
Original von ziptul
Zitat
Original von umweltretter

Sinnvoll wäre auch, den für 2019 geplanten 68er (Augasse - D-Wagen - Hauptbahnhof - Laaer Berg) nicht am Laaer Berg enden zu lassen, sondern das kurze Stück über die Laaerbergstraße nach Oberlaa hinunterzuverlängern. Eventuell weiter über das schon vorhandene Gleis bis U1-Rothneusiedl.

68?
Gut, dass ich davon das erste Mal höre, mag daran liegen, dass ich das alles nur spärlich verfolge.
Aber, wieso plant man einen 68er?
Wieso so?
Wieso in 10 Jahren?
Ich mein, im X. macht das vielleicht einen Sinn, allerdings auch nicht erst in 10 Jahren.
Dem IX. bringt ein 68er wenig bis garnix, der IX. bräuchte einen 36er (Augasse - Peregringasse - Kai - O - ...) und/oder einen 35er ([...] Börse - Porzellangasse - schöne Neubauschleife - Klosterneuburger Straße - Floridsdorf) ... ach ja, und eine 33er-Verlängerung und einen 8er, der von irgendwo kommend D und 42/9 verbindet und U6, D, 40A, 42 verstärkt.


In den vor wenigen Monaten immer wieder in diversen Medien präsentierten Ausbauplänen der Wiener Linien bis 2019 war auch dieser 68er zu sehen, der zusätzlich zum zur Gudrunstraße verkehrenden D-Wagen fahren soll. Auch im Masterplanverkehr (neueste Version von Ende 2008) wird von einer neuen Straßenbahn vom Hauptbahnhof - Gudrunstraße auf den Laaer Berg, optional bis Oberlaa gesprochen.

Erst 2019 deshalb, weil man jetzt einmal 25er und 26er machen will und in Wien bekanntlich nur in sehr großen Zeitabständen eine neue Straßenbahnstrecke gebaut wird.

Zumindest die WL stehen hinter dem Projekt, vermutlich kommt der 68er trotzdem nie zustande, weil's wie leider üblich an der Politik scheitern wird.